ACE warnt vor Diebstahl von Katalysatoren

  • VonRedaktion
    schließen

Gießen (pm). In diesem Jahr werden laut Umfragen besonders viele Reisewillige mit dem Auto unterwegs sein. Ob am Urlaubsort oder auch vor dem Reisebeginn zu Hause: Gerade in den Sommerferien sei auf eine sichere Abstellmöglichkeit für das Auto zu achten, um dem Katalysator-Diebstahl vorzubeugen, sagt Gerd Wegel, 1. Kreis-Vorsitzender des Autoclubs ACE.

Katalysatoren seien besonders begehrtes Diebesgut, erklärt der Biebertaler. »Grund dafür ist das wertvolle Innenleben in Kombination mit steigenden Rohstoffpreisen: Das Fahrzeugteil zur Abgasnachbehandlung enthält die Edelmetalle Palladium, Platin und Rhodium. Gerade die Rhodium-Preise sind in den letzten Jahren stark angestiegen und beim Recycler winken aktuell mehrere hundert Euro für einen gebrauchten Kat. Bestohlene müssen manchmal tausende Euro aufwenden, um die Auspuffanlage zu reparieren.«

Diebstahlgefährdet seien vor allem ältere Benziner, deren »Kat« nicht nur mehr Rhodium enthält, sondern auch leicht zugänglich verbaut ist, sagt Wegel. Ebenfalls erhöht sei der Anteil an Edelmetallen in Hybrid-Fahrzeugen. Daneben stünden Sprinter und Wohnmobile hoch im Kurs, da sie aufgrund ihrer Höhe nicht einmal angehoben werden müssten, um an den Katalysator zu gelangen. »Geübte Hände benötigen hier nur wenige Minuten, um den Katalysator auszubauen. In neueren Fahrzeugen ist der Kat besser geschützt und zum Beispiel im Motorraum verbaut«, sagt Wegel.

Ein derartiger Diebstahl könne aber nicht nur im Ausland passieren. Auch im Landkreis Gießen sei es schon zu mehreren Vorfällen gekommen, sagt Wegel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare