»Das Design ist in die Jahre gekommen«

  • vonVolker Heller
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Allendorf (vh). Die Internetseite der Stadt Allendorf/Lumda ist wohl funktional, aber in grafischer Hinsicht wenig repräsentativ. Die Stadt beabsichtigt daher eine Nachbesserung. Im Haushalt 2021 standen dafür 5000 Euro bereit. Nun haben die Freien Wähler im Finanzausschuss aber beantragt, diese Summe erst im kommenden Haushaltsjahr zu veranschlagen.

In der Begründung heißt es, eine Anpassung der Homepage werde als sinnvoll erachtet, bloß der Zeitpunkt sei zu früh gewählt.

Momentan befinde sich die Digitalisierung der Stadtverwaltung noch im Anfangsstadium, die neue Homepage solle schließlich darin eingebunden werden.

Weiterhin schlagen die Freien Wähler vor, man solle auch die ersten Umsetzungsschritte des Online-Zugangsgesetzes abwarten. Das Gesetz verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, bis Ende 2022 sämtliche Verwaltungsleistungen digital zugänglich zu machen.

Ulrich Krieb (CDU) blickte zurück. Vor einigen Jahren sei mal ein Relaunch gemacht, die Headlines und das Bürgermeister-Portrait erneuert worden. Dann erweiterte er den Blick auf die Datensicherheit. Für eine neue Homepage müsse auch die Cybersicherheit gewährleistet sein und das Stichwort Datenschutz-Grundverordnung sei zu beachten, so Krieb. Jedenfalls solle man die Umsetzung der neuen Internetseite »nicht auf die lange Bank schieben«.

Rathaus-Finanzchef Jürgen Rausch gab gerne zu: »Das Design ist in die Jahre gekommen, aber es fährt noch, eben wie ein altes Auto«. Sicherheitstechnisch sei der Internetauftritt auf jeden Fall okay. Für stetige Wartung (etwa Sicherheits-Updates) sorge ein Kooperationspartner. Der Datenschutzbeauftragte der eigenen Verwaltung, Jan Klein, überprüfe das regelmäßig.

Rausch teilte ferner mit, bezüglich Digitalisierung würden die künftigen Online-Anträge mit der Homepage verlinkt. Dafür sei jedoch ein anderer Provider zuständig. Thomas Stein (CDU) sagte, er könne dem FW-Antrag auf Kostenkürzung nicht zustimmen, denn die Homepage sei »ein Aushängeschild der Stadt und momentan nicht sehr benutzerfreundlich«.

Letztendlich schlug Krieb vor, man solle verschiedene Anbieter für die Erstellung einer neuen Homepage fragen. »Das ist genau der Punkt«, meinte Manuel Sult von den Freien Wählern. Der Antrag auf Kostenkürzung wurde mit vier Jastimmen angenommen (eine Neinstimme).

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