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Vor allem Dankbarkeit

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Ich wünsche mir für 2021, dass die Leute angesichts der ganzen Situation im letzten Jahr nicht mehr alles für selbstverständlich nehmen. Und dass sie sich bewusst sind und werden, wie gut es uns schon immer ging. Wir alle dürfen dankbar sein, wenn wir gesund sind.

Als Wirtin und als geselliger Mensch freue ich mich natürlich darauf, dass wir bald wieder Feste ohne Einschränkungen feiern können, dass jeden Tag die Sonne scheint und mein Biergarten schön voll sitzt.

Es ist wirklich wichtig, dass die ganze Gastronomie hoffentlich bald wieder relativ normal laufen kann. Eben damit all jene Menschen, die während der ganzen Zeit gar kein Geld verdienen konnten, wieder Fuß fassen. Und wenn ich noch einen Wunsch frei habe, dann wünsche ich mir, dass alle Menschen, die in der Kranken- und Altenpflege arbeiten, besser berücksichtigt und entsprechend entlohnt werden. so/ FOTO: SO

Steffi Rink

Wirtin im Wißmarer Erlenhof

Ganz oben auf meiner Wunschliste steht, dass alle Familien und Mitarbeiter unserer Kita "Henrys kleine Forscher" gesund bleiben und wir die Pandemie weiter gut meistern. Die Elternschaft war bisher sehr einsichtig, die Kinder wurden auch bei geringen Erkältungssymptomen vorsichtshalber zu Hause betreut. Auch die Mitarbeiter haben private Kontakte auf ein Minimum reduziert. Außerdem würde ich mir wünschen, dass wir unsere wunderschöne Einrichtung endlich der breiten Öffentlichkeit vorstellen können, wegen des ersten "Lockdowns" konnten wir die Einweihung leider nicht wie geplant stattfinden lassen. Wir hoffen, dass wir 2021 unser "offenes Konzept" umsetzen können. Im Moment müssen wir die Gruppen ja leider strikt trennen. JWR/FOTO: JWR

Birgit Theophel

Leiterin DRK-Kita in Daubringen

Ich wünsche mir für dieses Jahr mehr Solidarität der Menschen gegenüber ihren Mitmenschen, insbesondere den schwächsten. Das bedeutet, dass man Dinge mitträgt, auch wenn sie vielleicht unangenehmen sind, uns in der Pandemie aber gesamtgesellschaftlich weiterbringen. Darüber hinaus würde ich mich freuen, wenn wir wieder mehr Nähe zueinander suchen dürften. Dass es wieder möglich ist, andere in den Arm zu nehmen, ohne Befürchtungen hegen zu müssen. Von der Politik wünsche ich mir eine klarere Kommunikation. Das Hin und Her ist für die meisten Menschen wenig hilfreich. TI/FOTO: PM

Für dieses Jahr wünsche mir mehr Anstand, Rücksicht, Toleranz und Respekt. Als US-Amerikanerin habe ich die Präsidentschaftswahlen verfolgt. Nach vier Jahren Hass, Respektlosigkeit und Spaltung durch Donald Trump habe ich mich über den Wahlsieg Joe Bidens gefreut. Für das nun begonnene Jahr hoffe ich, dass Trump so wenig Einfluss wie möglich hat.

Mehr Rücksicht wünsche ich mir auch in der Nachbarschaft, vor wenigen Tagen hat mich nachts eine Party nebenan aus dem Schlaf gerissen. Ich hoffe, dass wir Corona in den Griff bekommen. Und als Künstlerin hoffe ich, dass wir bald wieder auf der Bühne stehen können. Von den Medien erwarte ich, dass sie mit Vorsicht über die Pandemie berichten. srs/ FOTO: MO

