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Feierstunde im Biebricher Schloss mit (v. l.) Martina Schaad, Hessische Staatskanzlei, Ministerin Angela Dorn, Preisträger Werner Heibertshausen und Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege.

Ausgezeichnetes Ehrenamt

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Allendorf/Wiesbaden (pm). Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn hat am Mittwoch in der Rotunde des Biebricher Schlosses in Wiesbaden den Hessischen Denkmalschutzpreis 2021 überreicht. Die Auszeichnung ehrt Privatpersonen und Organisationen, die eine Leidenschaft teilen: Sie haben mit individuellen Lösungen, handwerklich-technischem Geschick und besonderem Einsatz Denkmäler instandgesetzt oder erforscht.

Einen der drei Ehrenamtspreise, die mit je 2500 Euro, Urkunde und Hessenlöwe dotiert sind, nahm Werner Heibertshausen für die Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Allendorf/Lumda entgegen.

Historisches Erbe

»Ich bin tief beeindruckt, mit welcher Kraft, Leidenschaft und Sachverstand sich viele Ehrenamtliche über Jahre und Jahrzehnte ideell, oft aber auch finanziell dafür einsetzen, dieses historische Erbe zu schützen. Ihnen gebührt großer Dank und unsere Anerkennung«, sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer.

Die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Allendorf erstreckt sich über die ganze Bandbreite der Heimatgeschichte. Alte Bauten, Brunnen, Brücken und Wasserhäuser unter Denkmalschutz stellen zu lassen, aber auch die Vermittlung von Geschichte und Kultur sind zentrale Anliegen des 2013 gegründeten Vereins. Durch seine Arbeit wurde etwa eine große Ausstellung des Malers und Kirchenrestaurators Karl Faulstich aus Allendorf gezeigt, eine alte Bruchsteinbrücke an der Lumda unter Denkmalschutz gestellt und das alte Wasserhaus in Climbach saniert (die GAZ berichtete).

»Für die Geschichte und die Arbeit unserer Vorfahren hatte ich mich schon immer interessiert«, sagte Heibertshausen. Sein erstes Projekt war der Rückkauf und die Sanierung der alten Kirchturmuhr von 1892, die er nach einjähriger Recherche gefunden hatte. »Ich hatte Feuer gefangen und organisierte Geld und Menschen, die mit mir die Uhr reinigten und später zusammenbauten. Alles war Handarbeit, aber wir waren ein eingeschworenes Team«.

Diese Arbeit habe ihn beflügelt, weiter nach alten Schätzen im Archiv und in der Natur zu suchen und diese aufzuarbeiten. Und: »Dies geschieht alles ehrenamtlich und mit viel Herzblut.«

Geehrt wurden auch Zandra Martinez und Ulrich Malessa aus Ober-Ohmen für die Sanierung des Koallese-Hauses.

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