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Das künftige Baugebiet Auf der Hege II liegt am nördlichen Stadtrand von Allendorf/Lumda. Der städtische Bauausschuss hat einstimmig den Aufstellungsbeschluss gefasst. Die Häuser hinter der Streuobstwiese bilden den Abschluss des Baugebietes Auf der Hege I.

Kommunalpolitik

Baugebiet entsteht in Allendorf: 70 Bewerbungen für 29 Plätze

  • vonVolker Heller
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In seiner konstituierenden Sitzung hat der städtische Bauausschuss einstimmig seinen ersten Beschluss in der neuen Wahlperiode gefasst: den Aufstellungsbeschluss für das künftige Baugebiet Auf der Hege II am nördlichen Stadtrand von Allendorf.

Allendorf – Noch wird das Gelände landwirtschaftlich genutzt (Wiese, Acker). Im Südwesten gibt es einen Streuobstbestand. Für die geplanten 29 Bauplätze liegen momentan bereits 70 Bewerbungen vor.

Weil das Baugebiet an einem Südhang liegt, sollen Energieeffizienz und Klimaschutz einen hohen Stellenwert erhalten. Mathias Wolf vom Planungsbüro Fischer (Wettenberg) hatte bereits auf der Februar-Sitzung des Parlaments eine Reihe Vorschläge dazu gemacht. In Ergänzung dessen sollte jetzt im Bauausschuss eigentlich Markus Ferber referieren. Der in Treis wohnende Fachmann für Effizienzhäuser und CO2-neutrales Wohnen konnte den Sitzungstermin aber nicht wahrnehmen. Wolf erläuterte daraufhin nochmal das Vorhaben.

Das Baugebiet werde bereits im Regionalplan Mittelhessen aus dem Jahr 2010 und im Flächennutzungsplan der Stadt Allendorf/Lumda von 2008 als ein solches berücksichtigt. Wolf geht davon aus, auch im neuen Regionalplan Mittelhessen, der diesen September vorliegen soll, werde das so sein. Der Paragraf 13 b im Baugesetz über die Einbeziehung von Außenbereichsflächen in das beschleunigte Verfahren sei vom hessischen Landtag noch nicht beschlossen.

Wolf schlug vor, »wir fangen regulär an« - mit einem zweistufigen Bauleitverfahren. Wolle man im Bebauungsplan Auflagen für den Klimaschutz festlegen, müssten diese städtebaulich begründbar sein, sagte der Fachmann.

Hierzu zähle etwa ein verbindlicher Anteil Fotovoltaik von 30 Prozent der Dachfläche, ebenfalls die Begrünung von Flachdächern und Carports. Schwieriger sei das Festlegen auf eine Fassadenbegrünung. Für Mehrfamilienhäuser käme das durchaus in Frage, bei Einzel- und Doppelhäusern könne die Stadtpolitik Fassadengrün bestenfalls anregen. Wolf informierte: »Bis vor wenigen Jahren war das ein ›no go‹, jetzt wird es modern«.

Erschlossen werden soll das Baugebiet entweder durch zwei Stichstraßen oder eine Ringstraße. Jedenfalls sollten im öffentlichen Straßenbereich Bäume stehen. Wolf dazu: »Die spenden Schatten, bringen Frischluft und mindern Staub«. Alternativ könnten die Bauherren aufgefordert werden, jeweils zwei Bäume auf ihrem Grundstück zu pflanzen. Das Baugesetz erlaubt ein sogenanntes Pflanzgebot.(vh)

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