Wie bindet man den Nachwuchs ein?

  • vonVolker Heller
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Allendorf(vh). Der Jugendbeirat der Stadt Allendorf/Lumda war seinerzeit einer der ersten seiner Art im Landkreis Gießen. Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Hormann wurde das Gremium 1999 gegründet. Nach mehrmaligen Wahlperioden ist seit Mai 2019 der sechste Jugendbeirat im Amt. Ende 2019 fasste der Allendorfer Jugendbeirat den Beschluss, seine Tätigkeit zugunsten des Jugendforums Lumdatal einzustellen und stattdessen drei Stadtteil-AGs zu gründen. Für die Gründung der AGs wurden bereits Termine ausgesucht: Allendorf am 20. März, Climbach am 27. März und Nordeck-Winnen am 3. April (weitere Infos: juz-allendorf.de). Das Jugendforum Lumdatal mit den beteiligten Kommunen Lollar, Staufenberg, Allendorf und Rabenau wurde unterdessen um Buseck und Reiskirchen erweitert, kürzlich erst der Name in Jugendforum-Nord abgeändert.

Der Allendorfer Sozialausschuss unter Leitung von Brigitte Heilmann hat den vom Jugendforum angeregten Satzungsentwurf für eine künftige Kinder- und Jugendvertretung der Stadt nun ergebnislos diskutiert. Heilmann warb intensiv dafür, Jugendliche und junge Erwachsene an Entscheidungsprozessen für deren Lebenssituation und -planung zu beteiligen. Dass der Jugendbeirat sich auflösen wolle, schmeckte nicht jedem.

Ulrich Krieb (CDU) wollte für diesen Fall vor allem die künftige Zuständigkeit des städtischen Jugendpflegers Klaus Gröger geklärt wissen. Außerdem befürchte er Streitigkeiten zwischen Jugendbeirat und Jugendforum.

Bürgermeister Thomas Benz (FW) stellte fest, der Jugendbeirat habe sich bisher über die drei Jugendzentren definiert. Das solle auch so bleiben. Die Leitungsteams der Jugendzentren bleiben weiterhin bestehen. Die Beiratsmitglieder sind ohnehin in den Leitungsteams schon vertreten.

Beim geplanten Beschluss über die Satzung sollte zuvor ein Änderungsantrag der CDU abgestimmt werden. Der lag nicht jedem vor. Der Sozialausschuss verschob den Beschluss auf seine nächste Sitzung am 20. April. Andreas Schaper vom Gemeinwesenprojekt "Dabeisein" erklärte dem Ausschuss, der Jugendbeirat beabsichtige seine Auflösung, wenn die Satzung beschlossen sei (im Parlament). Jugendliche ermunterte er, in den Stadtteil-AGs mitzuarbeiten.

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