08. September 2009, 21:18 Uhr

»Sinnvolle Investition in die Zukunft der Vogelsbergbahn«

Gießen/Fulda (pm). Als »guten Tag für die Zukunft des hessischen Nahverkehrs« bezeichnete der Fahrgastverband »Pro Bahn« die Zusage des Landes Hessen und der Deutschen Bahn AG, erhebliche Geldmittel in die Vogelsbergbahn Gießen - Fulda (RMV-Linie 35) zu investieren.
08. September 2009, 21:18 Uhr

Gießen/Fulda (pm). Als »guten Tag für die Zukunft des hessischen Nahverkehrs« bezeichnete der Fahrgastverband »Pro Bahn« die Zusage des Landes Hessen und der Deutschen Bahn AG, erhebliche Geldmittel in die Vogelsbergbahn Gießen - Fulda (RMV-Linie 35) zu investieren. Dies sei ein weiterer Schritt zur Zukunftssicherung dieser Strecke, teilte Thomas Bayer gegenüber der Presse mit, der stellvertretende Landesvorsitzende von »Pro Bahn«. Allerdings müsse die Modernisierung zügig abgeschlossen werden. Bis 2011 sollen - wie gestern berichtet - auf der Strecke insgesamt 24,6 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes in Streckenbegradigungen, die Erneuerung von Brücken, den Ausbau von Bahnhöfen und Haltepunkten sowie in die Modernisierung der teilweise veralteten Signal- und Bahnübergangstechnik investiert werden. »Hier finden die Mittel aus dem Konjunkturprogramm eine sinnvolle Verwendung. Das hat Vorbildcharakter für andere Bundesländer. Investitionen in den Nahverkehr sind immer Investitionen in die Zukunft.«

Die Vogelsbergbahn ist 105 Kilometer lang, hat 22 Bahnhöfe und Haltepunkte und über 100 Bahnübergänge. Laut »Pro Bahn« nutzen täglich 7500 Menschen das Zugangebot.

Bayer fordert allerdings, dass die angekündigte Fahrzeitverkürzung durch die Anhebung der durchschnittlichen Geschwindigkeit von 90 auf bis zu 120 km/h zu Lasten der zwölf kleinen Regionalbahn-Haltepunkte wie Saasen, Göbelnrod, Lehnheim, Zell-Romrod, Ehringshausen sowie Burg- und Nieder-Gemünden geht. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund hatte mehrfach angekündigt, ein halbes Dutzend dieser Haltepunkte schließen zu wollen.

Dahingegen sei, so »Pro Bahn«, die Lage der Haltepunkte »bereits heute prekär: Seit dem Fahrplanwechsel Ende 2006 halten hier Montag bis Freitag - täglich - wesentlich weniger Züge als früher. Vormittags sind sie somit vier bis sechs Stunden komplett vom Bahnverkehr abgehängt. Die Nutzung ist entsprechend. Beispielsweise hält am Haltepunkt Göbelnrod in Richtung Fulda zwischen 8:11 Uhr und 12:40 Uhr kein Zug.« Öffentlicher Personennahverkehr sei nur im Gleichklang von gutem Fahrplanangebot, modernen Bahnhöfen und Zügen sowie kurzer Fahrzeit zukunftsfähig.

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