Barbara Yeo-Emde

US-Amerikanerin und Künstlerin in Krofdorf

Meine Wünsche für 2021 sind dreigeteilt. Sie gelten erstens all den Musikern und Künstlern, mit denen wir bei künstLich eng zusammenarbeiten. Ich bekomme hautnah mit, wie komplett bedroht ihre berufliche Existenz ist. Ihnen allen wünsche ich, dass sie durchhalten und bald wieder wie gewohnt auftreten können. Mein zweiter Wunsch betrifft das Kino Traumstern. Ich wünsche mir, dass die Betreiber weitermachen können und dass das Kino als Ort erhalten bleibt. Lich ohne Traumstern kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Mein dritter Wunsch ist ein persönlicher. 2019 hatte ich gesundheitliche Probleme. Das hat sich stabilisiert und ich hoffe, dass sich diese positive Entwicklung fortsetzt. US/FOTO: PM

Peter Damm

Kulturkoordinator in Lich

Jürgen Kuhn

Pfarrer, ev. Kirchen Großen-Buseck

Ich wünsche mir, dass nach der Corona-Krise nicht nur nach Fehlern gesucht wird, sondern auch nach Lösungen und dass diese dann schnell und mutig umgesetzt werden.

Die momentane Zeit verlangt dem Pflegepersonal viel ab. Der Pflegeberuf ist jetzt noch kraftraubender als er sonst schon ist, weil jeden Tag aufs Neue eine Höchstleistung an physischer und psychischer Art von uns Pflegekräften abverlangt wird.

Mein allergrößter Wunsch ist, dass die Isolierung der Menschen bald aufhört, die gewohnte Freiheit wiederkehrt und dass die Angehörigen wieder ihre Lieben besuchen und ihnen die nötige Zuwendung geben können. Ich hoffe, dass sich so bald wie möglich ganz viele Menschen impfen lassen und so die Voraussetzung für eine gewisse Normalität im täglichen Zusammenleben schaffen.

Es muss sich im Bereich der Pflege auch Grundsätzliches ändern: Erforderlich sind nicht nur angemessene Löhne, sondern auch planbare und familienfreundliche Arbeitszeiten. Auch müsste die Pflegekammer den Pflegeschlüssel erhöhen, denn auch in Zeiten ohne Pandemie ist mehr Pflegepersonal nötig. PAD/FOTO: PM

Ursula Schymalla

Altenpflegerin in Linden

Eine wesentliche Hoffnung für das neue Jahr ist, dass wieder eine gewisse Normalität zurückkehrt. Das heißt, sich mit Menschen wieder persönlich und ohne Bedenken treffen zu können. Auch eine Rückkehr zu normalen, geregelten Arbeitszeiten, die in den vergangenen Monaten im Gesundheitsamt des Kreises schlicht nicht möglich waren, ist ein Wunsch.

Neben Normalität wünsche ich mir vor allem Freiheit. Damit meine ich, nicht mehr nur Fälle abzuarbeiten und ständig auf neue Entwicklungen der Pandemie reagieren zu müssen. Ich hätte gerne wieder Zeit, in meinem Arbeitsfeld präventiv zu arbeiten und mich vor Ort mit Zukunftsfragen im Bereich der Hygiene zu beschäftigen, zum Beispiel mit Anforderungen des Klimaschutzes.

Und nicht zuletzt hoffe ich auch, im Jahr 2021 endlich mal wieder in einem Konzert im Publikum zu sitzen und Musik zu lauschen. Ich höre gerne Jazz. SRS/FOTO: SRS

Dr. Anja Hauri

Leiterin des Sachgebiets Hygiene im Gesundheitsamt

Ich hoffe, dass in diesem Jahr wieder mehr persönlicher Kontakt zu unseren Schülern möglich und verantwortbar ist, denn auch dieser leistet einen großen Beitrag zu einer gelingenden Bildungs- und Erziehungsarbeit. Seitens der Politik erwarte ich eine verlässliche Kommunikation und mehr Planbarkeit, auch wenn mir klar ist, dass man dort immer wieder gezwungen ist, umzudenken und Entscheidungen an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen.

Wir freuen uns, 2021 die energetische Sanierung des Hauptgebäudes abzuschließen und auf unser Schuljubiläum, wobei wir noch nicht wissen, in welcher Form wir es feiern können. TI/FOTO: PM

Alexandra Kuret

Leiterin der Gesamtschule Hungen

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