Erika aus dem ARD-Film „Einer wie Erika“.
+
Ein Mann wird Weltmeisterin: Erika Schinegger ist intersexuell.

Heute 20.15 Uhr im Ersten

„Einer wie Erika“ (ARD): Handlung, Drehorte und Darsteller im Überblick

  • vonKim Luisa Engel
    schließen

Heute Abend um 20.15 Uhr zeigt das Erste den deutsch-österreichischen Spielfilm „Einer wie Erika“. Ein Überblick über Handlung, Drehorte und Darsteller des ARD-Mittwochfilms.

  • Heute Abend um 20.15 Uhr zeigt Das Erste die Filmbiografie „Einer wie Erika“.
  • Das ARD-Drama handelt vom Leben der Ski-Rennläuferin Erika Schinegger.
  • Ein Überblick über Handlung, Drehorte, Produktion und Darsteller des Biopics.

Schon der Name des ARD-Films suggeriert, dass Erika anders ist. Statt „Eine wie Erika“ heißt der Film „Einer wie Erika“, die männliche Form des unbestimmten Artikels lässt aufhorchen. Bekommt der Zuschauer dann noch die Information, dass der Film eine Biografie der österreichischen Ski-Rennläuferin Erika Schinegger ist, macht der Titel plötzlich Sinn. Schinegger ist als Mädchen aufgewachsen und trat als solches auch bei der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Chile an, genetisch ist er jedoch ein Mann. Reinhold Bilgeri hat das bewegte Leben des Sportlers bereits 2018 in die Kinos gebracht, nun läuft die Filmbiografie zum ersten Mal im Fernsehen.

„Einer wie Erika“ (ARD): Die Handlung des Dramas

Bei Erikas Geburt im Juni 1948 schaut die Hebamme einen Moment länger hin als üblich, bevor sie dies Geburt eines Mädchens verkündet. Erika, die auf einem Bauernhof in Kärnten aufwächst, entpuppt sich schnell als echter Wildfang. Da sie sich mehr für das Innenleben eines Traktors als für Puppen interessiert, gibt es laufend Ärger mit ihren Eltern. Eine weitere von Erikas Leidenschaften ist das Skifahren - dank ihres muskulösen Körpers ist sie schneller als jedes andere Mädchen und feiert bald große Erfolge. 1966 wird sie sogar Weltmeisterin im Slalom, sie ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und wird frenetisch gefeiert.

1966 wird Erika Abfahrts-Weltmeisterin - die Welt liegt ihr (noch) zu Füßen.

Der nächste Meilenstein auf ihrem Triumphzug soll eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble sein. Aufgrund von Fällen organisierten Hormonmissbrauchs unter den Sportlerinnen des Ostblocks wird vorher erstmals eine Geschlechtsbestimmung aller Sportler angesetzt. Vom einen auf den anderen Moment wird Erikas Welt komplett auf den Kopf gestellt. Der Test ist eindeutig: E. Schinegger ist männlich. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) drängt auf eine Anpassungsoperation zur Frau, nur so könne sie ihre Medaille behalten und weitermachen wie vorher. Presse und Öffentlichkeit sind jedoch außer sich und wittern Betrug, die Karriere der 19-Jährigen scheint mit einem Schlag beendet. Doch wie wird Erika sich entscheiden?

ARD-Drama: Die Drehorte und Produktion von „Einer wie Erika“

Die Dreharbeiten fanden von März bis April 2017 in Innsbruck, Wien und Kärnten in Österreich statt. Als Drehorte fungierten unter anderem Sankt Urban und Umgebung, das Skigebiet Gerlitzen und Lavamünd.

Produziert wurde der Film von der österreichischen Lotus Film und der deutschen Zeitsprung Pictures, beteiligt waren außerdem der ORF und die SWR. Regie führte Reinhold Bilgeri, der laut eigener Aussage, bereits 50 Jahre von der Geschichte Schineggers begleitet wurde und sich als Fan von Erika beschreibt. Im März 2018 kam der Film bereits unter dem Titel „Erik & Erika“ in die österreichischen Kinos, heute erfolgt die TV-Erstausstrahlung im Ersten.

„Einer wie Erika“ (ARD): Die Darsteller des TV-Dramas

Die Hauptrolle der Erika Schinegger wird vom österreichischen Schauspieler Markus Freistätter verkörpert. Dieser wurde für seine schauspielerische Leistung in „Einer wie Erika“ unter anderem 2018 für den Romy und 2019 für den österreichischen Filmpreis nominiert. Freistätter spielt voranging in Filmen aus Österreich mit, bekannt ist er für diverse Auftritte bei SOKO Donau und Kitzbühel. Wie der Großteil der Darsteller der Filmbiografie, ist auch Gerhard Liebmann, der Erikas Vater mimt, Österreicher. Einem breiteren Publikum bekannt geworden ist er 2010 durch seine Rolle in der Komödie „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“, des weiteren wirkte er in zwei „Tatorten“ des Bayerischen Rundfunks mit. In weiteren Rollen sind zu sehen:

Rolle Darsteller
Erik(a) SchineggerMarkus Freistätter
Schwester SigbertaMarianne Sägebrecht
Liesel SumatraUlrike Beimpold
Vater Gerhard Liebmann
Mutter Birgit Melcher
Dr. Fischer Cornelius Obonya
Dr. KüblerHarald Schrott
Dr. Ramsauer Johannes Seilern
Dr. MooshardterRainer Wöss
Hubert GrasslAugust Schmölzer
ChristaLili Epply
Martin WimmerHary Prinz

„Einer wie Erika“ - wann ist das Drama im Ersten zu sehen?

Die ARD zeigt heute Abend (25.11.2020) um 20.15 Uhr die TV-Premiere des Kinofilms „Einer wie Erika“. Schon jetzt ist der Film vorab in der ARD-Mediathek zu sehen, wo er bis zum nächsten Mittwoch (2.12.2020) verfügbar bleibt. Wiederholt wird die Filmbiografie am 26.11. um 0.25 Uhr in der ARD, am 29.11. um 20.15 Uhr auf ONE und am 5.12. um 2.30 Uhr auf ONE.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare