Zwei Städte vor nächster Warnstufe

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Wiesbaden- In Hessen sind weitere 144 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die Gesamtzahl stieg bis Dienstag auf 18 788 (Stand 14 Uhr), wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um einen auf 551. Sechs Städte und Kreise zählten laut Sozialministerium in den vergangenen sieben Tagen mehr als 20 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Nach dem Kreis Groß-Gerau steuern Frankfurt und Offenbach auf die nächste Warnstufe zu.

Der Eskalationsplan des Hessischen Sozialministeriums sieht beim Überschreiten der ersten Warnstufe erhöhte Aufmerksamkeit, ein erweitertes Meldewesen und "bedarfsgerecht angepasste Maßnahmen" vor. Über einer Inzidenz von 35 sind weitere Maßnahmen möglich, die mit dem Planungsstab des Ministeriums abgestimmt werden müssen.

Offenbach meldet höhere Zahlen

Die höchste Inzidenz wies den Angaben zufolge auch am Dienstag der Kreis Groß-Gerau auf. Das Ministerium zählte 34,8 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Es folgte die Stadt Offenbach mit 31,4, die Stadt Frankfurt mit 29,6, der Landkreis Offenbach mit 24,2, der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit 21,1 und die Stadt Darmstadt mit 23,8 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) rief eindringlich dazu auf, sich an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten und eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Offenbach meldete eine Inzidenz von 34,2 Fällen und damit eine höhere Zahl als das Sozialministerium.

Die allgemeinen Corona-Beschränkungen für Besuche in hessischen Alten- und Pflegeheimen gelten seit gestern nicht mehr. Das Land hatte angekündigt, die verbindlichen Vorgaben zur Dauer und Anzahl der Besuche aufzuheben. Maßgeblich sind nun die jeweiligen Schutzkonzepte und Hygienepläne der Einrichtungen. Bislang durften Bewohner von Alten- und Pflegeheimen innerhalb einer Kalenderwoche nur dreimal eine Besucherin oder einen Besucher empfangen. In Einrichtungen für Behinderte durfte täglich ein Mensch zu Besuch kommen.

Verbände hatten teils kritisch auf die Ankündigung reagiert. Nach Einschätzung privater Anbieter sozialer Dienste beginnt nach Ende der Besuchsbeschränkungen für die Einrichtungen ein schwieriger Balanceakt. Wichtig sei, dass die Angehörigen weiter diszipliniert seien. dpa

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