Im neuen „Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“ suchen die Ermittler Borowski und Sahin“ den Mörder einer jungen Frau.
+
Im neuen „Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“ suchen die Ermittler Borowski und Sahin“ den Mörder einer jungen Frau.

Sonntagskrimi

„Tatort“ gestern: Darsteller, Inhalt, Drehort, Kritiken zu „Borowski und die Angst der weißen Männer“

  • Florian Dörr
    vonFlorian Dörr
    schließen

Mit „Borowski und die Angst der weißen Männer“ hat die ARD gestern (08.03.2021) einen neuen „Tatort“ gezeigt. Die wichtigsten Infos zu Darstellern, Inhalt, Drehort und Kritiken im Überblick.

Es ist ein grausiger Fund: Eine junge Frau liegt auf einer Brachfläche. Sie ist tot. Ihr Körper wurde offensichtlich misshandelt. Im neuen „Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“, der gestern (07.03.2021) in der ARD gezeigt wurde, übernehmen die Ermittler Klaus Borowski und Mila Sahin die Arbeit. Der Fundort der Leiche liegt unweit eines in Kiel beliebten Clubs. Die Videoüberwachung führt die Kommissare zu einem Verdächtigen: Mario Lohse. Ein Alibi hat er nicht, wohl aber ein Hobby, das ihn verdächtig macht: Regelmäßig schaut er sich offenbar frauenverachtende Videos im Internet an.

+++ Lesen Sie auch: Kein „Tatort“ am kommenden Sonntag (14.03.2021)

Bald findet Ermittlerin Mila Sahin in der „Tatort“-Erstausstrahlung heraus, dass im Internet weitere Angriffe auf Frauen in Kiel propagiert werden. Die Politikerin Birte Reimers scheint akut bedroht. Ihr Kollege Klaus Borowski versucht sich derweil als Undercover-Agent beim umstrittenen „Pick-Up-Artist“ Hank Massmann, dessen frauenverachtende Internet-Videos für heftige Diskussionen sorgen. Doch es gibt noch eine ganz andere Spur, die zum Mörder der jungen Frau von der Club-Brachfläche in Kiel führen könnte: Eine in der Nähe des Tatorts getrampelte „14“ könnte auf Neonazis hinweisen. Die „Fourteen Words“ stehen für einen Glaubenssatz weißer Rassisten in den USA - und mittlerweile auch in Europa.

„Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“ gestern (07.02.2021): Die Schauspieler

Klaus Borowski, gespielt von Darsteller Axel Milberg, ist inzwischen eine Institution im „Tatort“ der ARD: Seit 2002 ist er im Sonntagskrimi dabei. Milberg wurde selbst in Kiel geboren, seine Filmografie ist schier endlos. Den ersten Auftritt im „Tatort“ hatte der Schauspieler bereits 1994, damals noch in einer Gastrolle. Den Kommissar Klaus Borowski gibt Schauspieler Axel Milberg im „Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“ bereits zum 35. Mal. Anders sieht es aus bei Almila Bagriacik. Die Schauspielerin, die Zuschauer unter anderem aus der Serie „4 Blocks“ kennen, gibt erst zum vierten Mal die Ermittlerin Mila Sahin. Sie ist die Quasi-Nachfolgerin für Sibel Kekilli, die den „Tatort“ 2017 verließ. Die Besetzung vom „Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“ gestern (07.03.2021) im Überblick:

RolleSchauspieler
Klaus BorowskiAxel Milberg
Mila SahinAlmila Bagriacik
Mario LohseJoseph Bundschuh
Birte ReimersJördis Triebel
Hank MassmannArnd Klawitter
VickyMathilde Bundschuh
Duschanka TomiVidina Popov
Nils BaldePatrick Heinrich
Cybercop PauligJan-Peter Kampwirth

„Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“ gestern (07.03.2021): Der Drehort

Der „Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“ war mit Blick auf die Dreharbeiten eine absolute Besonderheit: Corona-bedingt mussten die Arbeiten für mehrere Wochen unterbrochen werden. Im Juni 2020 konnten die Arbeiten letztlich abgeschlossen werden. Drehort für den „Tatort“ gestern (07.03.2021) war in Wahrheit nicht nur Kiel, wo „Borowski und die Angst der Weißen Männer“ spielt. Auch in Hamburg und dem Kreis Stormarn wurden Szenen aufgenommen. Der Landkreis liegt nordöstlich von Hamburg und einige Kilometer südlich vom Haupt-Drehort Kiel.

„Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“ gestern (07.03.2021): Die Kritiken

Der „Tatort“ sorgt Woche für Woche für heiße Diskussionen unter Fans: War es ein sehenswerter Krimi? Oder eher nicht? Das dürfte im Fall gestern (07.03.2021) nicht anders gewesen sein. Die Thematik von „Borowski und die Angst der weißen Männer“ war - neben dem eigentlich Kriminalfall, der schauspielerischen Leistung und anderen Aspekten - ein gewichtiger Punkt. Vorab stellte sich bereits die Frage: Wie fallen die Kritiken auf den großen Nachrichtenportalen aus? Ein Überblick.

Auf spiegel.de kassiert der Sonntagskrimi mittelmäßige 6 von 10 Punkten. In der Kritik heißt es: „Die Plotwendung in Richtung Gruppengewalt ist aber als dystopische Verdichtung schon zulässig. Das ausgerechnet die weiblichen Charaktere wenig mehr Tiefe haben, ist jedoch ein Problem dieser ‚Tatort‘-Folge.“ In einer Kritik auf stern.de wird der „Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“ deutlich positiver aufgenommen: „Dieser Borowski-“Tatort“ verspricht einen spannenden und erkenntnisreichen Krimiabend mit einem ‚nicht unsympathischen, mitleiderregenden Loser‘ (Milberg), jeder Menge Kompetenzgerangel zwischen Staatsschutz und Cybercrime und einem echten Showdown.“ Das Einschalten lohne sich „auf jeden Fall“. In der Kritik auf sueddeutsche.de zum neuen „Tatort“ aus Kiel heißt es mit Blick auf die frühe Fokussierung auf die heiße Spur gleich zu Beginn: „So einfach, wie es erst klingt, macht es sich dieser Tatort von Nicole Weegmann nach dem Buch von Peter Probst und Daniel Nocke nicht ganz.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare