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Zweite Runde im Zeichen von Corona

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Wiesbaden - Ihre zweite Legislaturperiode haben sich CDU und Grüne sicher anders vorgestellt. Seit Monaten regiert das Coronavirus das Land - dahinter steht alles andere zurück. Die Arbeit der Koalition lässt sich zwei Jahre nach der erneuten Vereidigung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am 18. Januar 2019 überwiegend daran messen, wie der Kampf gegen die Pandemie geführt wird.

Am Corona-Krisenmanagement des Landes lässt die Opposition seit Monaten jedoch kaum ein gutes Haar. In den Fokus rückt dabei vor allem Sozialminister Kai Klose (Grüne). Zuletzt wanderte das wichtige Thema Corona-Impfungen ins CDU-geführte Innenministerium. Gut möglich, dass diese Umverteilung der Kompetenzen innerhalb des Bündnisses für Missstimmung sorgte. Nach außen dringt jedoch nichts: Schwarz-Grün hält an der Linie einer »geräuschlosen Zusammenarbeit« seit nunmehr sieben Jahren Koalition fest.

Mit Innenminister Peter Beuth rückt nun ein CDU-Mann verstärkt ins Rampenlicht, der immer wieder als möglicher Nachfolger von Ministerpräsident Bouffier genannt wurde. Das Impfthema könnte ihm ungeachtet der Affären bei der hessischen Polizei helfen, sich auf einem neuen Gebiet als Krisenmanager zu profilieren.

Der 69-jährige Regierungschef schiebt derzeit wegen der Mammutaufgabe im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Entscheidung über seine berufliche Zukunft ganz weit von sich. Neben Beuth werden jedoch seit einiger Zeit auch Finanzminister Michael Boddenberg, Landtagspräsident Boris Rhein und Kanzleramtsminister Helge Braun als mögliche potenzielle Kandidaten für die Nachfolge von Bouffier genannt.

Für die politische Großwetterlage gelten zwei Wahltermine in den nächsten Monaten als richtungsweisende Stimmungstests: Mitte März werden die Stadt-, Gemeinde- und Kreisparlamente neu bestimmt. Auch die Bundestagswahl im Herbst wird die politische Agenda bestimmen. In der Wählergunst standen die Regierungsparteien laut HR-Umfrage aus dem Dezember 2020 zuletzt gut da: Stärkste Partei wäre demnach bei einer Landtagswahl die CDU mit 34 Prozent. Die Grünen erreichten als zweitstärkste Kraft 22 Prozent. dpa/FOTO: DPA

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