Drei Prämissen genau beleuchtet

Kann die Lumdatalbahn reaktiviert werden? Dieses Thema beschäftigt Bürger und Politik in den betroffenen Kommunen schon länger. Auch bei der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung im Bürgerhaus Nordeck kam das Thema wieder auf den Tisch. Landrätin Anita Schneider berichtete von den Ergebnissen eines Gutachtens, dass die Hessische Landesregierung in Auftrag gegeben hat.

Kann die Lumdatalbahn reaktiviert werden? Dieses Thema beschäftigt Bürger und Politik in den betroffenen Kommunen schon länger. Auch bei der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung im Bürgerhaus Nordeck kam das Thema wieder auf den Tisch. Landrätin Anita Schneider berichtete von den Ergebnissen eines Gutachtens, dass die Hessische Landesregierung in Auftrag gegeben hat.

Und dieses dürfte besonders für die Befürworter einer Reaktivierung erfreulich sein: Die Lumdatalbahn ist unter bestimmten Voraussetzungen förderwürdig. Doch dazu muss sichergestellt werden, dass drei Prämissen eingehalten werden, die für ein positives Ergebnis bei den Planungen nötig sind. "So lange die Prämissen eingehalten werden, kann eine Förderung des Projekts erfolgen", zitierte die Landrätin das Schreiben der Landesregierung. Auch wird geraten, nun mit den Vorplanungen zu beginnen. Denn nur wenn die aktuell geschätzten Zahlen auch planungstechnisch zu halten sind, kann die Förderung erfolgen. Noch in diesem Jahr soll das Gutachten des Landes in der Kreisverwaltung eintreffen. Anschließend soll es auch im Kreistag besprochen werden und auch den Stadtverordneten vorgelegt werden.

Kindergartengebühren unverändert

Die drei einzuhaltenen Prämissen sind: Eine Erhöhung der durchschnittlichen Geschwindigkeit auf der Strecke auf 80 Kilometer pro Stunde – früher wurde die Strecke mit Tempo 50 befahren. Zusätzlich muss die Strukturentwicklung in der Region (Bevölkerung und Arbeitsplätze) stabilisiert werden. Und als Drittes muss das Zinsniveau beachtet werden: Denn im standardisierten Verfahren wird von einem Zinssatz von drei Prozent ausgegangen. Wird dieser Faktor auf die heutigen 1,4 Prozent gesenkt, ist ein positives Ergebnis gegeben. Aber eines darf nicht unerwähnt bleiben: Auf Kreis und Kommunen kämen bei einer Reaktivierung einiges an Kosten zu: Für die Projektrealisierung würden rund zehn Millionen Euro benötigt – 85 Prozent der Summe könnten durch eine Förderung des Landes aufgebracht werden, blieben noch 1,6 Millionen Euro für die Region. Zusätzlich käme auf die Kommune die Schaffung der benötigten Infrastruktur am Bahnhof, wie Parkplätze und Fahrradständer, zu. Bei einer Realisierung wird nach einem Gutachten von rund 1600 Fahrgästen täglich auf der Strecke ausgegangen. Die Fahrtzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Allendorf nach Gießen würde sich auf gut eine halbe Stunde verkürzen.

Bei der Kostenbeitragssatzung der Kindertagesstätten ist eine Neufassung der Satzung aufgrund von neuen gesetzlichen Vorgaben fällig: Durch die vom Hessischen Landtag beschlossene Beitragsfreistellung zur Betreuung von Kindern im Alter zwischen drei Jahren und dem Schuleintritt im Umfang von bis zu sechs Stunden täglich, sind einige Anpassungen nötig. Mit der Satzungsänderung erfolgt (noch) keine Erhöhung der Gebühren für die Betreuung über die ersten sechs Stunden hinaus: Die Kosten sollen erst im kommenden Jahr neu kalkuliert werden. Auch hier einstimmiger Zuspruch Seitens der Stadtverordneten.

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