29. Mai 2008, 22:20 Uhr

Kerckhoff-Klinik: Herz-Lungen-Zentrum wächst

Bad Nauheim (pm). Die Kerckhoff-Klinik hat den Finanzierungsantrag für den Erweiterungsbau des Herz-Lungen-Zentrums bei der Landestreuhandstelle Hessen eingereicht. Der Baubeginn für das neue Zentrum, das in den bestehenden Gebäuden durch Aufstockung und Erweiterung realisiert wird, ist für Ende des Jahres geplant.
29. Mai 2008, 22:20 Uhr

Bad Nauheim (pm). Die Kerckhoff-Klinik hat den Finanzierungsantrag für den Erweiterungsbau des Herz-Lungen-Zentrums bei der Landestreuhandstelle Hessen eingereicht. Der Baubeginn für das neue Zentrum, das in den bestehenden Gebäuden durch Aufstockung und Erweiterung realisiert wird, ist für Ende des Jahres geplant. Mit 46 Intensivbetten wird die Kerckhoff-Klinik über Hessens größte Intensivstation verfügen. »Wir rechnen noch im Sommer mit dem vorläufigen Mittelbescheid des Landes«, erklärte der kaufmännische Geschäftsführer der Klinik, Dr. Hans-Albert König. Das Investitionsvolumen belaufe sich auf 13 Millionen Euro, die Bauzeit soll ein bis zwei Jahre betragen.

»Die Planung der baulichen Umsetzung und medizinisch-technischen Ausstattung ist fertiggestellt. Damit befinden wir uns im vorgesehenen Zeitplan«, so König weiter. Das neue Zentrum wird nach Erweiterung und Aufstockung im Verbindungsteil zwischen dem derzeitigen chirurgischen und internistischen Teil entstehen. »Wir haben verschiedene Planungsalternativen geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Raumpotenziale im Gebäudebestand nach Erweiterung ausreichen«, erläuterte der kaufmännische Geschäftsführer. Auch der Kauf der an die Klinik angrenzenden Gebäude sei erwogen worden. Mit dem Eigner sei jedoch keine Einigung erzielt worden.

Die Erweiterung sieht eine Verbreiterung sowie eine Aufstockung von zwei auf fünf Geschosse über der derzeitigen Eingangshalle der Klinik vor. Geplant sind zwei zusätzliche Operationssäle nach neuestem Stand der Technik und Hygienevorschriften, eine neue Schleuse zum OP-Trakt sowie neue Sozialräume. Im zweiten Obergeschoss sehen die Pläne neben neuen Abteilungen für die Normalpflege auch eine neue Intensivstation vor, in der die bestehenden Stationen zusammengelegt werden sollen. »Wir werden über 46 Intensivbetten verfügen, von denen 26 als Beatmungsplätze ausgestattet sind«, sagte der Direktor des zentralen Pflegediensts, Ulrich Jung. Geplant sei ein fließender Übergang der Intensivpflege von einem »High-Care«- über den »Intermediate-Care«- bis hin zum »Low-Care«-Bereich. »Dieses moderne Konzept erlaubt uns eine größere Flexibilität und höhere Effizienz bei der Betreuung von Patienten nach Kunstherz-Implantationen und großen Herz- oder Lungen-Operationen«, so Jung.

Für die neue Abteilung Thoraxchirurgie, die sich derzeit in einem übergangsweise errichteten Gebäude befindet, seien 44 Betten vorgesehen. »Mit der neuen Infrastruktur werden wir Qualität und Effizienz der Behandlung in der Herz- und Thoraxchirurgie weiter steigern und unsere Position als Zentrum mit überregionaler Bedeutung weiter ausbauen«, sagte der ärztliche Direktor, Prof. Dietrich E. Birnbaum, zur medizinischen und betriebswirtschaftlichen Perspektive. Neben der Bedeutung als Zentrum mit überregionalem Einzugsgebiet sei aber vor allem die Vernetzung mit den regionalen Partnern ein elementarer Bestandteil des Konzepts. Birnbaum: »Mit der baulichen Erweiterung stehen wir vor allem unseren Partnern und der Bevölkerung in der Region als kompetenter Partner für die Therapie von Herz- und Lungen-Erkrankungen zur Verfügung. Unser Motto lautet: Kooperation für die Menschen in der Region.«

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