„Tatort: Dreams“:  Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) fragen sich, wer den Flügel zerstört haben könnte.
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„Tatort: Dreams“: Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) fragen sich, wer den Flügel zerstört haben könnte.

Um 20.15 Uhr im Ersten

„Tatort“ heute in der ARD: Handlung, Darsteller, Drehorte und Kritiken zu „Dreams“

  • Alexander Gottschalk
    VonAlexander Gottschalk
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Das Erste zeigt heute (Sonntag, 07.11.2021) ab 20.15 Uhr einen neuen „Tatort“ aus München. Was erwartet Fans der ARD-Reihe in „Dreams“?

München – Der „Tatort“ meint es derzeit nicht besonders gut mit jungen Kulturschaffenden: Nachdem im Frankfurter Fall vor einer Woche eine 19-jährige Buchautorin ermordet wurde, gerät heute (Sonntag, 07.11.2021) eine aufstrebende Geigerin unter den Verdacht, ihrer schärfsten Konkurrentin den Gar ausgemacht zu haben. Die englisch betitelte Episode „Dreams“ (zu Deutsch: „Träume“) beschäftigt sich dabei mit einem rätselhaften Phänomen: Luziden Träumen. Kombiniert mit dem knorrigen Münchner Ermittler-Duo Batic/Leitmayr verspricht das beste ARD-Krimi-Unterhaltung – oder? Wir werfen einen Blick auf Handlung, Darsteller, Drehorte und Kritiken zur neusten „Tatort“-Episode, die heute ab 20.15 Uhr im Ersten läuft.

„Tatort“ heute (07.11.2021) in der ARD: Das ist die Handlung von „Dreams“

Klassischerweise beginnt der ARD-„Tatort“ mit einem Mord. Für „Dreams“ trifft dieser beinah unumstößliche Grundsatz aber nur halb zu. Denn zumindest anfangs ist keinem der Beteiligten klar, ob es das Verbrechen, um das es gehen soll, überhaupt gegeben hat. Eines Tages steht die Musikstudentin Marina Eeden in den Räumen der Mordkommission München und erzählt, sie habe möglicherweise ihre Freundin und Konkurrentin Lucy Castaneda getötet. Sicher ist sich die junge Geigerin aber nicht. Denn sie hat luzide Träume, auch Klarträume oder Wachträume genannt.

In diesem Zustand, ist sich der Träumer bewusst, dass er oder sie träumt, und kann „aktiv“ steuern, was im Traum passiert. Nun glaubt die junge Frau, den Mord an der Musikkollegin doch nicht nur geträumt, sondern in der Realität begangen zu haben – denn das mutmaßliche Opfer ist seit Tagen verschwunden. Ein solch rätselhafter Fall ist selbst für die erfahrenen Kommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic Neuland. Sie fordern die Unterstützung einer Psychologin an – und tauchen dann ab in die Orchesterwelt Münchens, in der es augenscheinlich rau zugeht.

„Tatort“ heute (07.11.2021) in der ARD: Hintergründe zu Produktion und Drehorten von „Dreams“

Federführend verantwortlich für den neusten „Tatort“-Ableger war der Bayrische Rundfunk (BR). Gedreht wurde im Februar und März 2021 in München und Umgebung. Zu sehen ist unter anderem der Münchner Gasteig, ein Kulturzentrum, in dem unter anderem Philharmoniker, Volkshochschule und Stadtbibliothek beheimatet sind. Das Rundfunkorchester der Landeshauptstadt, das den Soundtrack zu „Dreams“ eingespielt hat, stand auch für die Filmszenen, in denen ein Orchester eine Rolle spielt, vor der Kamera.

Regie bei dem „Tatort“, der heute im Ersten seine Erstausstrahlung feiert, führte Boris Kunz („Hindafing“, „Labaule & Erben“), für den es sein Debüt in der Krimiserie ist. Das Drehbuch kommt von Johanna Thalmann, die auch am zuletzt gesendeten „Tatort: Luna frisst oder stirbt“ mitgearbeitet hat, und Moritz Binder („München 76“, „SOKO München“).

