„Tatort: Die dritte Haut“: Zwangsräumung in Berlin. Karow (Mark Waschke) und Rubin (Meret Becker) stellen den Mord am Immobilienmanager Ceylan nach.
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„Tatort: Die dritte Haut“: Zwangsräumung in Berlin. Karow (Mark Waschke) und Rubin (Meret Becker) stellen den Mord am Immobilienmanager Ceylan nach.

Ab 20.15 Uhr im Ersten

„Tatort: Die dritte Haut“ heute in der ARD: Handlung, Darsteller, Drehorte und Kritiken zum Krimi

Das Erste zeigt heute (06.06.2021) zur besten Sendezeit eine neue „Tatort“-Folge. Lohnt es sich, für den Krimi „Die dritte Haut“ die ARD einzuschalten?

Berlin – Wehmut bei Krimi-Fans in ganz Deutschland: Nach einer Woche Verzicht ist der „Tatort“ zurück, allerdings mit der letzten Folge vor der Sommerpause 2021. Die ARD zeigt am heutigen Sonntagabend (06.06.2021) ab 20.15 Uhr einen neuen Fall des Berliner Ermittlerteams. In „Die dritte Haut“ geht es um einen Mord in der Immobilienbranche. Die Corona-Pandemie macht den fiktiven Kommissaren Rubin und Karow zusätzlich das Leben schwer. Hat das Erste mit dem jüngsten Ableger der Kult-Reihe Chancen auf den nächsten Quoten-Tophit? Wir werfen einen Blick auf Handlung, Drehorte, Darsteller und Kritiken zum TV-Film.

„Tatort“ heute in der ARD: Worum geht es in „Die dritte Haut“?

„Die dritte Haut“ beginnt an einem kalten Novembermorgen in Berlin. Die Polizisten Nina Rubin und Robert Karow machen sich zu einem Tatort im Wedding auf. Cem Ceylan, Juniorchef einer Immobilienfirma, liegt tot vor einem Mietshaus. War sein Sturz aus dem vierten Stock ein Suizid, ein Unfall – oder doch Mord? Ein mögliches Mordmotiv scheint offensichtlich. Die Familienfirma Ceylan Immobilien will das Mietshaus luxussanieren, um es später in Eigentumswohnungen umzuwandeln. Die Mieter, die ihnen im Weg sind, müssen raus – geben sich aber widerständig.

Da ist eine junge Familie, die Nachwuchs erwartet. Eine alte Frau, die schon 60 Jahre in dem Haus wohnt. Eine alleinerziehende Mutter, die ihre Kinder nicht entwurzeln will. Und ein freischaffender Journalist, der im Netz gegen Immobilienhaie mobil macht. Schnell gerät auch Otto Wagner, der mit seiner Frau in einer Obdachlosenunterkunft gelandet ist, in den Fokus der Kommissare. Am Tag vor Ceylans Tod wurde Wagner aus seiner Wohnung vertrieben – hatte er beim tödlichen Sturz die Finger im Spiel? Und was ist mit der Familie des Toten? Yeliz Dahlmann, die Schwester des Toten, scheint etwas zu verschweigen.

„Tatort: Die dritte Haut“ heute in der ARD: Drehorte und Produktion des TV-Krimis

Gedreht wurde „Die dritte Haut“ im November und Dezember 2020 in Berlin. Zu sehen sind unter anderem die Stadtteile Wedding, Berlin-Mitte und Wilmersdorf. Die „Tatort“-Episode soll laut ARD dokumentarische Züge haben. „Weil die Geschichte dieser Episode so sehr im Hier und Jetzt der Berliner Lebenssituation spielt, habe ich versucht, das tägliche Leben in der Stadt so weit wie möglich zu integrieren und die Grenze zwischen Fiktion und Realität zu verwischen“, erklärt dazu Regisseur Norbert ter Hall. „Viele der Obdachlosen in unserer Geschichte leben tatsächlich auf der Straße.“

Suchbild mit Mietshaus, Rubin und Karow: Szene aus dem Berlin-Tatort „Die dritte Haut“.

Für den 54-jährigen gebürtigen Niederländer ist es der erste Film der Krimi-Reihe, den er auf die Bildschirme bringen darf. Das Drehbuch stammt hingegen aus der Feder einer „Tatort“-Veteranin: Katrin Bühlig. Sie schreibt seit über zehn Jahren für die Krimiserie. Als Produzent steht die studio.tv.film GmbH hinter dem Projekt, Auftraggeber war der rbb. Die Verantwortlichen entschieden sich, die pandemische Situation im Film abzubilden, der so zu einem „ungewöhnlichen Zeitdokument“ werden soll. Die Darsteller treten beispielsweise mit Masken vor die Kameras.

Neue „Tatort“-Episode heute in der ARD: Wer spielt mit?

Die Hauptrollen in „Die dritte Haut“ spielen die beiden Köpfe des fiktiven Berliner Ermittlerteams: Meret Becker als Nina Rubin und Mark Waschke als Robert Karow. Für die mehrfach preisgekrönte Schauspielerin ist es einer der letzten Auftritte im „Tatort“. Seit 2015 spielt sie die taffe Kommissarin Rubin, deren Abschied aus der Reihe nun bevorsteht. Die gebürtige Bremerin ist seit den 80er-Jahren als Theater- und Filmdarstellerin, Synchronsprecherin und Sängerin deutschlandweit gefragt. Ihr Filmpartner Waschke soll der „Tatort“-Reihe erhalten bleiben. Der 49-jährige Wahl-Berliner ist ebenfalls seit sechs Jahren an Bord. Sonst wirkt er in Theater-, Kino- und Hörspiel-Produktionen mit. Ein internationales Publikum durfte ihn zuletzt in der Netflix-Serie „Dark“ bewundern.

RolleDarsteller oder Darstellerin
Nina Rubin\tMeret Becker
Robert Karow\tMark Waschke
Jenny Nowack\tBerit Künnecke
Micha Kowalski\tTimo Jacobs
Yeliz Dahlmann\tSesede Terziyan
Gülay Ceylan\tÖzay Fecht
Ilse Kirschner\tFriederike Frerichs
Peter de Boer\tTijmen Govaerts

„Tatort“ heute in der ARD: Was sagen Kritiker zu „Die dritte Haut“?

„Die dritte Haut“ kommt bei den Kritikern mehrheitlich gut weg. Für das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ vergibt Christian Buß acht von zehn Punkten. Der neue Tatort sei ein „mal süffiger, mal feinsinniger Themenkrimi“, schreibt er. Simone Sarnow bewertet den Film für „SWR3“ mit von drei von fünf Punkten: Das Thema Wohnungsmangel und die Szenen mit echten Betroffenen findet sie stark. Sonst ist ihr der Berliner „Tatort“ aber „ein bisschen zu erwartbar, zu klischeehaft, ohne dass die Story mal richtig Fahrt aufnimmt.“ In der „Frankfurter Rundschau“ schreibt Judith von Sternburg*, dem Streifen mangele es nicht an „Atmosphäre und Sozialkritik und beidem zugleich“. Nur das Hantieren mit den Masken wirke „eigenartig künstlich“. Für den „Stern“ packt Carsten Heidböhmer eine Vier-von-fünf-Punkten-Wertung aus: „Die dritte Haut sei ein „mäßig spannender Krimi, der mit einem hochaktuellen Thema punktet.“ (red/ag/dpa)*giessener-allgemeine.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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