Wohin mit der neuen Bahntrasse?

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Berlin/Frankfurt (dpa/lhe). Es ist ein ehrgeiziges Projekt und es dürfte mehrere Milliarden Euro kosten. Der Bau der neuen Bahntrasse zwischen Frankfurt und Mannheim ist eine langfristige Angelegenheit, bei der es viele Hürden zu überwinden gilt. Die Deutsche Bahn plant die wichtigste Entscheidung bis Ende 2019. Dann soll die bevorzugte Trassenführung feststehen. "Bis dahin prüfen wir die verschiedenen Varianten ergebnisoffen", sagt Jörg Ritzert, Projektleiter bei der Bahntochter DB Netz AG. Bestehende Trassen zwischen den Städten – die der Riedbahn und der Main-Neckar-Bahn – sind seit Jahren ausgelastet.

Berlin/Frankfurt (dpa/lhe). Es ist ein ehrgeiziges Projekt und es dürfte mehrere Milliarden Euro kosten. Der Bau der neuen Bahntrasse zwischen Frankfurt und Mannheim ist eine langfristige Angelegenheit, bei der es viele Hürden zu überwinden gilt. Die Deutsche Bahn plant die wichtigste Entscheidung bis Ende 2019. Dann soll die bevorzugte Trassenführung feststehen. "Bis dahin prüfen wir die verschiedenen Varianten ergebnisoffen", sagt Jörg Ritzert, Projektleiter bei der Bahntochter DB Netz AG. Bestehende Trassen zwischen den Städten – die der Riedbahn und der Main-Neckar-Bahn – sind seit Jahren ausgelastet.

Beide Strecken durch Südhessen zählen in der Republik zu den Gebieten mit dem größten Verkehrsaufkommen, heißt es vom Fahrgastverband Pro Bahn. "Wir brauchen daher dringend diese Trasse, wenn wir mehr Verkehr auf der Schiene möchten", sagt Thomas Kraft, Landesvorsitzender von Pro Bahn Hessen. Mit der neuen Trasse will die Bahn auch das Angebot auf Nah- und Fernstrecken verbessern. Geplant seien zusätzlich 40 ICE- beziehungsweise IC-Züge, die täglich zwischen Frankfurt und Mannheim pendeln. Außerdem dürfte sich die Reisezeit zwischen den Städten um neun Minuten auf insgesamt 29 Minuten verringern. Auf der Strecke sollen tagsüber ICE und nachts Güterzüge fahren.

Beteiligungsforum seit 2016

Seit Dezember 2016 begleitet ein "Beteiligungsforum" die Planungen. Dabei wird etwa mit Behörden, Initiativen, Umweltschutzverbänden und den Verkehrsministerien der Einfluss verschiedener Trassenvarianten etwa auf Wohnbebauung, Umwelt- und Naturschutz diskutiert. "Ziel ist, eine Vorzugsvariante mit hoher Akzeptanz und Planrechts- und Finanzierungssicherheit zu ermitteln", sagt der Ritzert. Der Bundestag befasst sich im kommenden Jahr mit dem Vorhaben. Auch stehen planungsrechtliche Verfahren für den zweigleisigen Neubau auf etwa 60 Kilometern Länge an. Läuft alles nach Plan, auch beim Baurechtsverfahren, dürften die Arbeiten an der Trasse Mitte der 2020er Jahre starten.

Für die künftige Verbindung der Strecke Mainz-Darmstadt an die Neubaustrecke gibt es vier Möglichkeiten. Auf der Strecke sollen Güterzüge, die aus Richtung Mainz kommen, schließlich auf die Neubaustrecke gelangen, um die Riedbahn von nächtlichem Lärm des Güterverkehrs zu entlasten. Offen ist noch, wie Darmstadt in Richtung Süden an die Neubaustrecke angebunden wird und wie die Trasse zwischen Darmstadt, Lorsch und Mannheim-Waldhof verläuft. Sechs Hauptvarianten werden untersucht.

Drei Varianten verlaufen westlich von Darmstadt mit Nordanbindung und unterschiedlichen Südanbindungen von Darmstadt an die Neubaustrecke. Drei weitere Varianten führen durch Darmstadt und dann in Richtung Süden entweder entlang der Autobahn 67 oder der Autobahn 5. Für die Streckenführung zwischen Lorsch und Mannheim-Waldhof stehen nochmals zwei Untervarianten zur Auswahl.

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