Gäste des Restaurants "Oosten" im Frankfurter Ostend genießen die Aussicht von der Terrasse. Nicht alle Menschen haben sich am Wochenende an die vorgegebenen strengen Regeln gehalten. FOTO: DPA
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Gäste des Restaurants "Oosten" im Frankfurter Ostend genießen die Aussicht von der Terrasse. Nicht alle Menschen haben sich am Wochenende an die vorgegebenen strengen Regeln gehalten. FOTO: DPA

Zweite Phase der Öffnung

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Der nächste Schritt zu mehr Normalität: In Hessen wird es auf den Schulbänken wieder voller. Lernen im Kinderzimmer ist erst einmal vorbei. Größere Verstöße gegen die strengen Auflagen wegen der Corona-Krise gab es am Wochenende nicht.

In Hessens Schulen beginnt am heutigen Montag unter strengen Auflagen die zweite Phase der Öffnung. Von einem normalen Alltag im Klassenzimmer wie vor der Corona-Krise wird der Unterricht aber noch weit entfernt sein. Zum Wochenstart kommen alle weiteren Jahrgänge der weiterführenden Schulen und auch die Viertklässler der Grundschulen zurück. Seit dem 27. April waren bereits rund 110 000 Schüler wieder teilweise in ihren Klassen unterrichtet worden. Nun kommen noch einmal rund 515 000 Kinder an die Schulen zurück. Zu Hause weiter lernen müssen insbesondere noch die Klassen 1 bis 3 an Grundschulen.

Bußgeld nach Bierdurst:Nach der Wiedereröffnung der Kneipen in Hessen haben sich beim Löschen des Bierdurstes nicht alle Menschen an die vorgegebenen strengen Regeln gehalten. So patrouillierte in Wiesbaden in den ersten beiden Nächten die Polizei und musste in der Innenstadt immer wieder Gruppen auflösen. Teilweise hielten sich vor Kneipen 70 bis 80 Menschen auf und auch Bußgelder wurden verhängt. In anderen Städten waren zunächst keine Zwischenfälle bekannt. Nach wochenlanger Schließung wegen der Corona-Beschränkungen durften am Freitag Restaurants, Cafés oder Kneipen wieder öffnen.

Feldmann gegen Sparmaßnahmen:Trotz drohender Haushaltslöcher wegen der Corona-Krise will der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) an Vergünstigungen etwa für Kinder, Jugendliche und Senioren festhalten. Soziale Leistungen und die Daseinsvorsorge wie der öffentliche Nahverkehr mit den erreichten Fahrpreissenkungen stünden nicht zur Disposition, sagte Feldmann im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Forderungen, die geplante Investition in ein neues Kinder- und Jugendtheater zu streichen, wies Feldmann zurück. "Das ist gerade ein falscher Angriffspunkt, denn das ist ein Beitrag für die nächste Generation", sagte der SPD-Politiker. Festhalten wolle er auch an kostenlosen Kitas, dem kostenlosen Eintritt in Schwimmbäder sowie dem Kultur- und Freizeitticket, das von Juni an zur Verfügung stehe.

Fans sammeln sich nicht:Beim Neustart der Fußballbundesligen in Hessen kam es nach Polizeiangaben zu keinen Fan-Verstößen bei den Geisterspielen. Der Polizei war nach dem Match zwischen Frankfurt und Mönchengladbach am Samstag kein Fehlverhalten bekannt. Und bei der Partie in der 2. Liga zwischen SV Wehen Wiesbaden und dem VfB Stuttgart gab es nach dem Anpfiff am Sonntag zunächst keinerlei Hinweise auf Verstöße. Ein Polizeisprecher sagte: "Es gibt keine Fußballanhänger am Stadion und im Stadtgebiet."

Infektionszahlen:Die Zahl der Menschen mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion ist in Hessen auf 9317 gestiegen. Das waren mit Stand 14. Uhr 56 Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der mit Covid-19 in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um drei auf 435. Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin weit von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt, bei deren Erreichen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens drohen. Der höchste Wert liegt der Mitteilung zufolge bei 14 Fällen im Odenwaldkreis.

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