Trotz hoher Rücklagen

Abwassergebühr sinkt vorerst nicht

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Wettenberg(so). Die gute Nachricht: Wasser- und Abwassergebühren bleiben für die Bürger in Wettenberg unverändert auf einem moderaten Niveau. 2,40 Euro sind für den Kubikmeter Trinkwasser fällig. Die gleiche Menge Abwasser kostet in der Entsorgung 2,20 Euro. Die schlechte Nachricht: Sie sinken aber auch nicht. Im September hatten die Freien Wähler in der Gemeindevertretung angeregt, über niedrigere Abwassergebühren nachzudenken. Dies mit Blick auf hohe Einnahmen bei moderaten Ausgaben - und in Konsequenz einer großen Rücklage.

"Wir wären gut beraten, den Bürgern zurückzugeben, was sie zu viel an Gebühren bezahlt haben, warb Karl Fiedler von den Freien Wählern am Donnerstag in der Gemeindevertretung. Zur Abstimmung stellte er dies jedoch nicht.

In der Betriebskommission der Gemeindewerke war das Senken der Abwassergebühren angesichts des erheblichen Überschusses diskutiert worden; der Finanzausschuss der Gemeindevertretung hatte sich aber damit nicht befasst.

Der Bürgermeister verwies darauf, dass es der Überschüsse bedarf, um Investitionen zu finanzieren. So erwartet Thomas Brunner zusätzliche Auflagen bei den Klärwerken in Gießen und Lollar, die das Wettenberger Abwasser reinigen; etwa zum Herausfiltern von Mikroplastik oder von Medikamentenrückständen. Die Alternative wären kreditfinanzierte Investitionen - bei denen dann noch Zinsen zu zahlen wären. Im übrigen, so der Bürgermeister, würden die Bürger nicht über Gebühr belastet: "Wir nehmen den Bürgern nicht mehr ab, als wir sollten!"

Der Wirtschaftsplan der Gemeindewerke ist mit breiter Mehrheit bei zwei Enthaltungen aus den Reihen der Freien Wähler beschlossen worden.

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