Ausschuss bespricht Schwarzbau

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Allendorf(vh). Die geplante private Holzlagerstätte im Schrebergartengebiet "Turmgärten" in der Kernstadt Allendorf liegt vorerst auf Eis. Acht Holzständer auf Betonfundamenten ragen in den Himmel, an der höchsten Stelle bis 4,50 Meter. Auf der Dachkonstruktion fehlt noch die Abdeckung. Rundherum soll der Lagerplatz offen bleiben. Ein Baustopp verhindert momentan die Vollendung. Zum wiederholten Mal diskutierte nun der Bauausschuss darüber. Der neue Bauamtsleiter Markus Jung hat sich gut in die Materie eingearbeitet.

"Was dort steht, fällt nicht ins Baurecht", sagte er. Momentan sei die offene Hallenkonstruktion illegal. Der Bauherr könne den Zustand ändern, indem er das Nachbargrundstück erwerbe oder das Einverständnis des jetzigen Besitzers einhole. Das Problem dahinter erklärte Ulrich Krieb (CDU): Der Abstand der Fundamente zum Nachbargrundstück sei mit zweieinhalb Metern zu gering. Laut Baugesetz müssten es drei Meter sein. Im Gartengebiet sei eigentlich nur ein bebauter Raum von höchstens 30 Kubikmetern zulässig.

Jung gab zu bedenken, da für den zu geringen Grenzabstand keine Genehmigung des Nachbarn vorliege, gebe es zwingenden Handlungsbedarf. Man könne die Sache nicht ewig im Geschäftsgang lassen. Die Situation sei nicht zufriedenstellend. Jung: "Ich möchte Fortschritte sehen." Brunhilde Trenz (BfA/FDP) meinte, das Gartengebiet sei ein sensibler Bereich, das Gebäude zu groß dafür bemessen.

Der Bauherr war anwesend und sagte, es sei ihm bisher unmöglich gewesen, den Grundstückseigentümer zu ermitteln. Die Fundamente zum Nachbarn hin könne er notfalls versetzen. Jung und Ausschussvorsitzender Lothar Claar (BfA/FDP) sollen sich auf dem Gießener Bauamt kundig machen. Das beschloss der Ausschuss einstimmig.

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