Die Hauptdarsteller des ARD-Films „Ökozid“.
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Die vier Hauptdarsteller des Films „Ökozid“, der heute um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen ist.

Heute um 20.15 Uhr im Ersten

„Ökozid“ (ARD): Handlung, Darsteller und Kritiken des Dramas im Überblick

  • vonKim Luisa Engel
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Heute Abend um 20.15 Uhr zeigt Das Erste den Spielfilm „Ökozid“, der sich mit dem Thema des Klimawandels auseinandersetzt. Ein Überblick über Handlung, Darsteller und Kritiken.

  • Das Erste zeigt das Drama „Ökozid“ heute Abend um 20.15 Uhr, zentrales Thema ist der Klimawandel.
  • Der Film-Mittwoch fällt in die ARD-Themenwoche „#WIE LEBEN: BLEIBT ALLES ANDERS.“
  • Wir geben einen Überblick über Handlung, Darsteller und Kritiken des ARD-Films.

Frankfurt – Das Erste zeigt heute den Film „Ökozid“ im Rahmen der ARD-Themenwoche 2020 „#WIE LEBEN: BLEIBT ALLES ANDERS“. Die Welt wie wir sie kennen, verändert sich immer weiter. Daher stellt der Sender seinen Zuschauern folgende Frage: Wie wollen wir leben? Die Klimakrise ist eine der zentralen Fragen unserer Zukunft und damit ein Hauptbestandteil der ARD-Themenwoche. Die Kernfragen des TV-Dramas „Ökozid“ lauten: Gibt es ein Recht auf eine intakte Natur? Und wer trägt eigentlich die Schuld am Klimawandel?

„Ökozid“: Die Handlung des ARD-Films

Die Handlung des Filmes spielt im Jahre 2034. Die Folgen der Klimakatastrophe sind überall zu spüren, da die Weltgemeinschaft es jahrzehntelang versäumt hat, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dürre und Hochwasser vernichten die Existenzen von Millionen von Menschen. Nach einer Sturmflut, der dritten in Folge, steht der Sitz des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag unter Wasser und wurde vorübergehend nach Berlin verlegt.

Dort vertreten die Anwältinnen Larissa Meybach und Wiebke Kastager eine Koalition aus 31 Staaten der Südhalbkugel, darunter Haiti, Mosambik und Bangladesch. Die Vertreter der südlichen Länder fordern Schadenersatz in Milliardenhöhe von der Bundesrepublik Deutschland, weil die Folgen des Klimawandels sie besonders hart treffen. Die Südstaaten erhoffen sich, dass die Frage der Verantwortung geklärt wird und fordern gleichzeitig das Recht der Natur auf Unversehrtheit ein.

Zwei Vertreterinnen der 31 südlichen Länder, die Deutschland für ihr Versagen im Klimaschutz zur Verantwortung ziehen.

ARD-Drama: Auch Angela Merkel spielt eine Rolle in „Ökozid“

Hochrangige Vertreter aus Industrie und Politik sollen als Zeugen aussagen, auch Altkanzlerin Angela Merkel wird für ihre Klimapolitik in den Jahren von 1998 bis 2020 belangt. Der Internationale Gerichtshof hat nun die Aufgabe, zu entscheiden, ob Deutschland für sein Versagen beim Klimaschutz zur Rechenschaft gezogen werden kann. Außerdem gilt es, allgemein festzulegen, ob alle Staaten verpflichtet sind den Klimawandel abzuwenden.

Ökozid“ ist eine Produkt der zero one film-Filmproduktionsfirma, koproduziert mit rbb, NDR und WDR. Regie und Drehbuch stammen von Andres Veiel, gedreht wurde ausschließlich in einem Studio, welches zu einem Gerichtssaal umgebaut wurde.

Themenfilm „Ökozid“: Die Darsteller des ARD-Films

Friederike Becht verkörpert Larissa Meybach, eine der Anwältinnen der 31 Kläger-Staaten. Sie ist sowohl erfahrene Theater- als auch Filmschauspielerin und hatte 2008 eine Nebenrolle in dem preisgekrönten Kinofilm „Der Vorleser“. Chefanwältin Wiebke Kastager wird gespielt von Nina Kunzendorf, ebenfalls erfahrene Filmschauspielerin. Einigen Zuschauern dürfte sie als Kommissarin Conny Mey bekannt sein, die von 2011 bis 2013 für den Frankfurter „Tatort“ ermittelte.

Als Verteidiger der Bundesrepublik Deutschland, Victor Graf, ist Ulrich Tukur zu sehen. Er ist einer der berühmtesten deutschen Schauspieler, der in unzähligen Filmproduktionen mitwirkte. Wie Nina Kunzendorf früher, ermittelt auch er seit 2010 ebenfalls für den „Tatort“ des Hessischen Rundfunks. Den vorsitzenden Richter Prof. Dr. Hans-Walter Klein mimt Edgar Selge, ebenfalls Film- und Theaterschauspieler und Tatort-Veteran. In weiteren Rollen sind zu sehen:

Schauspieler Rolle
Friederike BechtLarissa Meybach (Anwältin der Klägerstaaten)
Nina KunzendorfWiebke Kastager (Chefanwältin der Klägerstaaten)
Ulrich TukurVictor Graf (Verteidiger der Bundesrepublik Deutschland)
Edgar SelgeProf. Dr. Hans-Walter Klein (Vorsitzender Richter)
Utsav AgrawalSulab Makan (Klägervertreter Bangladesh)
Brenda TurnerJada Brihanna (Klägervertreterin Haiti)
Rehema LuzigaAssane Tendai (Klägervertreterin Mosambik)
Sven SchelkerLaurenz Opalka (Social Media Operator)
Martina Eitner-AcheampongDr. Angela Merkel (Bundeskanzlerin 2005-2020)

„Ökozid“ (ARD): Kritiken zum TV-Drama

Der Film „Ökozid“ kam bei den meisten Kritikern gut an. „Enorme Spannung“, schreibt Christiane Grefe für Die Zeit, „bezieht das aufklärerische Kammerspiel aus seiner Brisanz“. Dabei spielt die Autorin nicht nur auf die ARD-Themenwoche an, in deren Rahmen der Film gezeigt wird, sondern auch auf Ursula von der Leyens „Green Deal“. Die Präsidentin der Europäischen Kommission hatte erst im September eine Erhöhung des EU-Klimaziels von 40 auf 55Prozent-Co2-Reduzierung bis 2030 festgelegt, demnächst soll auch über den Emissionshandel neu verhandelt werden.

Auch für TV-Spielfilm stellt der Film „eine präzise recherchierte, beklemmende Zukunftsvision“ dar. Der fiktive Prozess sei spannend wie ein Polit-Krimi und auch die als Beweismaterial eingeblendeten Original-Nachrichten und -Interviews verdeutlichten, wie nah der Film an der Realität sei. Auch bei der Ausstattung wurde penibel darauf geachtet, ein glaubhaftes Szenario zu zeichnen: so wiesen große Wasserspender auf künftig zu erwartende Hitze-Sommer hin.

Ein „Manko“ sei jedoch, so Autor Maximilian Haase, dass während weiße deutsche Schauspieler die Hauptrollen übernehmen, die Vertreter der Kläger-Staaten nur auf Nebenrollen reduziert seien. Trotzdem macht „Ökozid“ für ihn einiges richtig: Das Drama bringe die bedrohten Arbeitsplätze in der Braunkohle-Industrie ebenso vor wie die bisweilen gelungene Reduzierung der CO2-Emissionen.

Nach „Ökozid“: ARD zeigt Themenabend zur Klimakrise

Das Erste zeigt das Drama „Ökozid“ heute um 20.15 Uhr im Rahmen eines Themenabends zur Klimakrise. Im Anschluss greifen Sandra Maischberger und ihre Gäste das Thema auf und diskutieren über die Kernfragen, die der Film aufwirft. Danach sendet die ARD eine Dokumentation von Kathrin Pitterling über Berliner „Fridays for Future“-Aktivisten.

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