Bjarne Mädel Ferdinand von Schirach Feinde ARD
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Kommissar Peter Nadler (Bjarne Mädel) sucht in „Ferdinand von Schirach: Feinde - Gegen die Zeit“ nach einem entführten Mädchen.

Film-Event

Top-Quote: Millionen schauen ARD-Experiment „Ferdinand von Schirach: Feinde“ mit Bjarne Mädel

Das Erste und die Dritten haben in zwei Filmen aus unterschiedlichen Perspektiven das Krimi-Drama „Ferdinand von Schirach: Feinde“ gezeigt - sehr erfolgreich.

  • Das Erste und die dritten Programme zeigten „Ferdinand von Schirach: Feinde“.
  • Das ARD-Event besteht aus zwei Filmen und einer Doku mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf einen Entführungsfall.
  • Wir geben einen Überblick über Handlung, Darsteller, Drehort und Konzept von „Ferdinand von Schirach: Feinde“.

Update vom Montag, 04.01.2021, 9.45 Uhr: Das TV-Event „Ferdinand von Schirach: Feinde“, das am Sonntag (03.01.2021) in zwei Versionen im Ersten und den dritten Programmen ausgestrahlt wurde, hat gute Quoten erzielt. Die ARD bezeichnete das Experiment in einer Pressemittelung als „geglückt“. Demnach schalteten knapp acht Millionen Menschen schalteten das Erste ein, um die Geschichte aus der Perspektive des von Bjarne Mädel gespielten Polizisten zu sehen. Der Sender erreichte damit einen Marktanteil von 21,8 Prozent.

In den dritten Programmen wurde die Perspektive des Strafverteidigers gezeigt. Hier schalteten knapp 2,5 Millionen Menschen ein, was den Sendern einen Marktanteil von 6,8 Prozent bescherte. Die Dokumentation „Feinde – Recht oder Gerechtigkeit”, die im Anschluss im Ersten lief, sahen mehr als 6 Millionen Zuschauer (19,5%). Von der Möglichkeit, den jeweils Film aus der jeweils anderen Perspektive zur Abrundung des Meinungsbildes zu schauen, machten zu späterer Stunde noch einmal fast 5 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer im Ersten und in den Dritten Gebrauch. In der Summe haben fast 15,3 Millionen Zuschauer die beiden Filme des Event-Abends in der ARD gesehen.

„Ferdinand von Schirach: Feinde“ (ARD): Handlung, Darsteller und Drehort des TV-Events

Erstmeldung vom Sonntag, 03.01.2021, 15.37 Uhr: Ein großes TV-Event in der ARD? Ferdinand von Schirach? Vielen Zuschauerinnen und Zuschauern dürfte diese Mischung nur allzu bekannt vorkommen. Erst Ende November hatte das Erste „Gott“ ausgestrahlt, 2016 sorgte „Terror“ für Aufsehen. Beide Werke stammten aus der Feder des Strafverteidigers und Schriftstellers von Schirach, pressten komplexe moralische Fragen in ein Spielfilmformat und zogen ein Millionenpublikum an. Man wagt wohl nicht zu viel mit der Behauptung: Dieses Kunststück dürfte die ARD mit „Feinde“ wiederholen können – schließlich fährt der Sender am heutigen Sonntagabend (03.01.2021) auf wie nie zuvor.

Es laufen parallel zwei Filme über ein und dieselbe Kindesentführung und die Folter am mutmaßlichen Verbrecher. „Ferdinand von Schirach: Feinde“ gibt es einmal mit dem Titel-Zusatz „Gegen die Zeit“. Der wird aus der Perspektive des Chefermittlers erzählt. Der zweite Film hat den Zusatz „Das Geständnis“. Er zeichnet die Perspektive des Verteidigers nach. Erstmals in ihrer Geschichte strahlt die ARD die Filme gleichzeitig aus. Dabei läuft im Ersten um 20.15 Uhr zunächst „Gegen die Zeit“, dann eine 30-minütige Reportage dazu und nach den „Tagesthemen“ dann „Das Geständnis“. In den Dritten werden die zwei Filme in der anderen Reihenfolge gezeigt. Auch in der ARD-Mediathek gibt es beide Teile sowie eine extra komprimierte Fassung.

„Ferdinand von Schirach: Feinde“: Die Handlung des Doppel-Films in der ARD

Welche Version von „Ferdinand von Schirach: Feinde“ das ARD-Publikum auch wählt, die Filme beginnen gleich: mit dem Verschwinden der zwölfjährigen Lisa von Bode. Auf dem Weg zur Schule wird das Mädchen entführt. Bei den Eltern des Kindes geht eine Lösegeldforderung ein: fünf Millionen Euro in Bitcoins. Danach entspinnen sich die jeweiligen Perspektiven auf den Kriminalfall.

Der erfahrene Kommissar Peter Nadler hat schnell den Sicherheitsmann Georg Kelz im Visier – doch ihm läuft die Zeit davon. Und der Verdächtige schweigt. Mit Gewalt zwingt der Polizist Kelz, den Aufenthaltsort des Kindes zu verraten. Vor Gericht gerät der Kommissar deshalb später in Bedrängnis: Strafverteidiger Konrad Biegler hat herausgefunden, dass der Nadler den Angeklagten für das Geständnis gefoltert hat. In der Verhandlung nimmt sich Biegler vor, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Sein Ziel ist ein Freispruch für den Entführer – und eine Strafe für den Kommissar.

„Ferdinand von Schirach: Feinde“: Darsteller, Drehort und Besetzung des ARD-Events

Die Hauptrollen im Krimi-Drama „Ferdinand von Schirach: Feinde“ übernehmen Bjarne Mädel als Peter Nadler und Klaus Maria Brandauer als Konrad Biegler. Einem breiten Fernsehpublikum ist der gebürtige Hamburger Mädel vor allem für seine komödiantischen Rollen in den Kult-Serien „Stromberg“ und „Der Tatortreiniger“ bekannt. Dass er auch anders kann, wenn er muss, zeigt er unter anderem in einer intensiven Waterboarding-Szene mit Georg Kelz alias Franz Hartwig („Tatort“, „A most wanted man“, „Zwei verlorene Schafe“).

Der mehrfach preisgekrönte Österreicher Brandauer spielte sich vom Theater ins Kino, trat beispielsweise als Gegenspieler von Sean Connery in der „James Bond“-Reihe auf und ergatterte für seine Rolle in „Jenseits von Afrika“ einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Inszeniert hat ihr Aufeinandertreffen Nils Willbrandt („Tatort“, „SOKO Wismar“, „Pregau – Kein Weg zurück“), der mit Ferdinand von Schirach auch schon an „Schuld“ arbeitete. Gemeinsam mit Jan Ehlert schrieben sie an den Drehbüchern für „Feinde“. Die Filme spielen in Berlin, wo sie auch gedreht wurden. (red/dpa/ag)

RolleDarsteller und Darstellerinnen
Konrad BieglerKlaus Maria Brandauer
Peter NadlerBjarne Mädel
Georg KelzFranz Hartwig
Judith LanskyKatharina Schlothauer
Elly BieglerUlrike Kriener
Lisa von BodeAlix Heyblom
Frau von BodeUrsina Lardi
Herr von BodeHarald Schrott
VorsitzendeAnne Ratte-Polle
Staatsanwältin BentrockNeda Rahmanian

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