Reiserückkehrer sollen sich melden. Foto dpa:

Corona

Aktuelle Regelungen für Urlauber

  • vonred Redaktion
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Rückkehrer aus Risikogebieten sollten sich ohne Ausnahme beim Gesundheitsamt melden.

Gießen(pm/so). Wie verhalten sich Urlauber richtig, die in den Kreis Gießen zurückkehren? Wer muss in Quarantäne? Wer muss sich beim Gesundheitsamt melden? Das wirft täglich neue Fragen auf im Miteinander von Behörden-mitarbeitern und Urlaubern. So etwa, welche Aussagekraft ein Test mit negativem Befund hat, der maximal 48 Stunden vor oder erst bei der Einreise am Flughafen gemacht wurde. Da gibt es Unsicherheiten.

Hinweise des Gesundheitsamtes

Deshalb präzisiert das Kreisgesundheitsamt nochmals seine Hinweise und bittet nachdrücklich: Wer aus einem Corona-Risikogebiet zurückkehrt, sollte sich ausnahmslos und umgehend nach der Rückkehr beim Gesundheitsamt melden. Die Corona-Verordnungen des Landes sehen entsprechende Regelungen für Reiserückkehrer vor. Aber es gibt eben Ausnahmen. "Dies sorgt bei vielen Reisenden für Informationsbedarf", heißt es seitens der Fachleute.

So müssen sich Personen, die aus einem vom Robert Koch-Institut definierten Risikogebiet einreisen, sofort und ohne Umweg nach Hause und 14 Tage in Quarantäne begeben. Außerdem sind sie verpflichtet, sich umgehend beim Gesundheitsamt zu melden. Aber: Von dieser Pflicht ausgenommen sind Reisende, die mit einem gültigen ärztlichen Zeugnis in deutscher oder englischer Sprache belegen, dass keine Anhaltspunkte für eine SARS-CoV-2-Infektion bestehen. Grundlage muss ein vorheriger Test sein.

Tests sind nur eine Momentaufnahme

Gerade hier gebe es in Zusammenhang mit den an Flughäfen angebotenen Tests Raum für falsche Interpretationen, sagt Dr. Anja Hauri, die Leiterin des Sachgebiets Hygiene im Gesundheitsamt. Denn ein einmaliger Test sei immer nur eine Momentaufnahme. Auch bei einem einmaligen negativen Ergebnis sei nicht ausgeschlossen, dass sich eine Person infiziert hat - die Viruslast zum Zeitpunkt des Tests aber noch nicht so groß war, dass die Infektion nachweisbar war. Und: "Auch im Zeitraum nach dem Test und bis zur Einreise nach Deutschland kann eine Ansteckung erfolgen", sagt Hauri.

Reiserückkehrer sollen sich melden

Wie rasch sich Infektionszahlen durch einzelne Personen nach einer Reiserückkehr steigern können, haben die vergangenen Wochen gezeigt. "Seit dem 1. Juli bis zum Morgen des 23. Juli sind 17 von 18 Covid-19-Fällen im Landkreis darauf zurückzuführen", sagt Landrätin Anita Schneider. Sie appelliert an alle Reisenden - auch Urlauber innerhalb Deutschlands oder der EU - sich über die Situation vor Ort zu informieren und auch unterwegs Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Das Gesundheitsamt bittet alle Personen, die aus Risikogebieten oder Gebieten mit örtlich begrenzten hohen Fallzahlen zurückkehren, sich ausnahmslos und umgehend telefonisch zu melden. In der Beratung können alle weiteren Fragen geklärt werden. So etwa, was es mit der Quarantäne auf sich hat. Gefragt wird auch, ob Reiserückkehrer in sensiblen Berufen arbeiten, etwa im Krankenhaus, Altenheim Kita oder Schule, oder ob im familiären/häuslichen Umfeld Risikopersonen leben. Auf jeden Fall bittet das Gesundheitsamt um Kontaktdaten.

Die Kontaktdaten

Das Gesundheitsamt des Landkreises Gießen ist zu erreichen unter Tel. 0641/9390-3560 (Mo. bis Do. 8 bis16 Uhr, Fr. 8 bis 14 Uhr, Sa. 11 bis 15 Uhr) E-Mail hygiene@lkgi.de.

Hinweise des Landes Hessen für Reiserückkehrer im Internet unter: https://soziales.hessen.de/ gesundheit/infektionsschutz/corona-hessen/quarantaenebestimmungen-fuer-rueckreisende.

Hinweise des Robert-Koch-Instituts zu Risikogebieten unter: https://www.rki.de/DE/ Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html. so

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