Kommunalwahl im Kreis Gießen

Wahl der Stadtverordnetenversammlung in Allendorf: »Der grüne Schwung«

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Die ganz große Überraschung ist am Ende ausgeblieben, die Sitzverteilung hat sich kaum verändert. Die Freien Wähler verlieren fünf Prozent, bleiben aber stärkste Fraktion.

Allendorf (jwr). Die ganz große Überraschung ist am Ende ausgeblieben, die Sitzverteilung hat sich kaum verändert: Das Trendergebnis für Allendorf (Lumda) hatte die Grünen am Sonntagabend noch bei über 20 Prozent abgebildet, laut vorläufigem amtlichem Endergebnis vom Montagnachmittag sind es nun 16,46 Prozent. Das sind immerhin gut vier Prozent mehr als bei der Wahl vor vier Jahren.

Damit können die Allendorfer Grünen gegenüber den bisherigen drei Sitzen in der 23-köpfigen Stadtverordnetenversammlung nun einen mehr verbuchen. Gleichzeitig verlieren die Freien Wähler gut fünf Prozentpunkte und damit einen Sitz, bleiben aber stärkste Fraktion. Die CDU verbessert sich um drei Prozentpunkte, die SPD büßt knapp zwei Prozentpunkte ein und sichert sich damit ein im Kreisvergleich noch relativ solides Ergebnis. Nahezu unverändert bleibt der Stimmanteil von BfA/FDP.

Erfolgswelle

Welche Themen den Ausschlag für den Stimmenzuwachs gegeben haben, sei schwer auszumachen, sagt Grünen-Fraktionsvorsitzende Sandra Henneberg. »Ich denke, dass der grüne Schwung da schon mit dabei war«, äußert sie sich mit Blick auf die derzeitige Erfolgswelle, auf der die Grünen bei Wahlen schwimmen - nicht nur, aber auch im Gießener Land. Jedenfalls sei sie mit dem Abschneiden in Allendorf und der Aussicht auf einen vierten Sitz »sehr zufrieden«.

»Ich freue mich natürlich, dass wir wieder stärkste Fraktion sind«, so FW-Fraktionsvorsitzender Ralf Hofmann in einer ersten Reaktion. Sein Eindruck angesichts der eigenen Verluste: »Allendorf geht ein bisschen mit dem Bundes- und Landestrend: Grüne und CDU gewinnen.« Gerade der Kampf gegen den Klimawandel und um die Energiewende seien klassisch grüne Themen - und auch die Allendorfer Grünen hätten diese Themen »aufgeschnappt«. Aus FW-Sicht sei er froh, dass das eigene Ergebnis nicht noch schlechter ausgefallen sei. Als größte Fraktion werde man nun das Gespräch mit allen anderen Fraktionen suchen - ob, anders als zuletzt, am Ende eine feste Koalition steht, bleibe abzuwarten.

SPD-Ortsvereinsvorsitzende Brigitte Heilmann findet es mit Blick auf das SPD-Abschneiden indes »zumindest beruhigend, dass es nicht weniger geworden ist«.

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