Zank um ein Schoßhündchen

Marburg (dpa). Das Amtsgericht Marburg muss entscheiden, wer Frauchen eines kleinen Schoßhundes sein darf. Zwei Frauen streiten sich erbittert um das Besitzrecht an einem Chihuahua, der derzeit von einer Marburgerin gehegt und gepflegt wird.

Marburg (dpa). Das Amtsgericht Marburg muss entscheiden, wer Frauchen eines kleinen Schoßhundes sein darf. Zwei Frauen streiten sich erbittert um das Besitzrecht an einem Chihuahua, der derzeit von einer Marburgerin gehegt und gepflegt wird. Zu Unrecht, meint eine Frau aus Siegen und hat deshalb Klage erhoben, die am Dienstag vor einem Zivilrichter verhandelt wurde.

Seit 2006 kämpfen die beiden Parteien um das Tier namens Gigi. Mehrere Gerichte und Staatsanwaltschaften mussten sich bereits mit dem Fall befassen. Eine Entscheidung will das Marburger Amtsgericht am 15. Dezember verkünden. Der Richter deutete an, dass die Sache zugunsten der Klägerin ausgehen könnte.

Die Tochter der Klägerin hatte der Marburgerin das Tier im Jahr 2006 überlassen. Seither wird gezankt, und alle Bemühungen, sich gütlich zu einigen, sind gescheitert. Die Klägerin lehnte nach Angaben von Rechtsanwalt Hans-Berndt Ziegler 1500 Euro für den Hund ab, der für etwa 250 Euro von einer Züchterin in der Slowakei gekauft worden war. Die Marburgerin wiederum wollte sich offenbar nicht mit einem Geschwisterchen von "Gigi" zufriedengeben. Hintergrund für die Auseinandersetzung ist nach Angaben des Anwalts der Klägerin, Thomas Kubny, ein Familienstreit.

Vor Gericht und zahlreichen Medienvertretern betonten beide Frauen, wie sehr sie "Gigi" liebten und machten jeweils der Gegenseite heftige Vorwürfe. Der Richter fand es "ausgenommen schade", dass es keine Einigung gegeben habe und nun ein Urteil den Streit beenden müsse.

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