Die Weimarer Tatort-Kommissare Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) vor der Parkhöhle.
+
Werden Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) in Zukunft noch für den Weimarer „Tatort“ ermitteln?

Nach Serientod

Serientod von „Tatort“-Kommissar aus Weimar: Spielt Christian Ulmen weiter einen Geist in der ARD-Reihe?

  • vonKim Luisa Engel
    schließen

Wie geht der „Tatort“ in Weimar nach Kommissar Lessings Serientod weiter? Auf Instagram äußern sich Nora Tschirner und Christian Ulmen zur Zukunft.

  • Am Neujahrstag zeigte die ARD den Weimarer „Tatort: Der feine Geist“.
  • Kommissar Lessing starb darin den Serientod und erschien Partnerin Kira Dorn als Geist.
  • Wie geht es in Zukunft mit dem Weimarer „Tatort“ weiter? Die Darsteller äußern sich auf Instagram.

Weimar - Der erste „Tatort“ des neuen Jahres ist in zweierlei Hinsicht eingeschlagen wie eine Bombe. Erstens verfolgten 8,89 Millionen Zuschauer an Neujahr den elften Fall der Weimarer Ermittler Dorn und Lessing, was einen Marktanteil von 24,1 Prozent für die ARD ausmachte. Zweitens mussten Fans den lange vermuteten Serientod des beliebten Kriminalhauptkommissars Lessing verkraften. Damit dürften Darsteller und Figur aus der Krimi-Reihe ausscheiden – oder etwa doch nicht? Lessing-Schauspieler Christian Ulmen und Dorn-Darstellerin Nora Tschirner äußern sich nun auf Instagram zur Zukunft des Weimarer „Tatorts“.

„Tatort“ (ARD) aus Weimar: Bleibt Lessing als Geist erhalten?

Es war ein Schock für alle Fans des Weimarer Ermittler-Duos Lessing und Dorn: Im ersten „Tatort“ von 2021 namens „Der feine Geist“ wird Lessing angeschossen. Er stirbt am Anfang der Sendung und erscheint seiner Arbeits- und Lebenspartnerin Kira Dorn fortan als Geist. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), Produzent des Weimarer „Tatorts“, erklärt in einer Pressemitteilung, dass die Fortführung seiner Figur als Geist ein kreativer Vorschlag von Schauspieler Christian Ulmen gewesen sei. Diesen habe der MDR gerne aufgenommen, da die Verantwortlichen darin eine spannende Entwicklung für den oftmals skurril anmutenden Weimarer „Tatort“ sahen. In der Stellungnahme heißt es weiter, man warte jetzt die Wirkung von „Der feine Geist“ ab und entscheide dann, wie das Format künftig weiterentwickelt werde.

Bleibt Kommissar Lessing dem Weimarer „Tatort“ also weiterhin als Geist erhalten? Ist das Duo Dorn/Lessing alias Tschirner/Ulmen doch nicht verloren? Sicher ist das wohl noch nicht. Fakt ist: 2021 wird es keinen weiteren Film der ARD-Reihe aus Weimar geben. Laut MDR konnte aufgrund coronabedingter Drehverschiebungen kein gemeinsamer Drehtermin für das Ensemble ermöglicht werden. Das Publikum wird also bis 2022 für einen neuen Weimar-“Tatort“ durchhalten müssen. Bis dahin auf Antworten zu den drängendsten Fragen warten zu müssen, wird eine harte Geduldsprobe – schließlich haben die Darsteller die Gerüchteküche ordentlich angeheizt.

Christian Ulmen (l.) in seiner Rolle des Weimarer „Tatort“-Ermittlers Lessing. Ist sein Serientod wirklich das Ende?

„Tatort“ Weimar: Lessing-Darsteller Ulmen äußert sich auf Instagram

Auf Instagram äußert sich Lessing-Darsteller Christian Ulmen (45) zum Serientod seiner „Tatort“-Figur. Gewohnt witzig adressiert er seinen Post an „Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Trauergemeinde“ und fordert in seinem ersten Satz, nicht ganz unironisch, dass der Tod gänzlich abgeschafft werden müsste. Weiter unten im Post kommt Ulmen dann endlich auf die Zukunft des Weimarer „Tatorts“ zu sprechen: „Natürlich wird Tatort Weimar weitergehen!“.

Wer sich nun freut, freut sich vermeintlich zu früh. So schreibt Ulmen weiter: „Zwar nicht, wie wir gestern alle überraschend erfahren haben, mit Dorn und Lessing als Ermittlerpaar, aber anders doll“. Die Frage, wie es denn nun weitergeht mit dem Weimarer „Tatort,“ beantwortet er nicht so recht. Ulmen gibt nur knapp an, dass in Weimar alles möglich sei und die Kreativität der Leute hinter Dorn und Lessing „nicht totzukriegen sei“. Spielt er mit dem Wortwitz etwa doch auf eine Rückkehr seiner Figur als Geist an? Jedenfalls bittet er die Fans „gespannt und zuversichtlich“ zu bleiben und sich auf neues „Tatgeorte aus Weimar“ zu freuen.

„Tatort Weimar“: Dorn-Schauspielerin Tschirner bedankt sich

Die Hoffnung, die Christian Ulmen mit seinem Instagram-Post weckt, scheint Nora Tschirner in ihrem Social-Media-Beitrag sogleich zu zerstören. So bedankte sich die Kira Dorn-Darstellerin bei allen Beteiligten des „Tatort“ Weimar: Christian Ulmen, den Produzenten und Drehbuch-Schreibern, bei allen Wegbegleitern vor und hinter der Kamera und vor allem bei Regisseurin Mira Thiel für „dieses Finale“. Klingt also ganz nach Abschied – vor allem, weil sie anfügt, ihre Serienfigur Kira Dorn gehe jetzt „ein büschn trauerfeiern“.

Doch auch ihr letzter Satz lässt, genau wie bei Ulmen, lässt vielleicht doch auf eine Rückkehr seiner Figur Lessing als Geist hoffen. Tschirner schreibt: „Ein phönixiges 2021 Euch Allen“. Das Sprichwort „wie Phönix aus der Asche“ ist hierzulande weit verbreitet, in der griechischen Mythologie ist der Phönix ein Vogel, der an seinem Lebensende verbrennt, um dann aus der Asche neu geboren zu werden. Ob Tschirner damit auch auf ihren Kollegen und Film-Partner Lessing anspielt? Genaueres werden die Weimarer „Tatort“-Fans erst 2022 in den neuen Folgen erfahren. (Kim Luisa Engel)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare