Norbert Jütte (Roland Riebeling) ist ein Gefangener: Der Kriminalbeamte wird im „Tatort: Der Tod der Anderen“ als Geisel gehalten. Für fünf Tage reicht seine Verpflegung.
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Norbert Jütte (Roland Riebeling) ist ein Gefangener: Der Kriminalbeamte wird im „Tatort: Der Tod der Anderen“ als Geisel gehalten. Für fünf Tage reicht seine Verpflegung.

Um 20.15 Uhr im Ersten

„Tatort: Der Tod der Anderen“ (ARD): Darsteller, Handlung und Kritiken des Krimis

Das Erste zeigt heute Abend ab 20.15 Uhr einen „Tatort“ aus Köln. In „Der Tod der Anderen“ wird einer der Kommissare von einer mutmaßlichen Mörderin entführt.

  • Im Ersten läuft am heutigen Sonntagabend (10.01.2021) eine „Tatort“-Erstausstrahlung.
  • Ab 20.15 Uhr zeigt die ARD den Film „Der Tod der Anderen“, in dem es für die Ermittler gefährlich wird.
  • Wir geben einen Überblick zu Handlung, Kritiken und Darstellern des TV-Krimis.

Köln – Es hätte alles so einfach sein können beim 80. Fall eines der dienstältesten „Tatort“-Duos. Sonntag, 20.15. Uhr, TV einschalten, Leiche, Ermittlungen, mehr oder weniger überraschende Wende, Festnahme, Klappe zu. Fans der ARD-Krimi-Reihe wissen aber längst, dass es 50 Jahre nach deren Start mit dieser Formel selten getan ist. Und so bekommen es die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk alias Behrendt und Bär nicht nur mit einem Mord, sondern auch der Entführung zweier Kollegen zu tun. Und als Schmankerl serviert „Der Tod der Anderen“, wie der Name schon vermuten lässt, eine ordentliche Stasi-Verstrickungen. Doch der Reihe nach.

„Tatort: Der Tod der Anderen“: Das ist die Handlung des ARD-Krimis

Zu Beginn der neusten „Tatort“-Episode checkt die 60-jährige Kathrin Kampe im exklusiven Hotel Rheinpalais ein. Augenscheinlich will sie es sich gut gehen lassen, bestellt im Restaurant den teuersten Wein – und ist kurz darauf tot. Erhängt. Ein Selbstmord? Mitnichten, sind sich die Kriminalisten Max Ballauf und Freddy Schenk sicher. Sie glauben an eine regelrechte Hinrichtung. Feinde hatte das mutmaßliche Mordopfer viele, wie das Publikum bald erfährt, und einige saßen am Abend noch in der Hotelbar. Darunter etwa der designierte nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Peter Wagner.

Doch von alldem ahnen die Kommissare anfangs nichts. Sie haben die forsche Hotelchefin Bettina Mai als Hauptverdächtige ausgemacht. Sie scheint die Tote aus ihrer gemeinsamen DDR-Vergangenheit zu kennen und wurde von ihr erpresst. Doch bevor die „Tatort“-Ermittler den Grund herausfinden können, flieht Mai und nimmt Schenk als Geisel. Der soll ihr helfen, den wahren Mörder zu finden. Als Druckmittel hat Mai zuvor den Polizei-Kollegen Norbert Jütte entführt und eingesperrt. „Der Tod der Anderen“ wird zur Zerreißprobe für Ballauf und Schenk.

„Tatort: Der Tod der Anderen“: Die Darsteller und Produktion des ARD-Krimis

Im Zentrum von „Der Tod der Anderen“ steht die Antagonistin Bettina Mai, dargestellt von Ulrike Krumbiegel. Selbst in der DDR geboren und aufgewachsen avancierte die Berlinerin nach der Wende auch in Westdeutschland zu einer bekannten Film- und Fernsehschauspielerin. Die mehrfach preisgekrönte Charakterdarstellerin spielte in mehreren Krimi-Reihen wie dem „Tatort“ kleinere und größere Rollen, für ihren Auftritt in „Polizeiruf 110: Jenseits“ erhielt sie die Goldene Kamera. 2020 war sie unter anderem in einer Folge „SOKO München“ zu sehen.

Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär verkörpern Max Ballauf und Freddy Schenk im Köln-„Tatort“ seit 1997. Zum festen Ensemble gehören außerdem Leichendoktor Roth alias Joe Bausch und Kommissar Norbert Jütte alias Roland Riebeling. Für frischen Wind sorgt Tinka Fürst, die als Natalie Förster neu im Team ist. Auf dem Regiestuhl saß mit Torsten C. Fischer ein alter Hase des Fernsehgeschäfts („Tatort“, „Polizeiruf“, „Romy“). Das Drehbuch steuerte Wolfgang Stauch bei, der seit knapp zehn Jahren für ARD-Krimi-Produktionen schreibt.

RolleDarsteller und Darstellerinnen
Max BallaufKlaus J. Behrendt
Freddy SchenkDietmar Bär
Dr. RothJoe Bausch
Norbert JütteRoland Riebeling
Natalie FörsterTinka Fürst
Bettina MaiUlrike Krumbiegel
Peter WagnerBernhard Schütz
Frank HeldtRolf Kanies
Matteo SchneiderMoritz Führmann
Jens PlotkowiakHilmar Eichhorn
Kathrin KampeEva Weißenborn
Andrè SchmidtManfred Möck
Martin OttPierre Shrady

„Tatort: Der Tod der Anderen“: Die Kritiken zum ARD-Krimi im Überblick

„Der Tod der Anderen“ heimste im Vorfeld überwiegend gute Kritiken ein. Christian Buß gab dem „Tatort“ in seiner Rezension für das Nachrichtenmagazin Spiegel 9 von 10 Sternen. Er lobte vor allem Krumbiegel, die die Mordverdächtige „in einem sensationellen Balanceakt aus Sarkasmus und Sentiment über die alten Zeiten“ sprechen lasse. Elmar Krekeler hob in der Zeitung „Welt“ hervor, sich den Vergleich mit Oscar-Preisträger „Das Leben der Anderen“ „an den Hals zu binden, muss man sich als öffentlich-rechtlicher Low-Budget-Krimi erstmal trauen“.

Autorin Theresa Hein bezeichnete in ihrem Stück für die Süddeutsche Zeitung den Köln-„Tatort“ als „Geschichtsstunden um 20.15 Uhr“ mit „viel Drama und Reue“, das dank zweier Entführungen doch spannend werde. Alexandra Knief bilanzierte für den „Weser Kurier“, dass es „Der Tod der Anderen“ nicht richtig gelinge, sein Publikum „mitzureißen“. Dafür sei die Handlung stellenweise zu „unglaubwürdig“. Barbara Mia Grofe befand in der „Rheinischen Post“, dass der Krimi den Fall in den Hintergrund rücke, während es „wieder nur um die Psyche eines Ermittlers geht“ – und dass sie dem Film dafür „nicht richtig böse“ sein könne. (red/dpa/ag)

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