Kommunalwahl im Kreis Gießen

Stadtverordnetenversammlung Allendorf: Bergen-Krause will führen

  • Jonas Wissner
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Während die Allendorfer Sozialdemokraten bei der Kommunalwahl leichte Einbußen hinnehmen mussten, hat der Urnengang der ehemaligen Bürgermeisterin Annette Bergen-Krause einen Triumph beschert.

Allendorf (jwr). Während die Allendorfer Sozialdemokraten bei der Kommunalwahl leichte Einbußen hinnehmen mussten, hat der Urnengang der ehemaligen Bürgermeisterin Annette Bergen-Krause einen Triumph beschert: Die SPD-Politikerin war auf Platz neun der Parteiliste für die Stadtverordnetenversammlung angetreten, wurde durch die Vergabe von Einzelstimmen aber nach vorne gewählt.

Unterm Strich kommt Bergen-Krause nun auf 1284 Stimmen - ein Spitzenwert unter allen Kandidaten. Danach folgen der frühere FW-Fraktionsvorsitzende Reiner Käs (1223 Stimmen) und FW-Mann Sascha Wimmer (1158 Stimmen).

»Als am Sonntagabend das Trend-Wahlergebnis kam, war ich angesichts des SPD-Abschneidens sehr enttäuscht, habe aber auf das Kumulieren und Panaschieren gehofft«, sagte Bergen-Krause am Dienstag auf Anfrage. Nachdem sie 2017 als Bürgermeisterin nicht wiedergewählt worden war, saß sie, wie schon seit 2011, für die SPD im Kreistag und wird dort voraussichtlich wieder einziehen. Während dieser Zeit habe sie viele Rückmeldungen aus der Bevölkerung bekommen, sagt Bergen-Krause. »Ich habe den Allendorfern gesagt: Wenn ihr wollt, dass ich im Parlament wieder etwas bewegen und meinen Mund aufmachen kann, müsst ihr bei mir drei Kreuze setzen.« Ein Plan, der offenbar aufgegangen ist, und darauf sei sie »schon ein bisschen stolz«. Sie empfinde das Votum als »Anerkennung und Auftrag«.

Für anderen Politikstil

Weiter sagte Bergen-Krause: »Mein persönlicher Anspruch ist, als Fraktionsvorsitzende in die Stadtverordnetenversammlung einzuziehen.« Gespräche mit der Fraktion darüber stünden aber noch aus.

Sie wolle auch dazu beitragen, »dass ein anderer Politikstil in das Parlament zurückkommt«. In den letzten Jahren seien die Debatten häufig »ins Persönliche gegangen«, so ihr Eindruck.

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