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Zwischen den Handlungsorten Leinwand und Bühne pendelt das Geschehen stetig hin und her.

Wie Allendorf die Welt rettet

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Allendorf (vh). Ein Raumschiff mit Außerirdischen setzt zur Notlandung ausgerechnet in Allendorf an der Lumda an. Genau dieses Szenario war am Montag- und Dienstagabend der Rahmen für die Aufführung des mittlerweile vierten "Movicals" der Clemens-Brentano-Europaschule am dortigen Standort. Es nannte sich "Lunarium" - wie der geheimnisvolle Stoff, aus dem die Raumfahrer ihre lebensnotwendige Energie bezogen.

Das weltweit einzig bekannte Vorkommen sollte ausgerechnet bei Allendorf liegen. Ein leicht verwirrter Wissenschaftler, Professor Ralfenbach (Ralf Achenbach, Leiter des Standorts Allendorf der CBES), der als Eremit (nur ein Portrait von Einstein hängt an der Wand) in einer Hütte hinter der Schule lebt, hatte eine Pulle des wertvollen Energiestoffs gebunkert.

Man könnte auch sagen, was für ein Glück, dass die Außerirdischen in Allendorf gelandet sind, denn so gelangte das Lunarium in richtige Hände und schließlich weit weg von der Erde. Anderenfalls hätte sich der Bösewicht der Geschichte, der auf die Weltherrschaft ausgerichtete Mr. X (Wolfgang Blume, Stufenleiter 5/6) dessen bemächtigt.

Würde man den Fall nun großzügig auslegen, dann hätte Allendorf zu Beginn dieser Woche die Welt gerettet. An dieser beachtenswerten Leistung hatten über 80 Menschen Anteil. Die Gesamtverantwortung trugen wieder die Musiklehrer Harald Kraehe und Daniel Miller.

Film, Musik und Gesang

Das "Movical" steht als Begriff noch nicht im Duden, es ist eine weitere Spezialität aus Allendorf. Movie steht für den Videofilm. Gedreht wurde an der Schule, außerhalb, im Rathaus bei Bürgermeister Thomas Benz, in der CBES Lollar bei Schulleiter Andrej Keller und in verschiedenen Geschäften. Musical steht für die theatralische Darstellung auf der Bühne der Schulaula. Die Schüler hatten sogar einige Lieder einstudiert. Livemusik darf dabei nicht fehlen, es spielten Michael Landmesser (Querflöte) und Beatrix Miller (Geige), Tim Lautenschläger (Bass), Jan Kraehe (Schlagzeug) und Harald Kraehe (E-Piano).

Der Handlungsstrang wechselte stetig zwischen Leinwand und Bühne. Auf der Bühne wiederum traf man die liebenswerte Familie Schmidt, die zufällig auf die Weltraumgäste traf, die Belegschaft des Mr. X (arbeitete für umsonst), den Professor Ralfenbach oder die Außerirdischen.

Eine schier unglaubliche Leistung, die als Gesamtkunstwerk eigentlich die Aufmerksamkeit des hessischen Kultusministeriums erlangen sollte. Ein Musical oder Theaterstück kann jede Schule, ein "Movical" ist das Alleinstellungsmerkmal von Allendorf. Manchmal profitiert sogar die ganze Welt davon.

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