Toleranz-Schilder

Ermittlungen nach Diebstahl dauern an

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Allendorf (jwr). Rund zwei Monate nach dem Diebstahl der fünf Metallschilder an den Ortseingängen der Stadt Allendorf (Lumda), die auf Vielfalt, Demokratie und Toleranz verweisen, hat die Polizei noch keine heiße Spur. Die Ermittlungen des Staatsschutzes dauerten in engem Kontakt mit der Stadtverwaltung an, äußerte sich Polizeisprecher Jörg Reinemer am Donnerstag auf Anfrage.

Ende Dezember war es in Staufenberg zu einem ähnlichen Vorfall gekommen: Dort wurde ein kürzlich aufgestelltes Toleranz-Schild am Ortsausgang Richtung Odenhausen aus der Bodenverankerung gelöst. Inzwischen hat die dortige Stadtverwaltung den Schaden beheben lassen. Anzeige habe man nicht erstattet, teilte Bürgermeister Peter Gefeller auf Anfrage mit.

Unterdessen sollen die Ende November aus den Metallfassungen entfernten Allendorfer Schilder laut Bürgermeister Thomas Benz bald ersetzt werden. Der Ersatz sei bereits in Allendorf angekommen, einen Termin für die Aufstellung werde man kurzfristig mit- teilen. Die Toleranz-Schilder in Allendorf (Lumda), Lollar und Staufenberg gehen auf Anträge der Grünen in den Stadtverordnetenversammlungen zurück, die dort teils kontrovers diskutiert worden waren. Die Schilder sollen ein sichtbares Bekenntnis zu demokratischen Werten darstellen und werden über das vom Bund geförderte Projekt »Dabeisein« finanziert.

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