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„Werk ohne Autor“: Handlung, Drehorte und Schauspieler des Dramas in der ARD-Mediathek

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Von: Kim Luisa Engel

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Nominierung Oscar 2019 - «Werk ohne Autor»
In „Werk ohne Autor“ versucht Maler Kurt Barnert (Tom Schilling) seinen Stil zu finden. © Disney/dpa

Der deutsche Kinofilm „Werk ohne Autor“ lief am Montag im Ersten und ist nun in der ARD-Mediathek verfügbar. Handlung, Drehorte, Produktion und Darsteller des Dramas im Überblick.

Leichte Kost für einen Montag-Abend ist „Werk ohne Autor“ sicherlich nicht. Das Drama, das 2018 im Kino lief, dauert nicht nur knapp drei Stunden, sondern widmet sich auch heiklen Themen wie „entarteter“ Kunst und der Euthanasie der Nationalsozialisten. Dabei dreht sich der Film von Oscar-Gewinner Florian Henckel von Donnersmarck um die zentrale Frage, wie wahrhaftige Kunst entsteht. Der ARD-Film ist dem Leben von Maler Gerhard Richter nachempfunden, der hier Kurt Barnert heißt. Ein Überblick zu Handlung, Drehorten, Produktion und den Schauspielern von „Werk ohne Autor.“

„Werk ohne Autor“ (ARD): Die Handlung des Dramas

DDR, 1950er Jahre: Kurt Barnert, ein hochtalentierter Maler, ist auf dem Weg, ein bedeutender Künstler des Sozialistischen Realismus zu werden. An der Dresdener Kunstakademie lernt er Modestudentin Ellie kennen - es ist Liebe auf den ersten Blick. Bald zieht Kurt als Untermieter in die Villa von Ellies Eltern ein. Er ahnt nicht, dass ihr Vater, der angesehene Frauenarzt Prof. Seeband, wegen seiner Verbrechen in der NS-Zeit unter falschem Namen in der DDR untertauchte.

Genauso wenig weiß er, dass sich ihre Lebenslinien schon einmal gekreuzt haben: Prof. Seeband ist verantwortlich für den Tod von Kurts geliebter Tante, die der Euthanasie im Dritten Reich zum Opfer fiel. Die Erinnerung an seine lebenslustige und kunstbegeisterte Tante begleitet Kurt sein ganzes Leben. Als er – inzwischen mit Ellie in die BRD geflüchtet – in den 1960ern an der Düsseldorfer Akademie studiert, beginnt Kurt unbewusst, seine Biografie zu verarbeiten. Ohne es zu wissen, schafft er ein ungewöhnliches Gemälde, das eine unentdeckte Verbindung zwischen Täter und Opfer herstellt. Wird Prof. Seebands Geheimnis ans Licht kommen?

„Werk ohne Autor“ (ARD): Drehorte und Produktion des Kinofilms

Die Dreharbeiten zu „Werk ohne Autor“ fanden von Juni bis September 2016 in Berlin, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Polen statt. Eine Villa in der Südvorstadt von Görlitz in Sachsen wurde dabei in eine russische Kommandanten-Villa umgewandelt. Weitere Parts des Films wurden außerdem im umliegenden Zittau, Großschönau sowie in Dresden gedreht.

Werk ohne Autor“ ist eine Produktion der Pergamon Film und Wiedemann & Berg Film Produktion in Koproduktion mit Beta Cinema, ARD Degeto und dem Bayrischen Rundfunk, außerdem in Zusammenarbeit mit Sky Deutschland, Rai Cinema und Arte. Regie und Drehbuch stammen dabei von Florian Henckel von Donnersmarck, der 2007 einen Oscar in der Kategorie „Bester Fremdsprachiger Film“ für seinen Politthriller „Das Leben der Anderen“ gewann. 2010 gelang ihm mit „The Tourist“, mit Angelina Jolie und Johnny Depp in den Hauptrollen, ein weltweiter „Box Office Hit“.

Werk ohne Autor“ feierte seine Weltpremiere bei den 75. Internationalen Filmfestspielen von Venedig im Spätsommer 2018. Im Jahr darauf wurde er als deutscher Beitrag für die Oscarverleihung 2019 eingereicht, wo er auch in den Kategorien „Bester Fremdsprachiger Film“ und „Beste Kamera“ nominiert wurde. Das Drama kam am 3. Oktober 2018 in die deutschen Kinos, weltweit spielte er 6,3 Millionen Dollar ein.

„Werk ohne Autor“ (ARD): Die Darsteller des Kino-Dramas

Die Hauptrolle des Kurt Barnert verkörpert der vielprämierte Berliner Schauspieler Tom Schilling. Schon als Jugendlicher spielte Schilling erste Theater-Rollen am Berliner Ensemble. Sein filmischer Durchbruch gelang ihm im Jahre 2000 in „Crazy“, nach dem gleichnamigen Roman von Benjamin Lebert. Weite Bekanntheit erlangte er in Deutschland durch sein Mitwirken in „Napola - Elite für den Führer“ in 2004. Für seine Hauptrolle in Jan-Ole Gersters Tragikomödie „Oh Boy“ gewann Schilling den Bayrischen und Deutschen Filmpreis. Auch für seine Rolle im Fernseh-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ gewann er mehrere Preise, unter anderem einen Bambi in der Kategorie „Schauspieler National“.

Barnerts Schwiegervater Prof. Seeband wird von Sebastian Koch gespielt, einem der derzeit bekanntesten deutschen Schauspieler. Neben mehreren Auftritten in Krimis wie „Derrick“ und „Tatort“ in den 80er Jahren, gewann er 2002 den Grimme-Preis für seine Verkörperung von Klaus Mann im Fernseh-Dreiteiler „Die Manns“. Auch international gelang Koch der Durchbruch, so war er, ebenfalls 2002, an der Seite von Gérard Depardieu, John Malkovich und Isabella Rossellini in der Miniserie „Napoleon“ zu sehen. Auch in Henckel von Donnersmarcks „Das Leben der Anderen“ wirkte er mit.

Die Schauspieler Sebastian Koch, Paula Beer und Tom Schilling sowie Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck.
Die Schauspieler von „Werk ohne Autor“ Sebastian Koch, Paula Beer und Tom Schilling sowie Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck. © ARD Degeto, Wiedemann & Berg Film, Nadja Klier

Gastauftritte in „Werk ohne Autor“ in der ARD haben unter anderem Ben Becker und Lars Eidinger, der zuletzt in „Gott“ von Ferdininad von Schirach überzeugte. In Weiteren Rollen sind, unter anderem, zu sehen:

RolleSchauspieler
Kurt BarnertTom Schilling
Prof. Carl SeebandSebastian Koch
Ellie SeebandPaula Beer
Martha SeebandIna Weisse
Tante Elisabeth MaySaskia Rosendahl
NKWD Major MurawjowEvgeny Sidikhin
Prof. Antonius van VertenOliver Masucci

Wann ist „Werk ohne Autor“ zu sehen?

Das Erste zeigte das Drama Montagabend um 20.15 Uhr. Jetzt ist der Film in der ARD-Mediathek verfügbar, wo er noch bis zum Montag, 04.01.2021 auf Abruf bleibt.

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