Der Tatort wird 50. Das berühmte Augenpaar von Horst Lettenmayer ist seit dem Anfang dabei. (Symbolbild)
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Der Tatort wird 50. Das berühmte Augenpaar von Horst Lettenmayer ist seit dem Anfang dabei. (Symbolbild)

ARD-Sonntagskrimi

Der Mann mit den „Tatort“-Augen rechnet mit der ARD ab

  • Florian Dörr
    vonFlorian Dörr
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Der „Tatort“ feiert Jubiläum. Seit 50 Jahren ist der Sonntagskrimi eine feste Größe im deutschen Fernsehen. Nun rechnet einer mit den Machern ab, der seit den ersten Tagen dabei ist.

Am Abend des 29. November 1970 ging es los: Der erste „Tatort“ wurde ausgestrahlt. Und mit ihm war auch Horst Lettenmayer - zumindest in Teilen - zu sehen. Er lieh dem Sonntagskrimi die berühmten Augen aus dem Intro. Bis heute ist er dort zu sehen. Doch nun rechnet der inzwischen 79-Jährige mit der ARD ab.

Damals war er kein sonderlich bekannter Schauspieler. Als der Anruf seiner Agentur kam, dass seine Augen für den „Pilotfilm einer geplante Krimiserie der ARD“ ausgewählt worden sei, habe er laut dem Portal tatort-fundus.de direkt zugesagt: „Mach ich!“ Nun, 50 Jahre später, sieht er die Sache mit eher gemischten Gefühlen. Es geht auch ums Geld.

„Tatort“: Der Mann hinter den Intro-Augen klagte erfolglos

Denn damals, 1970, bekam Horst Lettenmayer für seinen Auftritt im Intro des „Tatort“ 400 D-Mark. Kein schlechtes Geld für einen überschaubaren Aufwand. Den Erfolg des Sonntagskrimis konnte damals noch niemand ahnen. Später klagte der Mann hinter den berühmten Augen auf die Zahlung von Wiederholungshonoraren. Ohne Erfolg. Nun sagt Horst Lettenmayer gegenüber der „Bild“: „Die ARD verhält sich bis heute schäbig. Das Gericht wollte mir kein Geld zubilligen, weil das Tausende andere auch auf den Plan gerufen hätte. Die wollten kein Präzedenzurteil.“

Das könne er zwar verstehen, allerdings habe er in der Folgezeit „kein einziges Rollenangebot mehr bekommen und dahinter steckt der Sender“, wie er sagt. Auch zum Jubiläum - der „Tatort“ feiert 50. Geburtstag - habe ihn die ARD nicht kontaktiert.

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