Der „Tatort“ heute: Ulrich Tukur in „Die Ferien des Monsieur Murot“ als Ermittler Felix Murot, der aber den Autohändler spielt, mit dessen Frau, Anne Ratte-Polle.
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Der „Tatort“ heute: Ulrich Tukur in „Die Ferien des Monsieur Murot“ als Ermittler Felix Murot, der aber den Autohändler spielt, mit dessen Frau, Anne Ratte-Polle.

ARD-Sonntagskrimi

„Tatort“ gestern: Quoten, Drehort, Schauspieler, Kritiken zu „Die Ferien des Monsieur Murot“

  • vonFlorian Dörr
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Der „Tatort“ gestern sorgte einmal mehr für große Aufmerksamkeit. Die wichtigsten Infos zu Einschaltquoten, Handlung, Besetzung, Drehorten und Kritiken zu „Die Ferien des Monsieur Murot“ im Überblick.

Update, 23.11.2020: Der „Tatortgestern Abend hat der ARD ordentliche Einschaltquoten eingebracht. Der Fall „Die Ferien des Monsieur Murot“ verfolgten 8,27 Millionen Menschen um 20.15 Uhr im TV. Das entspricht einem Anteil von 22,7 Prozent. Somit holte der „Tatort“ am Sonntag (22.11.2020) mehr Zuschauer als in der vergangen Woche: Da hatten 7,85 Millionen Zuschauer eingeschaltet. Die Zahl der „jüngeren“ Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren ging jedoch leicht zurück.

„Tatort“ gestern: Reaktionen von Zuschauern überwiegend positiv

Im Internet sorgte der Fall mit Felix Murot (Ulrich Tukur) wie gewohnt für gemischte Gefühle: „Dieser Film sollte nicht unter „Tatort“ laufen, denn es ist keiner“, schreibt zum Beispiel eine Nutzerin auf Facebook. Sie spielt darauf an, dass es sich bei dem Fall „Die Ferien des Monsieur Murot“ nicht um einen Sonntagskrimi im klassischen Sinne handelte. Die Fälle des Ermittlerteams sind seit der ersten Ausstrahlung 2010 stets experimenteller und abseitiger gehalten. Allerdings: „Ich fand Murot wie immer sehr gut, ich hab eigentlich einen noch viel schrägeren Film erwartet“, schreibt ein anderer Nutzer zu Recht: Der „Tatort“ gestern war - verglichen mit anderen Sonntagskrimis mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle - fast schon gewöhnlich. Glaubt man den Reaktionen in den Sozialen Netzwerken kam „Die Ferien des Monsieur Murot“ gestern bei der überwiegenden Zahl der Zuschauer gut an. Auch die Kritiker der großen Online-Portale (siehe unten) waren überwiegend angetan.

Gedreht wurde nach Angaben des Hessischen Rundfunks an verschiedenen Orten im Rhein-Main-Gebiet. Besonders auffällig im „Tatortgestern war ein Restaurant, in dem Ermittler Felix Murot seinen Doppelgänger kennenlernte. Drehort (weitere Drehorte: siehe unten) war die Villa Borgnis im Kurhaus am Park.

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Hintergrund, 22.11.2020: Dieser „Tatort“ wird einmal mehr für heftige Diskussionen bei Fans des ARD-Sonntagskrimis sorgen. So ist das schließlich immer, wenn ein neuer Fall mit Ulrich Tukur alias Felix Murot ausgestrahlt wird. Heute ist um 20.15 Uhr „Die Ferien des Monsieur Murot“ zu sehen. Was er liefert: Eine Mischung aus „Schwarzer Komödie, Krimi und philosophischem Drama“, wie es beim verantwortlichen Hessischen Rundfunk heißt. Was er nicht ist: Ein klassischer „Tatort“ à la Köln oder München.

„Tatort“ heute: Der Inhalt - Worum geht es in „Die Ferien des Monsieur Murot“?

Felix Murot (Ulrich Tukur) hat Ferien. Der gemütliche Besuch in einem Restaurant wird seine Pläne für die freie Zeit jedoch ziemlich durcheinander wirbeln. Dabei fängt alles an mit einer Haxe. Die bekommt er vorgesetzt, weil die Bedienung den Ermittler mit Walter Boenfeld verwechselt, einem Wagenhändler. Grund für das Irrtum: Die beiden gleichen sich äußerlich wie ein Ein dem anderen.

