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Mit Begeisterung bei der Sache: Vorschulkind Till aus der Wald-Kita Nordeck pflanzt »seine« Linde.

»Die Wölfe« pflanzen Linden

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Allendorf (pm). Etwas Bleibendes von den Vorschulkindern sollte sich im Wald verewigen. Das war die Idee von Uschi Putz-Stockmann und Kai Erdel, Erzieher in der Wald-Kita der Lebenshilfe in Nordeck. Für beide lag nahe, dass dies am besten mit dem Pflanzen eines Baumes erreicht wird.

Schnell war die Leiterin der Wald-Kita, Michaela Damm, von der Idee überzeugt und somit konnte die Umsetzung der Aktion zeitnah stattfinden.

Gut für die Wildbienen

Auch Christoph Graf von Schwerin als Vorsitzender der Waldinteressenten konnte von der Idee überzeugt werden. Gerade auf dem fast täglich von den Kindern genutzten Hohlweg zum Tipi hatten die gewaltigen Buchen unter der Trockenheit der vergangenen Jahre sehr gelitten, sodass zahlreiche der wunderschönen Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden mussten.

Dort bekamen »die Wölfe« die Erlaubnis, neue Bäume zu pflanzen. Nach Rücksprache mit Förster Moritz Raude entschieden sich Putz-Stockmann und Erdel für Linden, da diese im Vergleich zu Buchen besser mit den Folgen des Klimawandels zurechtkommen. Außerdem bieten Linden den stark gefährdeten Wildbienen durch ihre späte Blüte ein reiches Nahrungsangebot in einer ansonsten nahrungsarmen Zeit.

Unterstützt von der Anerkennungspraktikantin Celine Brown und dem FSJler Max George aus der Kita Nordeck machten sich die Vorschulkinder auf und pflanzten voller Stolz »ihren« Baum. Die Begeisterung ging dabei weit über die Pflanzaktion hinaus, denn natürlich besuchen die Vorschulkinder seitdem bei jedem Gang durch den Hohlweg »ihren« Baum.

Für alle Beteiligten ist klar, dass dies keine einmalige Aktion gewesen sein soll. Sogar die Baumart für das kommende Jahr steht schon fest: »Ich wünsche mir die Rotblühende Rosskastanie«, sagte von Schwerin. Einem Wunsch, dem das pädagogische Team gerne zustimmt, da dieser Baum nicht nur wundervoll blüht, sondern auch weitgehend von der Rosskastanienminiermotte verschont wird. Damit leisten »die Wölfe« einen weiteren Beitrag zum Erhalt des Lebensraums »Wald«.

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