Der Hodscha und die Piebenkötter: Ursel Piepenkötter sieht keine andere Möglichkeit, als sich selbst des "Problems" anzunehmen und den Bau der Moschee erst einmal zu stoppen. Doch die Rechnung hat sie ohne Nuri Hodscha gemacht.
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Ursel Piepenkötter sieht keine andere Möglichkeit, als sich selbst des »Problems« anzunehmen und den Bau der Moschee erst einmal zu stoppen. Doch die Rechnung hat sie ohne Nuri Hodscha gemacht.

Film Mittwoch im Ersten

Der Hodscha und die Piepenkötter: Das sind Drehort und Inhalt der Politsatire im Ersten

  • vonMarion Müller
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Politik, Toleranz und Glaube: Die ARD zeigt heute Abend die Politsatire „Der Hodscha und die Piepenkötter“. Hier gibt es einen Überblick zu Drehort, Schauspieler und Inhalt.

Am „Film Mittwoch im Ersten“ zeigt die ARD heute Abend, 05.08.20, um 20.15 Uhr die Politsatire „Der Hodscha und die Piepenkötter“. Dabei geht es um ein noch immer aktuelles Thema: Die Angst mancher Bürger vor der „Islamisierung des Abendlandes“ und um Politik, Toleranz und Glaube. Eine spritzige, politisch nicht immer korrekte Komödie, die den Extremisten auf beiden Seiten sehr unterhaltsam Saures gibt, schreibt das Erste.

Der Hodscha und die Piepenkötter: Bürgermeisterwahlkampf wird zum „Kulturkampf“

Lautringen ist eine typische mittelgroße Stadt in Nordrhein-Westfalen. Bald steht die Nominierung der Kandidaten für die Bürgermeisterwahl an, und die amtierende Bürgermeisterin Ursel Piepenkötter gibt sich siegessicher. Doch ihr innerparteilicher Konkurrent Dr. Schadt nutzt den eigentlich längst abgesegneten Neubau der heruntergekommenen Moschee, um sich seinerseits in Stellung zu bringen: Lockt die »dubiose Riesen-Moschee« der türkischen Gemeinde nicht auch dubiose Leute an? Islamisten? Salafisten? Terroristen? Schadt würde als Bürgermeister den Neubau verhindern!

Ursel Piepenkötter, ebenso machthungrig wie trinkfest, sieht keine andere Möglichkeit, als sich mit Unterstützung ihres multifunktionell einsetzbaren Assistenten Meyer selbst des »Problems« anzunehmen und den Bau erst einmal zu stoppen. Doch die Rechnung hat sie ohne den neuen Geistlichen der türkischen Gemeinde gemacht, den Nuri Hodscha. Der eher fortschrittlich eingestellte Bruce-Springsteen-Fan ist ob seines impulsiven Temperaments bei einer ähnlichen Mission in Dresden gescheitert und fest entschlossen, seine zweite Chance in Deutschland zu nutzen.

Befeuert wird das Duell von Nuri Hodscha und Ursel Piepenkötter von den Extremisten der jeweiligen Lager, die den vermeintlichen »Kulturkampf« für ihre Zwecke nutzen wollen.

Durchaus zu Gute kommt ihm, dass er ein mindestens genauso großes Schlitzohr ist wie die Frau Bürgermeisterin. Beide greifen zu immer drastischeren Mitteln, um ihr Ziel zu erreichen. Kuhhandel, Erpressungen, ein überdimensionales Kreuz und der ohrenbetäubende Ruf des Muezzin – zum Einsatz kommt, was Erfolg verspricht, sogar vor bewusstseinserweiternden Keksen wird nicht zurückgeschreckt. Befeuert wird das Duell der beiden Hitz- und Dickköpfe von den Extremisten der jeweiligen Lager, die den vermeintlichen »Kulturkampf« für ihre Zwecke nutzen wollen. 

Der Hodscha und die Piepenkötter: Hauptdarsteller spielte schon in Michael Bully Herbig-Film

Der deutsch-türkische Schauspieler und Komödiant Hilmi Sözer spielt in der Politsatire „Der Hodscha und die Piepenkötter“ Nuri Hodscha. Viele dürften ihn aber schon aus Michael Bully Herbigs „Der Schuh des Manitu“ als Mitglied der Bande um Santa Maria kennen. Aber auch Anna Stieblich dürften viele aus verschiedenen Fernsehsendungen wie „SOKO“, „Tatort“ oder „Türkisch für Anfänger“ kennen. Zu sehen sind in „Der Hodscha und die Piepenkötter“ folgende Schauspieler:

Nuri HodschaHilmi Sözer
Ursel PiepenkötterAnna Stieblich
HülyaYeliz Simsek
PatrickDamian Hardung
OsmanHasan Ali Mete
CicekSermin Kayik
MeyerEric Klotzsch
KiraJulia Goldstern
Ines WagnerSybille J. Schedwill
Dr. SchadtFabian Busch
UdoAxel Häfner
AdaEmine Kaya
NazanXenia Töws

Der Hodscha und die Piepenkötter: Hier sind die Szenen der Politsatire entstanden

„Der Hodscha und die Piepenkötter“ spielt im fiktiven Lautringen, einer typischen mittelgroßen Stadt in Nordrhein-Westfalen. In Wahrheit dienten Köln, Dormagen, Hürth, Brühl und Wesseling als Kulisse der Politsatire.

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