Der gemeinsame Abend der beiden wird geprägt von einem gemeinsamen Saunagang und viel Alkohol.

Am nächsten Morgen aber ist Walter Boenfeld tot. Überfahren auf einer Landstraße irgendwo in Hessen. War es seine Frau Monika Boenfeld (Anne Ratte-Polle), von der der Doppelgänger in der vergangenen Nacht noch behauptet hatte, sie wolle ihn umbringen? Ulrich Tukur entscheidet sich für eine Undercover-Aktion: Er schlüpft in das Leben des Toten.

„Tatort“ heute: Die Besetzung - Welche Schauspieler spielen in „Die Ferien des Monsieur Murot“?

Der neue „Tatort“ zeigt Ulrich Tukur in einer Doppelrolle: Er spielt - der Inhalt lässt es bereits erwarten - den Ermittler Felix Murot und den Autohändler Walter Boenfeld. Ersteren gibt der Schauspieler seit 2010. Seither wurden acht Fälle ausgestrahlt, „Die Ferien des Monsieur Murot“ ist der neunte. Viele wurden mit Preisen ausgezeichnet, beim Publikum sorgt der „Tatort“ aus Hessen aufgrund seiner abseitigen Art jeweils für ganz unterschiedliche Gefühle. An der Seite von Ulrich Tukur die feste Größe im Team: Barbara Philipp als Magda Wächter. Die Besetzung des Falls heute im Überblick:

SchauspielerRolle
Ulrich TukurFelix Murot
Barbara PhilippMagda Wächter
Anne Ratte-PolleMonika Boenfeld
Thorsten MertenPeter Lessing
Carina WieseBirgit Lessing
Michael HanemannGeorg Heiss
Moritz FührmannRobert Blaske

„Tatort“ heute: Die Drehorte - Wo spielt „Die Ferien des Monsieur Murot“?

Der „Tatort“ mit Ulrich Tukur als Ermittler Felix Murot und Barbara Philipp als seine Kollegin Magda Wächter spielt seit inzwischen zehn Jahren in Hessen. Die beiden arbeiten beim Landeskriminalamt in Wiesbaden, was ihre Einsatzorte auf das ganze Bundesland verteilt. Tatsächlich waren auch bereits Fälle aus Nordhessen, etwa am Edersee, zu sehen. Der Fall heute, „Die Ferien des Monsieur Murot“, hatte letztendlich drei Städte als Drehorte, wie der Hessische Rundfunk mitteilt. Sie alle liegen im Rhein-Main-Gebiet. So wurde gedreht in Frankfurt, Königstein und Bad Homburg.

„Tatort“ heute: Die Kritiken - Wie wird „Die Ferien des Monsieur Murot“?

Klar ist: Der „Tatortheute wird einmal mehr die Zuschauer in zwei Lager spalten. Die einen werden ihn lieben. Die anderen werden ihn als Spinnerei abtun. Doch wie bewerten etablierte Kritiker den Fall „Die Ferien des Monsieur Murot“, den die ARD heute um 20.15 Uhr ausstrahlt?

  • „Der HR hat zur Tatort-Reihe einen weiteren echten Klassiker beigesteuert. Es ist möglich, ihn mit Gewinn sofort wieder anzusehen.“ (fr.de)
  • „Der spannende Krimi hat eine unterhaltsame Grundidee, interessante Dialoge und Szenen sowie dank der Kostüme, Ausstattung, Musik und nicht zuletzt des Postkarten schreibenden Urlaubers Murot eine gehörige Portion 1960er/1970er-Charme.“ (stern.de)
  • „Viel Wert auf Realismus braucht man hier nicht zu legen. Gut beraten ist, wer sich treiben lässt wie Felix Murot selbst.“ (sueddeutsche.de)
  • „Dabei ist es einmal mehr die von Ulrich Tukur so charismatisch und vielschichtig gespielte Hauptfigur, die das einfallsreiche Scenario mit seiner absurden Prämisse und den wilden Wendungen zusammenhält.“ (tittelbach.tv)

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