Ab ins Wasser

  • Rüdiger Soßdorf
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Gießen (so). Der Landkreis Gießen soll im kommenden Jahr kostenlose Schwimmkurse für Grundschüler anbieten. Das ist Konsens quer durch alle Fraktionen. Wie das allerdings umgesetzt werden soll, muss in den kommenden Wochen erörtert und ausgearbeitet werden. »Letztendlich ist der Bedarf für ein solches Angebot groß, damit Kinder Schwimmen lernen«, sagt Felicitas Beuschel (CDU) und verweist darauf, dass durch die pandemiebedingten Einschränkungen seit März 2020 der Schwimmunterricht für Grundschüler häufig ausgefallen ist.

Die Idee der Koalition von CDU, Grünen und Freien Wählern, die Beuschel im Kreistagsausschuss für Schule und Sport am Dienstag vorstellte: In den Schulferien sollten ab 2022 gemeinsam mit Partnern Schwimmkurse angeboten werden - und zwar als kostenloses zusätzliches Angebot in Ergänzung zum Schulschwimmen im Rahmen des Unterrichts.

Ausloten der Möglichkeiten

Auch die SPD-Opposition begrüßt diese Initiative, regte jedoch an, dies nicht auf die Ferienzeit zu begrenzen. Denn das sei schließlich Urlaubszeit für Familien. Sozialdemokratin Elke Högy befürchtet, dass man so nur einen Teil der Kinder erreicht. Zudem ist es für die Genossen vorstellbar, ein solches Angebot mit der Betreuung im »Pakt für den Nachmittag« an den Grundschulen zu koppeln und zugleich auf zwei Jahre zu planen.

Für Schuldezernent Christopher Lipp (CDU) und die Kreisverwaltung gilt es nun zu prüfen, wie hoch die Kosten sind, wo es freie Zeitfenster in den Bädern für ein solches Angebot gibt und vor allem, wer es anbietet. Gedacht ist da an Sportlehrer mit entsprechender Qualifikation sowie den Sportkreis Gießen, Badbetreiber, DLRG oder Schwimmvereine als Kooperationspartner.

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