Fraktionen setzen Rotstift an

  • vonVolker Heller
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Allendorf (vh). Zu einer Sparaktion summierten sich am Montag die Änderungsanträge der Fraktionen zum städtischen Haushalt 2021. Der Antrag der Freien Wähler im Haupt- und Finanzausschuss, dieses Jahr auf die Neugestaltung der Homepage der Stadt Allendorf/Lumda zu verzichten, brachte 5000 Euro Ersparnis (vier Ja-, eine Neinstimme).

Der 20 Jahre alte Mannschaftstransportwagen der Freiwilligen Feuerwehr Allendorf hat kürzlich die TÜV-Prüfung noch einmal geschafft. Folglich kann der dennoch unvermeidbare Kauf eines neuen oder gebrauchten MTW vorerst aufgeschoben werden. 45 000 Euro werden aus dem Haushalt 2021 herausgenommen und als Verpflichtungsermächtigung für 2022 eingestellt. Dieser Antrag der CDU erhielt die Mehrheit (vier Ja-, eine Neinstimme).

Nouvion-Platz muss noch warten

Weitere Wünsche der Feuerwehr (ein Notstromaggregat und ein Whiteboard) wurden nicht bewilligt, entsprechende Anträge von CDU und BfA/FDP einstimmig beschlossen. Diese Ersparnis beträgt 20 000 Euro.

Anträge von FW und BfA/FDP, eine Gebühren-Neukalkulation für die Kitas nicht extern zu vergeben, sondern durch Eigenleistung zu ermitteln, wurden angenommen (vier Ja-, eine Neinstimme) und sparen 9000 Euro. Das Projekt Familienzentrum ist noch nicht spruchreif, daher schlugen FW und BfA/FPD vor, 20 000 Euro im Etat 2021 einzusparen (einstimmig).

Sanierungsarbeiten am Rathaus in der Bahnhofstraße werden voraussichtlich erst 2022 beginnen. Dann wäre zunächst das Dach an der Reihe. Die im Haushaltsplan eingestellte Summe über 370 000 Euro erhält daher einen Sperrvermerk. Der Bauausschuss wird das weitere Vorgehen beraten (einstimmig). Der Nouvion-Platz wird aller Voraussicht nach 2021 nicht mehr saniert. Veranschlagte Kosten über 60 000 Euro erhalten einen Sperrvermerk (einstimmig).

Der Finanzausschuss hat auch Mehrausgaben beschlossen. Die Stadt hat in der Lindengasse vier Wohnungen vermietet, eine Wohnung wird noch vorgehalten. Die BfA/FDP hatte 5000 Euro zusätzlich beantragt (einstimmig). Das Straßenzustandskataster muss fortgeschrieben werden. Die FW beantragte zusätzliche 10 000 Euro (einstimmig).

Korrektur - In unserem Beitrag über diese Sitzung in der Mittwochausgabe war angegeben, dass Parlamentsvorsitzende Sandra Henneberg (Grüne) eindeutig für eine Erhöhung der Grundsteuern auf 655 Hebesatzpunkte plädiert habe. Henneberg betont, diese Äußerung habe sie nicht getätigt.

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