Zeuge bezichtigt Ali B. als Angreifer

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Wiesbaden (dpa/lhe). Der mutmaßliche Mörder der Mainzer Schülerin Susanna, Ali B., soll im April des vorigen Jahres einen Mann im Wiesbadener Kurpark überfallen und ausgeraubt haben. Zwei Männer hätten ihn um Zigaretten gebeten, sagte ein Zeuge am Mittwoch vor dem Landgericht Wiesbaden. Anschließend hätten sie ihn angegriffen und ihn mit einem Messer bedroht. Sie hätten ihm seine Tasche und sämtliche Wertgegenstände abgenommen. "Ich hatte Angst", sagte der 22-Jährige. Ali B. habe ihm mit dem Messergriff auf den Kopf geschlagen, ihn gewürgt und ihn gezwungen, seine Hose auszuziehen. Dabei sei ihm die Flucht gelungen.

Im Gerichtssaal und bei der Polizei konnte der Zeuge den Angeklagten Ali B. als Angreifer identifizieren. Auch der Name "Ali" sei während der Tat gefallen. Das 22-jährige Opfer erlitt Verletzungen am Kopf und am Auge sowie Würgemale am Hals. Er wurde in einem Krankenhaus behandelt. "Ich gehe seitdem nicht mehr in den Kurpark", berichtete der Mann.

Der irakische Flüchtling Ali B. soll die 14 Jahre alte Susanna im Mai 2018 in Wiesbaden vergewaltigt und ermordet haben. Zum Prozessauftakt hatte er zugegeben, Susanna getötet zu haben. Die Vergewaltigung bestritt er. Am 3. Juli soll das Urteil gegen den 22-Jährigen fallen. Zuvor werden am 26. Juni voraussichtlich die Plädoyers gehalten.

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