Lumdatalbahn

CDU: Projekt steht "auf tönernen Füßen"

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Allendorf(pm). In der Debatte um Varianten und Kosten einer möglichen Reaktivierung der Lumdatalbahn reagiert die CDU Allendorf abschließend auf die Stellungnahme des Vereins Lumdatalbahn (LB) in der GAZ-Ausgabe vom 21. November. Die Aussage des LB-Vereinsvorsitzenden Manfred Lotz ("Als Kommunalpolitiker achte ich darauf, dass von der Umlage ein angemessenes Verkehrskonzept in meiner Stadt verwirklicht wird"), könne man so nicht stehen lassen, schreibt Thomas Stein (CDU). Lotz habe sein Mandat als Allendorfer Stadtrat niedergelegt und sei aus der Kommunalpolitik ausgeschieden. "Sollte er mit der Aussage den Fraktionsvorsitzenden der CDU gemeint haben, ist dies leider missverständlich ausgedrückt worden", so Stein weiter.

Streit um Machbarkeitsstudie

Die Darstellung, der Verein habe sich für die Verwirklichung des vierten ›Mitfalls‹ und damit gegen den Bau eines Begegnungsbahnhofs ausgesprochen, treffe so nicht zu. Im Schlussgutachten ("Machbarkeitsstudie und Nutzen-, Kostenuntersuchung") vom Januar 2018 werde dies ausgeführt. Danach seien die untersuchten Varianten eins bis drei nicht rentabel.

Dort werde erläutert, dass die nachfolgenden Ausführungen im Gutachten sich nur auf die Variante vier beschränkten. Auf den Kreuzungsbahnhof Allendorf werde verzichtet, "sodass die Investitionskosten für die Streckensanierung weiter reduziert werden können". Stein weiter: "Nicht die Sorge um Kostenminimierung für die Kommunen, sondern die Lösung nach einem schöngerechneten Weg wurde gewählt, um die Investitionskosten und den Betrieb im positiven Sinne des LB-Vereins darzustellen."

Den schon in der Machbarkeitsstudie und im Schlussgutachten genannten "Deutschlandtakt" der DB für eine Kostensteigerung heranzuziehen, zeige, "auf welch tönernen Füßen das Projekt steht". Ob ein "Kreuzungsbahnhof" als Endstation oder vorletzter Halt der Bahn in Zukunft Sinn ergebe, müssten Gutachten klären.

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