Gerd Höricht und Werner Heibertshausen (r.) mit der neuen Broschüre "Kirchturmuhr von 1891 - auch Uhren können heimkehren...". FOTO: VH
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Gerd Höricht und Werner Heibertshausen (r.) mit der neuen Broschüre "Kirchturmuhr von 1891 - auch Uhren können heimkehren...". FOTO: VH

Einblicke in die Uhrgeschichte

  • vonVolker Heller
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Allendorf(vh). Die Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Allendorf an der Lumda hat der Geschichte der historischen Kirchturmuhr von 1891 ein weiteres Kapitel hinzu gefügt. Sie widmete der Uhr nun eine eigene Broschüre.

Im Jahr 1980 hatte die Firma Hörz im Turm der evangelischen Kirche eine neue Uhr mit programmierbarer Steuerung eingebaut. Von nun an wurde den Allendorfern sekundengenau und ferngesteuert die Zeit geschlagen. Die Vorgängeruhr aus dem Jahr 1891 wurde demontiert und verschwand.

Die Arbeitsgemeinschaft machte sich noch in ihrem Gründungsjahr 2014 auf die beschwerliche, aber letztlich erfolgreiche Suche, sodass das ausrangierte Uhrwerk von den Niederlanden ins Lumdatal zurück kehren konnte.

44 Seiten Wissen

Seine 70 Einzelteile wurden fachmännisch zerlegt, gesäubert, konserviert und wieder zusammen gebaut. Man stellte das Geschaffene nicht ohne Stolz mit einer Feierstunde der Öffentlichkeit vor. Seitdem steht das schwergewichtige Zeitmessgerät in "Reunings Halle der Kunst".

Nun haben Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft eine 44-seitige Hochglanzbroschüre im A4-Format erstellt. Darinnen wird der gesamte Ablauf des Suchens und Findens in Wort und Bild Schritt für Schritt nachvollzogen. Das liebevoll gestaltete Heft titelt "Kirchturmuhr von 1891 - auch Uhren können heimkehren...". Die Texte hat Werner Heibertshausen ausgesucht, Fotos stammen von Heibertshausen und Kerstin Lotz, Drohnenbilder von Manfred Wahl.

Für Layout und Bildbearbeitung hat Gerd Höricht zum wiederholten Mal ungezählte Stunden am Rechner verbracht, Bildtiefe und Helligkeit nachbearbeitet und - er schmunzelt - "schiefe Wände gerade gemacht" (die sogenannten "stürzenden Linien", die jeder Fotograf kennt).

Die Broschüre kostet 7,50 Euro und ist bei Werner Heibertshausen erhältlich. Im Anhang werden weitere Uhren der Kirche vorgestellt: Die erste Turmuhr, ein geschmiedetes mechanisches Modell von 1740, und die Sonnenuhr aus dem Jahr 1586.

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