Mehrere Polizisten und Polizistinnen gehen von Polizeiwagen mit Blaulicht davon.
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Drehstart für den „Großstadtrevier“-Film

AB 20.15 UHR IM ERSTEN

„Großstadtrevier“-Spezial heute in der ARD: Drehorte, Darsteller, Handlung und Kritiken zu „St. Pauli, 06:07 Uhr“

  • vonSebastian Schmidt
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Das Erste zeigt heute (19.05.2021, ZDF) ab 20.15 Uhr das Großstadtrevier Spezial „St. Pauli, 06:07 Uhr“. In dem Filmableger zum 35-jährigen Jubiläum der Serie wird eine Polizistin selbst zum Opfer einer Straftat.

Hamburg – Mittwochabend, Primetime in der ARD: Das Erste zeigt heute (19.05.2021) Abend zum 35-jährigen Jubiläum der Serie „Großstadtrevier“ eine Folge in Spielfilmlänge. In der Spezial-Episode „St. Pauli, 06:07 Uhr“ wird Polizeiobermeisterin Nina Sieveking auf dem Nachhauseweg brutal verprügelt. Die anschließenden Ermittlungen verlaufen schwierig: Trotz zahlreicher Zeugen will niemand etwas gesehen haben. Soweit die Prämisse. Aber lohnt es sich, einzuschalten? Wir blicken auf Handlung, Darsteller, Drehorte und Kritiken zum Krimi.

„Großstadtrevier“-Spezial heute in der ARD: Worum geht es in „St. Pauli, 06:07 Uhr“?

Polizeiobermeisterin Nina Sieveking sitzt um 06:07 Uhr auf dem Heimweg in der U-Bahn, als zwei Männer, die Köpfe verdeckt von Kapuzen, ihren Wagon betreten. Die Fremden geraten mit einem Musiker in Streit. Die Auseinandersetzung droht zu eskalieren. Sieveking will dazwischen gehen und wird dann selbst brutal zusammengeschlagen – vor den Augen der übrigen Fahrgäste. Niemand greift ein.

An der U-Bahn-Station St. Pauli werfen die Männer die Polizistin aus der Bahn. Dort filmen die Schläger die blutüberströmte Nina Sieveking, während sie ihr mit einem Messer die langen Haare abschneiden. Die Polizistin schafft es irgendwann einen Notruf abzusetzen, aber als ihre Kollegen von der Wache – Lukas Petersen, Daniel Schirmer, Harry Möller und Piet Wellbrook – an der Station ankommen, sind die Täter bereits geflohen.

Die folgenden Ermittlungen der Beamten vom „Großstadtrevier“ laufen schleppend an. Auf den Bildern der Überwachungskameras ist nichts Brauchbares zu erkennen und Zeugen wollen nichts gesehen haben. Außerdem ist Nina Sievekings Waffe seit der Tat verschwunden. Als dann plötzlich die Leiche eines Täters auftaucht, wird die Polizistin vom Opfer zur Verdächtigen.

„Großstadtrevier“-Spezial heute in der ARD: „St. Pauli, 06:07 Uhr“ im August 2020 gedreht

Die Dreharbeiten zum Großstadtrevier Filmableger „St. Pauli, 06:07 Uhr“ begannen laut ARD am 21.08.2020. Schauplatz und gleichzeitig Drehort war die Hansestadt Hamburg. Der Abschluss der Dreharbeiten war am 22.09.2020. Wie das Stadtmagazin Kiekmo berichtet, befindet sich die Kulisse des 14. Polizeireviers, Dreh- und Angelpunkt der Serie, im Studio Atelier 3 in Tonndorf. Das Revier sei der berühmten Davidwache auf St. Pauli nachempfunden. St. Pauli ist ein wichtiger Handlungsort der Serie und der wohl berühmteste Stadtteil – auf Norddeutsch Kiez – von Hamburg. Das liegt zum einen an der legendären Reeperbahn, der 930 Meter langen zentralen Straße in St. Paulis Vergnügungs- und Rotlichtviertel. Zum anderen aber auch an dem Kult-Fußball-Club FC St. Pauli, der momentan in der zweiten Bundesliga spielt.

