"Godzilla 2"

Action-Spektakel mit ernstem Unterton

  • schließen

(dpa). Alles beginnt mit einem markerschütternden Schrei. Dann sehen wir San Francisco im Jahr 2014: Alles brennt, Ruinen über Ruinen. Der Rückblick erinnert daran, dass "Godzilla 2" ans Geschehen des Vorgängers von 2014, Gareth Edwards’ Film "Godzilla", anknüpft. Fünf Jahre schon, so heißt es, habe man von Godzilla nichts gehört. Wo sich das Meeresmonster in dieser Zeit versteckt gehalten hat, das ist eine der Fragen, die diesen Film antreibt.

Besetzt ist das 130 Minuten währende Bilderspektakel mit Schauspielern wie Vera Farmiga ("The Conjuring"), Ken Watanabe ("Inception"), Charles Dance ("Game of Thrones") und Sally Hawkins ("Happy-Go-Lucky"). Die Regie kam diesmal von Michael Dougherty.

Bevor wir aber Godzilla tatsächlich zu Gesicht bekommen, bricht eine wahre Monsterepidemie aus: An allen möglichen Orten auf dem Globus (darunter auch München) wüten Ungeheuer. Soll man sie alle töten, wie dies der Wissenschaftler Mark Russell fordert, oder ihre Kraft nutzen, um damit eine neue, eine friedliche und ökologischere Gesellschaft zu bauen? Von letzterer Idee beseelt ist Marks Frau Emma (Farmiga), die gern auf all die Schrecklichkeiten verweist, die der Mensch über den Planeten gebracht hat. Gleich in einer der ersten Szenen sehen wir in einer E-Mail den Betreff "Climate Change" (Klimawandel).

Wie viele Werke des Actiongenres wartet auch "Godzilla 2" mit zahlreichen Schnitten, Wackelbildern (Explosionen) und viel Lärm auf. Die musikalische Flankierung (von Bear McCreary) hat es dagegen schwer. Streicher-Crescendi vermengen sich mit Monstergeschrei zu einem indifferenten Soundbrei. Die verwaschen farbentsättigten Bilder mit vielen Grau-, Weiß- und hellen Blautönen erinnern ein wenig an die Schwarz-Weiß-Ästhetik der frühen japanischen Godzilla-Filme. Ab und zu wird die wenig bunte Farbpalette unterbrochen von grellen Gelbtönen (Kanonenfeuer, Brände).

Allzu viel an visuellen Einfällen hat der Film nicht im Portfolio. Dafür gibt es Action pur - und zu wenige Momente des Innehaltens. Die Menge an Querverweisen indes ist so üppig, dass sich in diesem Spektakel Fans von "Game of Thrones" (Godzilla bekommt es mit einem mehrköpfigen Drachen zu tun), von "Jurassic Park", von "Pacific Rim" und auch vom Riesenaffen King Kong wohlfühlen dürften.

Die Monster-Action läuft in Gießen (Kinopolis), Alsfeld (Kinocenter), Marburg (Cineplex), Nidda (Lumos) und Nidderau (Luxor).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare