Architektin Stefanie Muskau (l.) zeigt Thomas Benz und Yvonne Poppitz den Rohbau. Die verbleibende Fläche hinter dem Erweiterungsbau soll naturnah gestaltet werden. FOTO: LKL
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Architektin Stefanie Muskau (l.) zeigt Thomas Benz und Yvonne Poppitz den Rohbau. Die verbleibende Fläche hinter dem Erweiterungsbau soll naturnah gestaltet werden. FOTO: LKL

Die Dachdecker können kommen

  • vonLena Karber
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Allendorf(lkl). Einschränkungen bleiben nicht aus, wenn gebaut wird: Aktuell müssen die Kinder der Kita in Allendorf auf den Außenbereich hinter dem Gebäude verzichten; im Winter wird es vermutlich für kurze Zeit keine Küche geben. "Aber die Baustelle war in den letzten Monaten auch ein Highlight", berichtet Yvonne Poppitz, die stellvertretende Kita-Leiterin.

Platz für zwei Gruppen ab März

Für die Kinder sei es spannend, eine Baustelle so nah zu erleben. Zum nächsten Geburtstag oder zu Weihnachten, so die Vermutung der Anwesenden beim Ortstermin mit Bürg ermeister Thomas Benz am Mittwoch, werden sich wohl viele Kinder einen Spielzeugkran wünschen.

Nachdem zu Beginn des Jahres die Außenanlage auf dem Vorplatz fertiggestellt wurde, laufen in der Kita im Totenhäuser Weg die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau an der Nordseite des Gebäudes. Darin sollen zwei neue "Nestgruppen", also Gruppen mit Kindern unter drei Jahren, Platz finden.

Baubeginn für den Rohbau war Mitte April, vergangene Woche wurde das Dach aufgesetzt. Ab kommender Woche sollen dann die Dachdecker tätig werden. Nach dem für August geplanten Einbau der bodentiefen Fenster, durch die auch die Kleinsten ungestört nach draußen blicken können, soll es dann mit dem Innenausbau losgehen. Auf der 240 Quadratmeter großen Fläche werden neben den Räumen für die beiden Nestgruppen - jeweils mit eigenen Schlaf- und Wickelräumen - auch einige Zimmer entstehen, die allen Kita-Kindern zugutekommen: eine neue, größere Küche mit dazugehörigem Abstellraum, ein Esszimmer sowie ein barrierefreies Behinderten-WC. Zugunsten eines Durchganges zwischen dem ursprünglichen Gebäude und dem Erweiterungsbau, der über eine Fußbodenheizung beheizt werden soll, muss allerdings die alte Küche weichen. Zusätzlich wird für die neuen Räumlichkeiten jedoch auch ein separater Eingang geschaffen.

Laut Benz stammen alle an dem Erweiterungsbau beteiligten Firmen aus der Region - einige sogar direkt aus Allendorf. "Wir sind froh, dass bisher alles so gut geklappt hat", sagte Architektin Stefanie Muskau. Sie stellte in Aussicht, dass die zusätzlichen Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren ab März 2021 zur Verfügung stehen. Dazu sollen die Bauarbeiten im Februar abgeschlossen werden. Auch hinsichtlich der Kosten für den Erweiterungsbau gab sie sich optimistisch. "Wir werden den veranschlagten Kostenrahmen von 760 000 Euro vermutlich einhalten können."

Im nächsten Bauabschnitt soll dann das verbleibende Außengeländes auf der Rückseite des Gebäudes neu gestaltet werden. "Es wird hier sicherlich wieder eine Rutsche und auch eine Schaukel geben", kündigte Muskau an. "Aber ansonsten soll die Fläche sehr naturnah gestaltet werden."

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