26. Mai 2008, 22:16 Uhr

Der Eisvogel-Pokal als Garant für regionale Spitzenqualität

Lich/Marburg (ik). An kulinarischen Attraktionen wird es am 7. November in der Marburger Hotel- und Touristikfachschule nicht mangeln: Dort werden acht ausgewählte Profi-Köche aus Hessen versuchen, mit ihrem Menü auf dem Siegertreppchen zu landen und als besondere »Trophäe« den begehrten Eisvogel-Pokal mit nach Hause zu nehmen.
26. Mai 2008, 22:16 Uhr
Eisvogel-Pokal

Lich/Marburg (ik). An kulinarischen Attraktionen wird es am 7. November in der Marburger Hotel- und Touristikfachschule nicht mangeln: Dort werden acht ausgewählte Profi-Köche aus Hessen versuchen, mit ihrem Menü auf dem Siegertreppchen zu landen und als besondere »Trophäe« den begehrten Eisvogel-Pokal mit nach Hause zu nehmen. Am Montag wurden im »Hardtberggarten« der Licher Privatbrauerei - dem Hauptsponsor des Kochturniers - die Details für die Ausschreibung erläutert.

Der Eisvogel-Pokal ist ein Pfund, mit dem sich trefflich werben lässt - das beweist Jahr für Jahr die große Nachfrage nach den prämierten Menüs in den Restaurants der Erstplatzierten. Getragen wird der Wettbewerb von der Kooperation »Hessen à la Carte« - und das kommt quasi einem »Adelstitel« gleich. Mit beachtlichem Erfolg gelingt es Spitzenköchen seit 18 »à la Carte«-Jahren, Gäste mit interessanten Kreationen und Ideen zu begeistern. Die Vorliebe der Verbraucher für die regionale Küche ist immens. Clauss Tiemeyer (Hauptgeschäftsführer Hotel- und Gaststättenverband Hessen) beschrieb einen deutlichen Trend »abseits vom Lamm aus Neuseeland und exotischen Früchten« hin zu Produkten aus der Region, die in den vergangenen Jahren in Vergessenheit geraten sind. Tiemeyer: »Die regionale Küche basiert natürlich auch weiterhin auf traditionellen Rezepten - die Art der Zubereitung aber ist ganz anders geworden!« Eine große Rolle spiele die Herkunft der Lebensmittel- der Einkauf in der unmittelbaren Umgebung bzw. bei Direktvermarktern werde von den Verbrauchern honoriert. Trotzdem - das Geld sitzt nicht mehr so locker, der Weg ins Restaurant bleibt für viele Menschen die Ausnahme. Längst fordert auch das Hessische Nichtraucherschutzgesetz seinen Tribut- Tiemeyer berichtete von Umsatzeinbußen bis zu 13 Prozent und folgerte: »Die Talsohle in der Gastronomie ist noch nicht durchschritten.« Auch die unaufhaltsam steigenden Energiepreise wirkten sich neben dem Einzelhandel auch unmittelbar auf die Gastronomie aus; so müsse ein Drittel der Betriebe mit einem durchschnittlichen Umsatz von 8 Euro pro Gast und Gericht kalkulieren. Das »Mittelfeld« liege bei 12,51 Euro.

»Hessen à la Carte« biete den angeschlossenen Mitgliedsbetrieben die Möglichkeit, sich in einem immer härter werdenden Wettbewerb zu behaupten - auch mit dem Eisvogel-Pokal. Hartmut Reiße (Tour GmbH Marburg-Biedenkopf) verwies auf den Stellenwert von Tourismus und Gastronomie als Wirtschaftsfaktor; der Wettbewerb für die regionale Profi-Küche suche bundesweit seinesgleichen. Es gelte, dies als Marketingvorteil zu nutzen. Hochwertiges Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch oder Wildbret aus Hessen zu fairen Preisen- davon profitieren die hiesigen Produzenten, die hessische Gastronomie und Hotellerie und natürlich die Genießer der kulinarischen Kreationen. Sibylle Trautmann, die Leiterin der »Licher«-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, verwies auf den Bewerbungsschluss am 1. September. Karl-Martin Aichele (»Licher«-Veranstaltungsorganisation) und Rolf Unsorg (Küchenmeister, kulinarischer Berater) erläuterten, dass eine Jury am Wettbewerbstag Zutaten, Zubereitung, ernährungsphysiologische Aspekte, die Arrangements auf den Tellern und die Menüs per Verkostung bewerten wird. Die Hauptzutaten für die jeweils vier Gänge müssen aus Hessen stammen; der Einkaufspreis pro Menü wird in diesem Jahr aufgrund der allgemeinen Teuerungsrate von 8 auf 10 Euro erhöht.

Um die Teilnahme am Wettbewerb kann sich jeder Koch und jede Köchin eines hessischen Gastronomiebetriebes mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung bewerben. Die Unterlagen gibt es bei der Kooperation »Hessen à la Carte« (Auguste-Viktoria-Str. 6, 65185 Wiesbaden, Tel. 0611 / 9920113, Fax -9929122) und per www.hessen-alacarte.de.

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