21. April 2010, 09:42 Uhr

Pfeiffer Vacuum hat den Schlüssel zum Erfolg

Aßlar (pm). Seit wenigen Tagen besteht das Maschinenbau-Unternehmen Pfeiffer Vacuum genau 120 Jahre. Gegründet durch Arthur Pfeiffer als feinmechanische Werkstatt, blickt Pfeiffer Vacuum auf eine lange Tradition in der Entwicklung innovativer Technologien zurück.
21. April 2010, 09:42 Uhr
Arthur Pfeiffer

Aßlar (pm). Seit wenigen Tagen besteht das Maschinenbau-Unternehmen Pfeiffer Vacuum genau 120 Jahre. Gegründet durch Arthur Pfeiffer als feinmechanische Werkstatt, blickt Pfeiffer Vacuum auf eine lange Tradition in der Entwicklung innovativer Technologien zurück. »Angesichts der permanenten Innovationsfreude mag es viele erstaunen, dass Pfeiffer Vacuum bereits so betagt ist«, kommentiert Vorstandsvorsitzender Manfred Bender. »Zum ›alten Eisen‹ gehört das Unternehmen deshalb noch lange nicht. Es besitzt die seltene Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden.«

Dabei gehört Flexibilität zu den wichtigsten Erfolgstreibern. So gibt Pfeiffer die Vermarktung von Fernzündungsanlagen für gasbetriebene Straßenlaternen bereits zehn Jahre nach Gründung seiner mittlerweile sehr erfolgreichen Werkstatt auf. Denn auf der Weltausstellung von 1900 wird die Metallfadenlampe vorgestellt und so verlagert sich Pfeiffer auf Vakuumkomponenten für die Herstellung elektrischer Beleuchtungsprodukte. Bereits 1910 liefert der Unternehmer physikalische Geräte und komplette Laboratorien für Forschung und Lehre in alle Welt. Im Jahr 1926 zählt Arthur Pfeiffer Vakuumtechnik Wetzlar GmbH zu den größten Spezialfirmen weltweit auf dem Gebiet der Hochvakuumtechnik. In fast allen Ländern Europas und in den USA bestehen Generalvertretungen. Im Jahre 1958 startet die Serienfertigung der von Pfeiffer Vacuum entwickelten Turbomolekulapumpen, die ein Saugvermögen von 150 l/s erreicht und 95 kg wiegt. Das kohlenwasserstofffreie Vakuum eröffnet neue Einsatzgebiete in der Analytik und in der industriellen Verfahrenstechnik. Insbsondere die rasante Entwicklung in der Mikroelektronik und der Mikrochips ist ohne Turbopumpen, die für das notwendige Hochvakuum unter extremen Bedingungen sorgen, nicht möglich.

Neben einer breiten Palette von Vakuumpumpen gehören Anlagen zur Trocknung und Imprägnierung von Kabeln, zur Entgasung von Transformatorenölen und zur Gefriertrocknung pharmazeutischer Produkte zum Fertigungsprogramm.1969 endet die Ära als familiengeführtes Unternehmen, Pfeiffer wird Mitglied der Balzers-Gruppe mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein. Am 16. Juli 1996 geht Pfeiffer VacuumTechnology AG als erstes deutsches mittelständisches Unternehmen an die New York Stock Exchange. Alle Aktien werden platziert, das Unternehmen tritt somit aus dem Konzernverbund aus und ist seitdem eigenständig. 1998 folgt die Zweitnotierung an der Deutschen Börse Frankfurt im Neuen Markt (heute TecDax). Die Entwicklung des Titels gilt als mustergültig.

Heute ist Pfeiffer Vacuum zu einem weltweit führenden Hersteller von Komponenten und Systemen zur Erzeugung, Messung und Analyse von Vakuum avanciert. (Foto: pm)

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