„Zurück ans Meer“: Charlotte Breuer (Hannelore Hoger) und Mara (Nina Hoger) stehen an der Reling einer Fähre, der Wind zerzaust ihre Haare.
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Mutter und Tochter auf der Fähre: Charlotte Breuer (Hannelore Hoger, r.) und Mara (Nina Hoger) stellen sich gemeinsam der Vergangenheit.

Ab 20.15 Uhr im Zweiten

„Zurück ans Meer“ heute im ZDF: Dieser Kniff macht das Mutter-Tochter-Drama so intensiv

  • VonSophie Mahr
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Im ZDF läuft heute zur Prime Time „Zurück ans Meer“. Das Mutter-Tochter-Psychodrama ist den beiden Hauptdarstellerinnen auf den Leib geschneidert.

Hamburg/Kopenhagen – Das ZDF zeigt heute (04.10.21) Abend ein aufwühlendes Psychodrama: Der Film vereint Umgang und Kampf gegen ein 20 Jahre altes Trauma mit der Suche nach einem Entführer. „Zurück ans Meer“ will mit einer berührenden Mutter-Tochter-Geschichte die gravierenden Folgen eines Verbrechens für die Opfer zeigen. Hier sollen nicht Täter oder Ermittler im Vordergrund stehen, sondern vielmehr der seelische Schmerz und die grauenhafte, lange Nachwirkung von Gewalt.

Mara Breuer (Nina Hoger) fährt an die Ostsee, um einen letzten Therapieversuch gegen ihr Trauma zu wagen, das einst durch eine Entführung ausgelöst wurde. Dabei wird sie von ihrer Mutter Charlotte (Hannelore Hoger) begleitet. Während Mara bei der Therapie ist, glaubt Charlotte, die Stimme des damaligen Entführers wiederzuerkennen. Von da an verfolgt sie den Mann namens Kjell Mortensen (Jens Albinus), um ihn zum Geständnis zu zwingen – und landet bald selbst im Gefängnis. Doch sie gibt nicht auf.

ZDF Psychodrama „Zurück ans Meer“: Ein Drehbuch für Mutter und Tochter mit dem Team von „Bella Block“

Dass die beiden Hauptdarstellerinnen denselben Nachnamen tragen, ist natürlich kein Zufall. Hannelore (80) und Nina (60) Hoger sind auch im echten Leben Mutter und Tochter. Hannelore ist dem TV-Publikum bestens bekannt aus ihrer Kult-Rolle als „Bella Block“, Nina spielte sieben Jahre lang in „Um Himmels Willen“ mit. Das Besondere an ihrem neuen Film „Zurück ans Meer“ ist: Mutter und Tochter werden nicht nur von den Hogers gespielt, das Drehbuch wurde extra für sie geschrieben.

Das Konzept zu dem ZDF-Film „Zurück ans Meer“ stammt von Produzentin Cornelia Wecker, die sieben Filme der „Bella Block“-Reihe mit Hannelore Hoger als Kommissarin betreut hat. Sie entwickelte die Idee, mit Hannelore und Nina Hoger eine emotionale Mutter-Tochter-Geschichte zu drehen. Die beiden Frauen standen zuletzt für „Vier Meerjungfrauen“ gemeinsam vor der Kamera.

Zuerst wurden Drehbuchautor und Regisseur für dieses neue Projekt gesucht und gefunden. Beide Posten wurden ebenfalls aus dem Film-Team um die ehemaligen „Bella Block“-Filme besetzt: Autor ist Fabian Thaesler und Regisseur Markus Imboden. Die „Bella Block“-Reihe wurde nach Angaben des ZDF auf Wunsch von Hannelore Hoger beendet.

Was sagen Mutter und Tochter Hoger zum ZDF-Dreh von „Zurück ans Meer“

„Es war nicht das erste Mal, dass ich zusammen mit Nina spiele. Vielleicht ist das für die Regie komplizierter als für uns. Ich finde es gelungen und würde das gerne öfter machen“, sagte Hoger Senior dem ZDF zum Zusammenspiel mit ihrer Tochter. „Natürlich war es bei der Intensität der Geschichte hilfreich, sich gut zu kennen. So fallen die ‚Anlaufschwierigkeiten‘ weg. Aber letztlich spielen wir zwei Figuren und nicht uns selbst. Und so viele Szenen haben wir ja gar nicht miteinander“, berichtete Nina Hoger.

Die Erstausstrahlung des Psychodramas ist heute Abend um 20.15 Uhr im ZDF, doch abgedreht war der Film bereits 2019. „Zurück ans Meer“ wurde in 23 Drehtagen im September und Oktober 2019 in Deutschland und Dänemark gedreht, also noch vor dem Beginn der Corona-Pandemie. Die Drehorte waren Hamburg und Umgebung, Kopenhagen sowie die dänische Küste.

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