„Großstadtrevier“ in der Mediathek

Übrigens: Nach der Ausstrahlung im Fernsehen ist die Folge „St. Pauli, 06:07 Uhr“ des Großstadtreviers sechs Monate in der ARD-Mediathek abrufbar.

Großstadtrevier Spezial: „St. Pauli, 06:07 Uhr“ heute in der ARD: Woher kennt man die Darsteller?

Hauptfigur Nina Sieveking wird von Wanda Perdelwitz gespielt. Die 37-jährige Schauspielerin war laut Fan-Wiki der „Großstadtrevier“-Serie in allen großen deutschen Krimi-Serien bereits zu sehen, ob „Tatort“ („Rotkäppchen“), „Polizeiruf 110“ („Blutiges Geld“) oder „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“ („Tausend Tode“). Bereits seit 2012 spielt sie in der Serie „Großstadtrevier“ mit. In „St. Pauli, 06:07 Uhr“ gerät die gebürtige Berlinerin in eine emotionale Konfliktsituation mit ihrem fiktiven Polizei-Team, das Kommissariatschefin Küppers alias Saskia Fischer leitet. Auch die 55 Jahre alte Fischer hat „Tatort“-Erfahrung, spielte in mehreren Folgen die Pathologin Patricia Funk. Fischer wirkte außerdem in zahlreichen Fernsehfilmen mit, wie zum Beispiel der Komödie „Ausgerechnet Sex!“. Ihre Rolle im „Großstadtrevier“ hat sie seit 2007 inne.

Ermittlerin Hariklia „Harry“ Möller wird von Maria Ketikidou gespielt. Die 54-Jährige erlangte durch ihre Darbietung im Ruhrgebietsfilm „Die Hearbreakers“, der mit dem Bayrischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, größere Bekanntheit. Polizeikommissar Piet Wellbrook wird von Peter Fieseler gemimt, der seit 2015 Teil der „Großstadtrevier“-Besetzung ist. Der 44-jährige Fieseler bringt zwei Jahrzehnte Filmerfahrung mit. Fans könnten ihn beispielsweise aus dem Kultfilm „Lammbock“ oder „Das Experiment“ kennen.

RolleDarsteller und Darstellerin
Frau KüppersSaskia Fischer
Hariklia MöllerMaria Ketikidou
Piet WellbrookPeter Fieseler
Nina SievekingWanda Perdelwitz
Lukas PetersenPatrick Abozen
Daniel Schirmer Sven Fricke
Hannes KrabbeMarc Zwinz
RabeHeinz Hoenig
KlöteJohannes Kienast
StempelRobin Bongarts
Charles WielandChristian Aumer
Peter ReinersHeiko Pinkowski
Katja BöhmeTina Pfurr
Mira BöhmeLilly Barshy
Rico FeldmannVincent Krüger
BonnieMarlene von Appen
ClydeMassimo Leo Ardente

Kritiken zum „Großstadtrevier“-Spezial „St. Pauli, 06:07 Uhr“: Lohnt es sich, heute ARD einzuschalten?

Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) durchzieht das Thema Zivilcourage den ganzen Film. Eine besondere Spannung ergebe sich daraus, das teilweise nicht klar sei, ob eine Schlüsselperson tatsächlich vor Ort oder bloß Einbildung der Protagonistin Nina Sieveking gewesen sei. Oder wie der NDR schreibt: „Fakten gegen Fantasie.“ In seiner Kritik würdigt der Norddeutsche Rundfunk besonders die schauspielerische Leistung von Wanda Perdelwitz als Sieveking und attestiert ihr eine „tolle Leistung“. Worauf sich die Zuschauer einstellen sollten: In einem Film ab 20 Uhr dürfte es laut NDR etwas ruppiger zugehen als in einer gewöhnlichen Folge der Vorabend-Serie.

Das sieht auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) so: In dem insgesamt sehenswerten Film gehe es zur Sache. Die Jubiläums-Folge habe im Gegensatz zu vielen ARD-Krimis einen „überzeugenden Ton“ und vollbringe den Spagat zwischen den Herzwärmemomenten der Serie und den rauen Szenen des 90-Minüters. Ein besonderes Lob packt FAZ-Autor Axel Weidemann für Kamerafrau Anne Misselwitz aus: „Stark und wuchtig“ seien die Bilder des Films.

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