Zur Not zusätzliche Busse

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Wiesbaden- Hessens Landesregierung sagt den Kommunen in Hessen bei der Beförderung der Schüler in der Corona-Pandemie Unterstützung zu. Sollte durch eine Entzerrung der Anfangszeiten in der Schule noch keine ausreichende Entlastung für die vollen Bussen erreicht werden, sei Schwarz-Grün grundsätzlich zu Hilfen zwischen den Herbst- und Osterferien bereit, erklärte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) in einem Schreiben an den Landrat des Wetteraukreises.

Darin brachte der Minister den Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge und Reisebusse sowohl im freigestellten Schüler- als auch im Linienverkehr ins Spiel.

Weichen für Finanzhilfen gestellt

Die genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für einen unkomplizierten Einsatz dieser Fahrzeuge seien von seinem Haus mit dem Kultusministerium und den Regierungspräsidien bereits abgestimmt worden. Die Weichen für eine kurzfristige finanzielle Förderung seien ebenfalls gestellt, sagte Al-Wazir.

Da die Situation und die Anforderungen in den Kommunen sehr unterschiedlich sind, wurde nach Angaben des Ministers eine Abfrage in die Wege geleitet, um den Bedarf an zusätzlichen Bussen zu prüfen. Erste Antworten deuteten auf ein sehr differenziertes Bild hin. Die Staffelung der Schulanfangszeiten sei teilweise schon sehr erfolgreich und sollte von den Schulträgern für alle ihre Schulen geprüft werden.

Al-Wazir betonte in seinem Schreiben an CDU-Landrat Jan Weckler, dass die Landkreise, kreisfreien Städte und Sonderstatusstädte sowohl Aufgabenträger für den ÖPNV als auch Träger der Schulen seien. Der Landesregierung sei aber gerade mit Blick auf die bevorstehende Herbst- und Winterzeit die gemeinsamen Verantwortung bewusst, für die Schüler den Weg zur Schule möglichst sicher zu gestalten.

Der Landrat hatte sich zuvor in einem Schreiben an den Verkehrsminister gewandt und gebeten, den Einsatz von Reisebussen im Linienverkehr dafür zu prüfen. "In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist dies schon der Fall. Ich wäre froh, wenn das auch in Hessen, und damit auch im Wetteraukreis möglich wäre." Als Grund für sein Schreiben an die Landesregierung nannte der Landrat die seit Schuljahresbeginn wieder zum Teil übervollen Busse im Morgenverkehr der Schülerbeförderung. dpa

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