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25 000 Euro für Pro Familia

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Von: red Redaktion

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Gießen (pm). Auch 2022 unterstützt der Landkreis Gießen finanzschwache Menschen, die Hilfe rund um die Themen Verhütung und sexuelle Selbstbestimmung benötigen. 25 000 Euro umfasst der Empfängnisverhütungsmittelfonds, den die ProFamilia Hessen gGmbH zu diesem Zweck nutzen kann.

Die Aufstockung um weitere 2 500 Euro ist bereits auf den Weg gebracht und soll nach der Genehmigung des Haushalts einem erweiterten Personenkreis zufließen.

Seit 2009 gibt es den Empfängnisverhütungsmittelfonds; Menschen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder Arbeitslosengeld II beziehen, Sozialhilfeempfänger und diejenigen, die Grundsicherung erhalten, können Unterstützung beantragen. Künftig sollen auch all jene davon profitieren, die Bundesausbildungsbeihilfe oder BAföG beziehen.

Erhöhung des Fonds

»Über die Vergabe der Fördermittel stehen wir in engem Austausch mit ProFamilia. Dabei wurde in den vergangenen Jahren deutlich, dass es auch bei Auszubildenden, Schülern und Studierenden einen Bedarf gibt. Darauf wollen wir mit der Erhöhung des Fonds reagieren«, sagte Landrätin Anita Schneider.

Der Empfängnisverhütungsmittelfonds ist vor allem vor dem Hintergrund der fehlenden Finanzierung durch die Krankenkassen wichtig, sagt Angelika Kämmler, Frauenbeauftragte im Landkreis: »Nach dem 22. Lebensjahr müssen junge Menschen selbst für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel aufkommen.«

Menschen, die zum Begünstigtenkreis zählen, müssen die Kostenübernahme vorab bei der ProFamilia-Beratungsstelle in Gießen vereinbaren. Dazu ist ein aktueller Bescheid über den Leistungsbezug, eine Kopie des Ausweises und ein von der Arztpraxis ausgestellter Kostenvoranschlag beziehungsweise eine Kopie des Rezeptes nötig. Terminvereinbarungen sind unter 06 41/77 12 2 möglich.

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