„Tatort“ heute (07.11.2021) in der ARD: Das sind die Darsteller von „Dreams“

Die beiden Hauptdarsteller des München-„Tatorts“ muss man weder Fans der Reihe, noch Gelegenheitszuschauern vorstellen. Seit 1991 granteln sich Miroslav Nemec als Ivo Batic und Udo Wachtveitl als Franz Leitmayr durchs deutsche TV. Einst wurden sie zum drittbeliebtesten Ermittlerteam gewählt. Der 67-jährige Deutsch-Kroate Nemec musiziert neben der Schauspielkarriere in einer Band, der vier Jahre jüngere Ur-Bayer Wachtveitl ist bekannt als Synchronsprecher und Tierschützer. Beide wohnen in München.

Jara Bihler darf in „Dreams“ als Träumerin und mutmaßliche Mörderin erstmals auf der großen TV-Bühne ihr Schauspieltalent unter Beweis stellen. Die 1997 geborene Hamburgerin gehört zum Ensemble des Jungen Schauspielhauses in der Hansestadt. Dass sie Violine spielt, kam ihrer „Tatort“-Rolle zugute, wie Regisseur Kunz der ARD erzählte. Das Double, das für die Musik-Szenen am Set war, habe man für Bihler selten einsetzen müssen. Auch für ihre Kollegin Dorothee Neff, die die Vermisste spielt, hat Kunz nur Lob übrig. Die 33-Jährige ist, was Fernsehen betrifft, noch ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt. Zuletzt stand sie für den Kinostreifen „Der Passfälscher“ vor der Kamera.

RolleDarsteller
Franz LeitmayrUdo Wachtveitl
Ivo BaticMiroslav Nemec
Kalli HammermannFerdinand Hofer
Richy SemmlerStefan Betz
Marina EedenJara Bihler
Lucy CastanedaDorothee Neff
Mats HakiTheo Trebs
Lahja ÅkerströmLisa Marie Janke
Dr. DeahKatrin Röver
Ludwig CastanedaGeorge Lenz

„Tatort“ heute (07.11.2021) in der ARD: So fallen die Kritiken zu „Dreams“ aus

  • Für das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ vergibt Kritiker Christian Buß acht von zehn Punkten an „Dreams“. Ihn überzeugen vor allem die „starken Figuren“. Wie die „Tatort“-Macher die „Selbstausbeutung und Sehnsucht ihrer jungen Musikerin“ darstellten, sei „schon beachtlich“.
  • Weniger positiv fällt die Rezension in der „Frankfurter Rundschau“ aus*. Dort schreibt Sylvia Staude, „Dreams“ sei „jedenfalls nicht einer von den richtig starken München-Tatorten“, sondern eher „unteres Mittelfeld“. Sie übt Kritik an der Darstellung der Frauenfiguren und den „nervös-verwackelten Rückblenden“.
  • Auch Kulturredakteur Simon Wilke zeigt sich im Weser Kurier wenig begeistert vom jüngsten „Tatort“. Diesen findet er zwar „filmisch gut umgesetzt“, aber dafür nicht „richtig fesselnd“.
  • Marek Bang schreibt für das Filmportal kino.de , das Drehbuch mache „zu viele Baustellen auf“ und konzentrierte sich am Ende auf die Falsche. Immerhin, die Münchner Polizeiarbeit sei „gewohnt souverän“ und die Dialoge seien „herrlich trocken“.
  • Als „etwas holzschnittartig und bieder“ bewertet Eric Leimann im Medienmagazin „Prisma die Verbindung von Krimi und Traumforschung. Wenigstens die audiovisuelle Umsetzung von „Dreams“ kann für ihn punkten.

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