Der Fernsehfilm der Woche ist "Sarah Kohr - Teufelsmoor" - der neue Thriller der "Sarah Kohr" Reihe im ZDF.
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Der Fernsehfilm der Woche ist "Sarah Kohr - Teufelsmoor" - der neue Thriller der "Sarah Kohr" Reihe im ZDF.

Fernsehfilm der Woche

Sarah Kohr – Teufelsmoor: Warum die Drehorte so entscheidend für den ZDF-Thriller sind

Der vierte Thriller der "Sarah Kohr" Reihen mit dem Titel "Teufelsmoor" verspricht nicht nur eine spannende Geschichte und hochkarätige Schauspieler. Auch die Drehorte sind für den Regisseur entscheidend.

Ein Raubüberfall, ein altes Waffenlager, eine verschworene Dorfgemeinschaft - ein neuer Fall für Kommissarin Sarah Kohr: Der neue ZDF-Thriller "Sarah Kohr - Teufelsmoor" ist der vierte Thriller der Reihe "Sarah Kohr". Nach "Der letzte Kronzeuge – Flucht in die Alpen", "Mord im Alten Land" und "Das verschwundene Mädchen" folgt heute Abend um 20.15 Uhr "Teufelsmoor" als "Fernsehfilm der Woche" im ZDF. Neben Spannung bietet der vierte Thriller auch interessante Drehorte.

Sarah Kohr – Teufelsmoor: Kommissarin legt sich mit Terrorzelle an

An einer Tankstelle wird Sarah Kohr Zeugin eines Raubüberfalls und schreitet ein. In Notwehr schießt sie auf den minderjährigen Täter und verwundet ihn schwer. Angetrieben von Schuldgefühlen versucht sie herauszufinden, wie der Teenager an eine scharfe Waffe gelangen konnte. 

Ihre Recherchen führen Sarah Kohr ins Teufelsmoor, wo sie auf das alte Waffenlager einer linksradikalen Terrorzelle stößt. Es ist der erste Hinweis auf die Terrorgruppe, seit diese vor 25 Jahren nach einem Anschlag von der Bildfläche verschwand. 

In der nahegelegenen Siedlung Hohenbek verfolgt die Kommissarin die Spur weiter, stößt in der Dorfgemeinschaft jedoch auf eine Mauer des Schweigens. Als auf Sarah Kohr ein Anschlag verübt wird, sucht sie das einzige Mitglied der Terrorzelle auf, das damals gefasst wurde.

Sarah Kohr – Teufelsmoor: Linksradikale Terrorzelle mit realen Bezügen

Bei der in "Sarah Kohr - Teufelsmoor" agierenden linksradikalen Terrorzelle handelt es sich um eine reale linksextremistische Terrorgruppe aus den 70ern und 80ern, ähnlich der Rote Armee Fraktion (RAF). Genau wie die RAF entstanden die RZ in den frühen 70er Jahren, in denen sie zu Beginn noch unabhängig voneinander und ab 1976 unter dem gemeinsamen Namen gewaltsame Anschläge mit Bomben wie auch vereinzelte „Knieschuss“-Attentate verübten. 

Gezielte Tötungen lehnten die Angehörigen eigenen Aussagen zufolge ab, doch vereinzelt kam es durchaus zu Todesfolgen. Mit der Wende verloren die RZ den Rückhalt der linken Szene und ihre Gruppen spalteten sich immer mehr auf. Nur noch sehr vereinzelt kam es zu Anschlägen, die letzten offiziellen im Jahr 1993.

Sarah Kohr – Teufelsmoor: Vierter Thriller glänzt mit hochkarätigen Schauspielern 

Der vierte Thriller der "Sarah Kohr" Reihe überzeugt nicht nur mit einer spannenden Geschichte, sondern auch mit hochkarätigen Schauspielern. Wie schon in den Thrillern zuvor, spielt Lisa Maria Potthoff Sarah Kohr. Die deutsche Schauspielerin ist bekannt durch ihre Rolle unter anderem in den bayerischen Eberhofer-Krimis, die 2013 mit "Dampfnudelblues" begannen und deren sechster Teil Leberkäsjunkie 2019 im Kino lief. An ihrer Seite spielen Herbert Knaup und Armin Rohde, die beide schon mehrere Auszeichnungen für ihre schauspielerische Leistung erhielten. Weitere Schauspieler sind:

  • Staatsanwalt Anton Mehringer - Herbert Knaup
  • Heike Kohr - Corinna Kirchhoff
  • Anna Mehringer - Stephanie Eidt
  • Wilhelm Grebe - Armin Rohde
  • Katrin Hohenbek - Karoline Eichhorn
  • Wolfgang Hohenbek - Harald Schrott
  • Jule Hohenbek - Lilly Barshy
  • Reinhard Selig - Stephan Bissmeier
  • Jan Ladewig - Kai Schumann
  • Gesa Ladewig - Lisa Karlström
  • Lukas Ladewig - Noah Kraus
  • Markus Bent - Isaak Dentler
  • Silke Bent - Jasmin Mehling
  • Patrick Bent - Lennart Neftel
  • Björn Werner - Torsten Hammann
  • Edvin Slivka - Kailas Mahadevan
  • Carsten Lücking - Philip Schwarz

Sarah Kohr – Teufelsmoor: Drehorte entscheidend für Handlung des Films

Der Drehort muss für Regisseur Marcus O. Rosenmüller perfekt für die Geschichten der "Sarah Kohr" Reihe passen. Für den vierten Thriller "Teufelsmoor" brauchte es Eigenschaften wie eine ländliche Umgebung, in der Neues nicht lange unentdeckt bleibt. So werde die Handlung der Geschichte mit der Umgebung bestärkt.

"Die Anonymität der Großstadt mit ihrem allgegenwärtigen Desinteresse am Mitmenschen wäre die eindeutig bessere Wahl für ein Leben im Untergrund", erklärt der Regisseur. "Für unsere Geschichte war der ländliche, fast isolierte Kosmos allerdings entscheidend."

Vor diesem Hintergrund scheint es mehr als passend, dass Sarah Kohr üblicherweise in Norddeutschland ermittelt. Vier der zehn kleinsten Gemeinden Deutschlands liegen in Schleswig-Holstein, darunter auch die kleinste – das nordfriesische Gröde mit gerade einmal sieben Einwohnern (Stand Ende 2018). Der perfekte Standort also für das fiktive Hohenbek des Films. Gedreht wurde "Sarah Kohr - Teufelsmoor" in Hamburg und Umgebung.

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