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„Ein Dorf wehrt sich“ (ZDF): Handlung, Drehorte und Schauspieler des Kriegs-Dramas heute

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Von: Kim Luisa Engel

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„Ein Dorf wehrt sich“: Im Gemäldedepot im Bergwerk hält Sepp Rottenbacher (Fritz Karl) ein großes Bild in der Hand und sieht zu, wie Salinendirektor Waldstetter (Francis Fulton-Smith) und Dr. Rinner (Johannes Silberschneider) auf Xaver Pröttl (Norman Hacker) einreden.
In den letzten Tages des Zweiten Weltkriegs leistet ein österreichisches Dorf in „Ein Dorf wehrt sich“ Widerstand gegen die Nationalsozialisten. © ZDF/BERND SCHULLER

Heute Abend zeigt das ZDF den Spielfilm „Ein Dorf wehrt sich“ um 20.15 Uhr. Handlung, Drehorte, Produktion und Schauspieler des deutsch-österreichischen Kriegs-Dramas im Überblick.

Bei der Erstausstrahlung im ORF am 11. Dezember 2019 konnte „Ein Dorf wehrt sich“ einen Marktanteil von etwa 25 Prozent für sich behaupten. Außerdem wurde das Historiendrama, was sich mit den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges im österreichischen Altaussee beschäftigt, mit mehreren Preisen ausgezeichnet - unter anderem bei den „New York Festivals TV & Film Awards 2020“. Doch gegen was genau leistet das Dorf, wie der Titel vorschlägt, überhaupt Widerstand? Handlung, Drehorte, Produktion und Schauspieler des ZDF-Kriegs-Dramas im Überblick.

„Ein Dorf wehrt sich“ (ZDF): Die Handlung des Kriegs-Dramas

Altaussee, Österreich, im April 1945: Die Alliierten rücken immer näher, im Dorf herrschen aber noch die Nationalsozialisten. Sepp Rottenbacher, Bergarbeiter in der heimischen Salzmine, und sein Freund aus Kindertagen, Franz Mitterjäger, hoffen auf ein baldiges Kriegsende. Sepp hält sich aus allem raus, während Franz unter Beobachtung der Gestapo steht - er soll mit seiner Frau Elsa jungen Dorfbewohnern helfen zu desertieren und anschließend im Gebirge zu überleben.

Sepp und die anderen Bergleute müssen weltberühmte Kunstwerke, die die Nazis in ganz Europa gestohlen haben, in das Salzbergwerk schaffen. Die Gestapo kommt Franz auf die Schliche, Sepp kann seinen Freund zwar noch warnen, doch wird er auf der Flucht erschossen. Als die Nationalsozialisten ein würdiges Begräbnis von Franz verweigern, steht das Dorf zusammen und erzwingt diese. Vor der Kapitulation ordnet der Gauleiter die Sprengung der Stollen mit den Kunstschätzen an, ehe diese den alliierten „Feinden“ in die Hände fallen. Schafft es das Dorf, ein zweites Mal zusammenzuhalten und die Zerstörung der Gemälde zu verhindern?

ZDF-Kriegs-Drama: Drehorte und Produktion von „Ein Dorf wehrt sich“

Die Dreharbeiten zu „Ein Dorf wehrt sich“ fanden vom 8. März bis zum 24. April 2018 statt. Drehorte waren Altaussee im steirischen Salzkammergut, Pürgg in der Steiermark und Umgebung, sowie München.

Produziert wurde das Kriegs-Drama von der deutschen „Hager Moss Film GmbH“, Koproduzent war die österreichische „Mona Film“. Beteiligt waren der Österreichische Rundfunk (ORF), das ZDF und Arte, unterstützt wurde die Produktion vom Fernsehfonds Austria, dem FilmFernsehFonds Bayern und Cinestyria Filmcommission and Fonds. Die Österreicherin Gabriela Zerhau führte Regie und schrieb das Drehbuch, sie hat bereits Erfahrung mit der Thematik. 2015 drehte sie die sechsteilige ZDF-Mini-Serie „Tannbach - Schicksal eines Dorfes“, welches die Geschichte eines fiktiven Dorfes an der bayrisch-thüringischen Grenze zum Ende des Zweiten Weltkrieges und darüber hinaus behandelt.

„Ein Dorf wehrt sich“ (ZDF): Die Schauspieler des Kriegs-Dramas

Hauptrolle Sepp Rottenbacher wird von Österreicher Fritz Karl verkörpert. Karl ist sowohl Theater-, als auch Film- und Fernsehschauspieler und wurde im deutschsprachigen Raum durch seine Rolle in der Serie „Julia - Eine ungewöhnliche Frau“ bekannt, in der er ab 1999 mitwirkte. Bis heute spielt Fritz Karl in zahlreichen Filmen und Fernsehproduktionen mit, 2011 und 2020 wurde er als „Beliebtester Schauspieler“ mit dem Fernsehpreis Romy ausgezeichnet. Seit 2018 ist er in der Anwaltsserie „Falk“ zu sehen, er mimt die titelgebende Hauptrolle in nunmehr zwei Staffeln.

„Ein Dorf wehrt sich“: Sepp Rottenbacher (Fritz Karl) und Elsa Mitterjäger (Brigitte Hobmeier) beobachten zusammen mit anderen Dorfbewohnern (Komparsen) das Geschehen vor dem Salinenwerk. Im Hintergrund ein amerikanischer Soldat (Komparse) an einem Jeep. An einer Hauswand lehnen große Gemälde.
Die Hauptrollen von „Ein Dorf wehrt sich“: Sepp Rottenbacher (Fritz Karl) und Elsa Mitterjäger (Brigitte Hobmeier). © ZDF/BERND SCHULLER

Die deutsche Film- und Theaterschauspielerin Brigitte Hobmeier spielt Elsa Mitterjäger. Hobmeier startete ihre Karriere auf diversen Bühnen Deutschlands, von 2013 bis 2015 gab sie im „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen die Buhlschaft. Ähnlich wie Kollege Karl heimste sie zahlreiche Auszeichnungen ein, unter anderem 2012 einen Grimme-Preis für „Die Hebamme - Auf Leben und Tod“. 2020 gehörte sie zum Hauptcast der ARD-Serie „Oktoberfest 1900“, neben Francis Fulton-Smith, der auch bei „Ein Dorf wehrt sich“ dabei ist.

In weiteren Rollen des ZDF-Historiendramas sind, unter anderem, zu sehen:

RolleSchauspieler
Sepp RottenbacherFritz Karl
Elsa MitterjägerBrigitte Hobmeier
Franz MitterjägerHarald Windisch
Leni MitterjägerMaresi Riegner
Johann DörflerGerhard Liebmann
Xaver PröttlNorman Hacker
Ernst KaltenbrunnerOliver Masucci
August EigruberPhilipp Hochmair
Direktor WaldstetterFrancis Fulton-Smith

Wann ist „Ein Dorf wehrt sich“ zu sehen?

Das ZDF zeigt das Kriegs-Drama heute Abend um 20.15 Uhr. Vorab ist der Historienfilm in der ZDF-Mediathek verfügbar, wo er noch bis zum 22.12.2021 kostenlos abrufbar bleibt.

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