Ob sich Oliver Welke auch ins Fäustchen lacht?
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Ob sich Oliver Welke auch ins Fäustchen lacht?

Podcast „Jokes“

„heute-Show“ (ZDF): Oliver Welke hat kein WhatsApp – und legt das jedem ans Herz

  • vonSebastian Richter
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Oliver Welke ist das bekannteste Gesicht der „heute-Show“ im ZDF. In Till Reiners Podcast „Jokes“ spricht er über seinen Werdegang zu einem der erfolgreichsten Comedians Deutschlands.

  • Oliver Welke ist seit 2009 Moderator der „heute-Show“.
  • Die Sendung geht inzwischen in das zwölfte Jahr im ZDF.
  • Im Podcast „Jokes“ spricht Oliver Welke über seinen Werdegang, die Arbeit der „heute-Show“ und Political Correctness.

In ihrer inzwischen 22. Staffel kam die „heute-show“ auf ungeahnte Quotenhöhen. Den größten Erfolg verbuchte die Satiresendung im Frühjahr dieses Jahres, als sie regelmäßig mehr als 5 Millionen Zuschauer erreichen konnte. Eine Konstante gehört seit 2009 immer dazu: Moderator Oliver Welke sprach in Till Reiners Podcast „Jokes“ über seinen Werdegang und die Geschichte der „heute-Show“.

„heute-Show“-Moderator Oliver Welke in Till Reiners Podcast: Sein Werdegang begann klassisch

Oliver Welkes Werdegang begann klassisch. Im Studium der Publizistik lernte er Oliver Kalkofe kennen, mit dem er gemeinsam erste Projekte im Radio gestaltete. Anschließend kam er zum Sportjournalismus, eine Arbeit, die ihn viel lehrte – vor allem Spontanität. Live-Sendungen seien die beste Schule, die es gibt, sagt Oliver Welke im Podcast „Jokes“. Er sieht darin auch einen Vorteil zu Kollegen, die ihre Laufbahn mit der Arbeit am Teleprompter begannen und somit hauptsächlich das Ablesen trainierten. Zwar könne man sich auch bei Sportereignissen vorbereiten und sich Fragen zurechtlegen, aber manchmal muss man alle Vorbereitung wieder wegschmeißen. Er erzählt, wie er sich während seiner Karriere auf Niederlagen von Sportvereinen einstellte und kritische Fragen an den Trainer vorbereitet hatte. Dann fällt in der 93. Minute das 1 : 1. Zeit, um neue Fragen zu formulieren, bleibt so natürlich keine. „Und dann? Das ist schrecklich, aber das ist cool“, sagt Welke.

Seit 2009 moderiert Oliver Welke die „heute-Show“, das Satire-Prunkstück des ZDF. Mehr als vier Millionen Zuschauer verfolgen regelmäßig die Abrechnung mit der Politik am Freitagabend. Aber die Sendung im Fernsehen ist bei Weitem nicht der einzige Inhalt, den das Team der „heute-Show“ produziert. Zusätzlich zu den Autorenteams für die Fernsehsendung gibt es eine Onlineredaktion, die Kanäle auf Twitter, Facebook und Instagram bespielt. Nur auf YouTube werden Ausschnitte aus der Sendung im ZDF zweitverwertet, ansonsten arbeitet die Onlineredaktion fast ganz autark. Der Moderator der „heute-Show“ ist so gut wie nie in die Onlinewelt seines Teams involviert. Denn: Oliver Welke hat nicht einmal WhatsApp, wie er selbst im Podcast mit Till Reiners zugibt. „Ein Lebensstil, den ich jedem nur ans Herz legen kann.“

Oliver Welke: Die „heute-Show“ hat durch stetigen Wandel Erfolg

Den durchgängigen Erfolg der „heute-Show“, der die Sendung ins inzwischen zwölfte Jahr trägt, sieht Welke im sich stetig wandelnden Ensemble. Man sei bemüht, immer wieder neue Leute in die Show zu holen, auch jüngere, die aus ganz anderen Humorwelten kommen. Andere wöchentliche Formate seien nach einigen Jahren ausgelaufen – inhaltlich, aber auch bei der Quote. „Das wir noch im Rennen sind, liegt einfach daran, dass wir sowohl bei den Leuten hinter der Kamera als auch vor der Kamera immer neue Leute reingeholt haben, die auch über Sachen lachen, auf die ich nie gekommen wäre.“

Auch „Political Correctness“ in Comedy und Satire wird Thema im Podcast. Dabei müsse man eine „kleinteilige Diskussion“ führen, ein generelles Urteil könne man nicht fällen. „Man muss aufpassen, dass man sich in keine Stimmung reinsteigert, in der man bestimmte Sachen nicht mehr sagen darf“, äußert sich Welke. „Das ist der größte Bullshit ever.“

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